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Heizung - welche Heizsysteme umweltfreundlich sind

Wenn Sie der Werbung glauben, dann gibt es keine Heizung, die umweltschädlich ist, denn selbst herkömmliche Heizungen mit Kohle, Öl, Strom oder Gas werden als ökologisch angepriesen. Doch welche Systeme sind es wirklich?

Pellets sind ein guter Ansatz, um umweltfreundlich zu heizen.
Pellets sind ein guter Ansatz, um umweltfreundlich zu heizen. © Thorben_Wengert / Pixelio

Ansprüche an eine ökologische Heizung

Das sollten die bedenken, wenn es darum geht, welche Heizung Sie einbauen wollen:

  • Wenn irgendwie möglich, sollte bei einer Heizung die erzeugte Wärme sofort verbraucht werden, das macht es immer bedenklich, wenn Sie mit Strom heizen, denn bei der Erzeugung von Strom entsteht fast immer Wärme, die nur zu einem kleinen Teil genutzt werden kann.
  • Eine umweltfreundliche Heizung soll nach Möglichkeit keine fossilen Rohstoffe verbrennen, da diese auf Millionen Jahre nicht mehr neu entstehen werden. Aber auch der Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen ist nicht unbedenklich, denn auch diese erzeugen CO2. Abgesehen davon wird das Verbrennen von nachwachsenden Rohstoffen immer mehr kritisiert, weil so Anbauflächen, die für die Ernährung der Menschen wichtig sind, für die Produktion von Brennstoffen verwendet werden.
  • Eine umweltfreundliche Heizung sollte nach Möglichkeit so gut wie keine Wärme aus der Verbrennung von irgendetwas benötigen. Optimal ist es, wenn durch Dämmung so wenig Energie wie möglich für das Heizen verwendet werden muss.

Welche Heizungen sinnvoll sind

Generell sollten Sie das Thema Heizung nicht isoliert betrachten, auch nicht, wenn es darum geht, welche Heizung Sie einbauen wollen. Sie sollten immer ein Paket aus Wärmedämmung, Wärmerückgewinnung und verschiedenen Heizungssystemen schnüren. Nehmen Sie für die konkrete Planung einen Energieberater in Anspruch.

  • Ein guter Ansatz ist es, wenn Sie eine Solartherme auf dem Dach installieren. Mit diesen Heizungen können sie etwa 70 % der benötigten Heizenergie einsparen. In Mitteleuropa werden Sie mit diesen Systemen aber kaum allein auskommen. Sie sollten aber auf diese Art der Heizung nie ganz verzichten.
  • Wenn es darum geht, auf welche Art der Rest an Wärme erzeugt werden soll, sollten Sie über Wärmepumpen nachdenken, denn diese entziehen der Luft, dem Grundwasser oder der Erde Wärme, um so Ihr Haus zu heizen. Die Luft-Wärmepumpen sind zwar am preiswertesten, aber in der Regel sind die Käufer dieser Systeme nicht zufrieden, denn im Winter ist die Luft, der die Wärme entzogen wird, kalt. Besser sind Systeme, die dem Grundwasser oder der Erde die Wärme entziehen. Nehmen Sie eine Wärmepumpe, die mit Gas betrieben wird, denn mit Strom betriebene Wärmepumpen sind in der Ökobilanz kaum besser als eine herkömmliche Gasheizung.
  • Wärmedämmung ist das A und O bei der Heizung, leider kann dies aber zu vermehrter Schimmelbildung führen. Sprechen Sie mit einem Fachmann, ob es eine Möglichkeit der Zwangslüftung für das Haus gibt, die mit einer Wärmerückgewinnung gekoppelt ist. So ist immer frische Luft im Haus, die nicht aufgewärmt werden muss. Damit können Sie zwar nicht heizen, aber es ist eine sinnvolle Ergänzung zu vielen Heizsystemen.
  • Vielleicht überrascht es Sie, aber mit einer Holzheizung können Sie CO2-neutral heizen, denn es entsteht nicht mehr CO2, als die Menge, die der Baum zuvor in seinem Leben in Sauerstoff umgewandelt hat. In Verbindung mit Solaranlagen und einer Niedrigtemperaturheizung ist eine Pelletheizung im Moment sicher die beste Wahl für die Umwelt. In vielen Fällen können Sie diese auch für Mikro- oder Mini-Blockkraftwerksheizungen verwenden, in dem Fall ist die Wärme ein "Abfallprodukt" der Stromerzeugung.
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