- 25.01.2012 Elke Beckert
- Zum Sammeln:
- Bestimmungsbuch
- Schere oder Messer
- Tüten
- Stift
- Handschuhe
- Zur Verarbeitung:
- Presse
- Papier
- Kopierpapier
- Klebestreifen oder Fixierspray
- Etiketten
- Klarsichtfolien
Wissenswertes über das Herbarium
Pflanzen werden schon seit vielen Jahrhunderten durch Pressen oder Trocknen konserviert und so für viele Jahre oder sogar Jahrhunderte haltbar gemacht. Die Haltbarkeit eines Herbariums hängt vor allem von seiner Verarbeitung ab. Mithilfe eines Herbariums können Pflanzenarten unterschieden und benannt werden.
- Die einzelnen Pflanzenteile oder Pflanzen werden beim Erstellen eines Herbariums auf DIN-A4-Blätter geklebt. Hierfür eignet sich für den Privatgebrauch einfaches Kopierpapier. Zuerst sollten Sie ein themenbezogenes Deckblatt erstellen. Möglich ist auch ein Inhaltsverzeichnis.
- Bei der Beschriftung der einzelnen Pflanzen können der deutsche sowie der lateinische Name, ein Bild oder Foto der jeweiligen Pflanze, eine stichpunktartige Beschreibung, der Fundort, das Sammeldatum, eine Sammelnummer sowie der Namen des Sammlers aufgeführt werden.
Erste Schritte, um ein Herbarium zu erstellen
- Der erste Schritt um ein Herbarium erstellen zu können ist das Sammeln der einzelnen Pflanzen. Dabei sollten Sie sich vorsichtig bewegen, um die Pflanzen nicht zu beschädigen. Sammeln Sie nur gut erhaltene Pflanzen. Zudem gilt die Regel, von 20 Exemplaren an einem Standort darf maximal eines entfernt werden und von 20 Zweigen eines Gehölzes maximal einer.
- Sie sollten immer komplette Pflanzen, also mit Blüte, Stängel, Blättern und Wurzel für Ihr Herbarium sammeln. Der beste Zeitpunkt zum Sammeln ist bei trockenem Wetter, da so die Pflanzen schneller trocknen und die Farben bester erhalten bleiben. Bei mehreren Standorten sollten Sie gesonderte Tüten verwenden.
- Beachten Sie, dass in Naturschutzgebieten nicht gesammelt werden darf. Außerhalb solcher Naturschutzgebiete dürfen auch keine geschützten und gefährdeten Pflanzen aus der Natur entnommen werden. Nehmen Sie zum Sammeln am besten ein Bestimmungsbuch, eine Schere oder ein Messer, Tüten oder Beutel, einen Stift und Handschuhe mit.
- Sind die Pflanzen gesammelt, folgt das Trocknen. Zum Trocknen eignet sich das Papier von Tageszeitungen oder farbloses Löschpapier sehr gut. Sie können natürlich auch spezielles Pflanzenpapier verwenden.
- Die Pflanze wird auf das Papier gelegt, am besten mithilfe einer Pinzette und einem Spatel. Darauf kommt dann wieder eine Lage Papier. Das Papier muss alle drei Tage gewechselt werden, da es die Feuchtigkeit aus der Pflanze aufnimmt und schimmeln könnte. Mit einer Pflanzenpresse, die Sie in speziellen Lehrmittelläden erwerben können, werden die Pflanzen dann gepresst. Meist können Sie mit einigen schweren Büchern den gleichen Effekt erzielen.
So erstellen Sie das Herbarium
Sind die Pflanzen getrocknet stellt sich die Frage nach dem richtigen Papier für das Herbarium. Es sollte auf keinen Fall zu dünn sein. Wie anfangs erwähnt, eignet sich Klopierpapier in der Größe A4 sehr gut.
- Zunächst wird die Pflanze auf dem Papier richtig positioniert und anschließend fixiert. Hierfür können Sie gummierte Klebestreifen oder Alleskleber verwenden, wobei mit Alleskleber sehr sauber gearbeitet werden muss. Tesafilm ist nicht so gut geeignet, da er mit der Zeit vergilbt, die Pflanze angreift und sich bald wieder ablösen kann. Der Handel bietet zudem spezielle Fixiersprays an.
- Der nächste Schritt um ein Herbarium zu erstellen, ist natürlich die Beschriftung. Diese kann sowohl direkt auf dem A4-Blatt, neben oder unter der Pflanze erfolgen, Sie können sie aber auch auf einem gesonderten Etikett vornehmen und dieses evtl. unten rechts auf das Blatt kleben.
- Nach dem Fixieren sind die Pflanzen nicht besonders geschützt. Deshalb ist es ratsam, sie mit einer Klarsichthülle zu schützen. Es besteht auch die Möglichkeit, das Blatt mit der fixierten Pflanze mit einer transparenten Folie zu überkleben, das erfordert allerdings einiges an Übung. So geschützt können Sie Ihr Herbarium viele Jahre haltbar machen.