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Heller Stern neben dem Mond - Wissenwertes über die Venus

Sie haben die Venus bestimmt schon gesehen, sie ist ein so heller Stern, dass Sie sogar neben dem Mond zu sehen ist. Dieser Planet hat einige Besonderheiten.

Von der Erde aus gesehen, sind Venus und Sonne nahe zusammen.
Von der Erde aus gesehen, sind Venus und Sonne nahe zusammen.

Ein heller Stern, neben dem andere verblassen

Ein so heller Stern ist natürlich auch den Menschen früherer Jahrtausende aufgefallen, immerhin ist die Venus neben Sonne und Mond das hellste Objekt am Himmel.

  • Venus und Merkur bewegen sich auf Bahnen, die näher an der Sonne sind als die Erde. Das bedeutet, dass Sie diese Sterne von der Erde aus immer recht nahe bei der Sonne sehen werden. Das ist der Grund, wieso Sie Venus und Merkur entweder am Morgen im Osten oder am Abend im Westen sehen können. Da die Venus größer ist als der Merkur, sehen Sie meist nur diesen Planeten.
  • Früher war es den Menschen nicht bekannt, dass das neben dem Mond hellste Objekt am Nachthimmel, das Mal am Morgen und mal am Abend zu sehen ist, derselbe Stern ist. Im alten Griechenland hatte der Stern daher zwei Namen: Der Morgenstern hieß Phosphoros (Lichtbringer) und der Abendstern Hesperos.
  • Da die Venus die Sonne in ca. 225 Erdtagen umkreist und die Erde dafür 365 Tage benötigt, kommt es zu einem Zyklus von 19 Monaten. In diesem Zyklus ist die Venus ungefähr 7 Monate Morgenstern, 3 Monate unsichtbar, da Sie hinter der Sonne steht und dann ungefähr 7 Monate Abendstern. Sie können also an einem Tag nie die Venus als Morgen- und als Abendstern sehen.
  • Der Begriff Morgenstern bzw. Abendstern bezieht sich auf das neben dem Mond hellste sichtbare Gestirn, vor Sonnenaufgang bzw. nach Sonnenuntergang. In Europa kann der Merkur im Herbst für zwei Wochen der Abendstern sein und im Frühjahr der Morgenstern, natürlich nur, wenn in dieser Zeit die Venus nicht zu sehen ist, denn diese ist heller.

Gemeinsamkeiten von Mond und Venus

Vom Mond kennen Sie einige Besonderheiten, die Sie auch bei der Venus beobachten können:

  • Jedes Kind kennt die Mondphasen, also das Phänomen, dass der Mond als Vollmond komplett sichtbar ist, dann scheinbar abnimmt, bis er verschwindet und wieder zunimmt. Der Mond verändert sich natürlich nicht, aber Sie sehen von Erde aus natürlich nicht die Teile der Rückseite des Mondes, die von der Sone angestrahlt werden. Anders ausgedrückt Sie sehen bei Halbmond einen Mond, auf dessen von der Erde sichtbaren Seite zur Hälfte Tag und zur Hälfte Nacht ist. Alle Planeten haben diese Tag/Nacht-Unterteilung, aber da die Venus recht groß ist und nahe bei der Sonne steht, können Sie die Phasen auch von der Erde aus sehen, sofern Sie ein Fernglas benutzen. Das können Sie bei anderen Planeten nicht so leicht beobachten.
  • Da sich die Venus auf einer Bahn zwischen Erde und Sonne bewegt, kann es vorkommen, dass diese von der Erde ausgesehen scheinbar über die Sonnenscheibe wandert. Das ist eine ähnliche Erscheinung wie die Sonnenfinsternis, aber die Venus kann die Sone natürlich nicht verdecken. Sie können die Venus als schwarzen Fleck über die Sonne wandern sehen. Dieses Ereignis wird Venustransit genannt. Sie konnten es am 06.06.2012 auch von Europa aus sehen. Der nächste Venustransit findet erst am 11.12.2117 statt.
  • Eine weitere Gemeinsamkeit gibt es zwischen Venus und Mond. Sie haben den Mond sicher schon öfter auch bei Tag gesehen. Dazu brauchen Sie kein Fernglas. Die Venus ist ein so heller Stern, dass Sie diese ebenfalls bei Tag ansehen können, aber dazu brauchen Sie einen guten Feldstecher.

Die Venus bietet viel interessantes, aber Leben ist auf dem Planeten kaum zu erwarten, denn auf der Venus ist es glühend heiß, erschwerend kommt noch hinzu, dass ein Venustag 243 Erdtage dauert und das Venusjahr 225 Erdtage misst. Trotzdem wird die Venus als Schwesterplanet zur Erde betrachtet, vermutlich, weil diese annähernd gleich groß sind. Aber auch ohne Leben ist die Venus ein heller interessanter Stern, der sogar neben dem Mond deutlich zu sehen ist.

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