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Heißhunger auf Süßes - so bleiben Sie bei Ihrer Diät diszipliniert

Wer kennt das nicht: Nach mehreren Tagen am Stück ohne Zucker reißt in einem kurzen "schwachen" Moment die alte Gewohnheit wieder ein. Heißhunger auf Süßes hat meist psychische wie körperliche Ursachen und lässt sich nur mit einer konstant bewussten Ernährung beseitigen.

Lenken Sie Ihren Heißhunger auf Süßes in gesunde Bahnen.
Lenken Sie Ihren Heißhunger auf Süßes in gesunde Bahnen.

Was Sie benötigen:

  • bewusstes Wahrnehmen
  • Aufmerksamkeit
  • alternative Süßprodukte

Heißhunger - psychische Ursachen und Gegenmaßnahmen

  • Die Ursachen für den Heißhunger auf Süßes liegen in zwei Bereichen: Dem emotionalen der Psyche und dem physiologischen des Körpers. Beide sind untrennbar miteinander verbunden, und oft ist der Heißhunger ein Ergebnis einer unguten Wechselwirkung zwischen beiden Bereichen.
  • Psychisch drückt sich über einen Heißhunger auf Süßes meist ein Wunsch nach der "Süße des Lebens" bzw. ein Mangel darin aus. Diese kann Formen von Körperkontakt und menschlicher Nähe sowie Humor und gesellige, entspannte Abende mit guten Freunden annehmen.
  • Stellen Sie sich selbst die Frage: Wie viel Süße des Lebens gönne ich mir? Wo erlebe ich einen Mangel an Nähe, Körperkontakt, menschlicher Wärme - oder wo überfordere ich mich selbst körperlich ?
  • Es handelt sich psychologisch betrachtet bei "Essen gegen Frust" um ein sogenanntes Kompensationsverhalten: das heißt, es handelt sich um eine "Ersatzbefriedigung": Der eigentliche Wunsch oder das wahre Bedürfnis wird verdrängt ins Unbewusste. Von dort steuert es dann in "schwachen" Momenten den Menschen und kann sogar zu selbstschädigendem Verhalten führen.
  • Machen Sie sich daher in den Momenten, in denen Sie aus Heißhunger zum Süßen greifen, deutlich bewusst, dass dieses Süße sie langfristig nicht glücklich machen wird. Gehen Sie stattdessen in Kontakt mit jemandem, dem Sie vertrauen und den Sie mögen und bitten Sie beispielsweise darum, kurz in den Arm genommen zu werden. Körperkontakt führt zur Ausschüttung von Glückshormonen, die auch beim Essen von Schokolade und anderen Süßigkeiten in den Blutkreislauf gelangen.
  • Falls Sie Unterstützung und Begleitung wünschen, um sich die Ursachen des Heißhungers auf Süßes bewusst zu machen und dadurch aufzulösen, so kann eine psychotherapeutische Maßnahme, zum Beispiel ein hypnoherapeutische Behandlung, hilfreich sein.

Zu viel Süßes essen - körperliche Gründe und Folgen

  • Physiologisch gesehen entsteht der Heißhunger auf Süßes durch eine Unterzuckerung, also in dem Moment, wo Ihr Körper mehr Energie braucht und nach Nahrung verlangt. Süßigkeiten haben kurzfristig eine lindernde Wirkung: Der Blutzuckerspiegel schnellt in die Höhe, das Gehirn arbeitet besser (da gerade das Denkorgan besonders viel Zucker benötigt) und man fühlt sich leistungsstark. Allerdings hält dieser Zustand nicht lange an.
  • Der Körper produziert dann vermehrt Insulin, um die hohe Zuckerzufuhr zu regulieren. Daraus entsteht ein neuer Heißhunger auf Süßes, und der "Zucker"-Teufelskreis ist in Gang gesetzt. Er kann zu einem autoaggressiven Suchtverhalten werden, aus dem es nur mit Disziplin, bewusstem Umgang mit Essen und vor allem viel Liebe und Aufmerksamkeit zu sich selbst gelingt auszusteigen.
  • Zwischenmahlzeiten können unter Umständen sinnvoll sein, wenn Sie von der körperlichen Konstitution her schnell verdauen und keine großen Portionen essen. Somit können Sie durch regelmäßiges Einnehmen kleiner Zwischenmahlzeiten vermeiden, dass im Körper eine Unterzuckerung und so Heißhunger auf Süßes entsteht.
  • Stellen Sie Ihre Essgewohnheiten um, um gegen Heißhunger auf Süßes vorzugehen: Sie sollten darauf achten, dass Ihr Blutzuckerspiegel den Tag über stabil bleibt. Das erreichen Sie mit geregelten Mahlzeiten. Falls Sie viel auf einmal essen und eher langsam verdauen, sollten Sie auf Zwischenmahlzeiten verzichten - in dem Fall trägt diese Essgewohnheit zu einem Verhindern von zu viel Schwankungen in Ihrem Blutzuckerspiegel bei.
  • Nehmen Sie vollwertiges Getreide, Gemüse und Obst zu sich - diese Nahrungsmittel sind reich an Nährstoffen, die dem Stoffwechsel dienlich sind, gleichzeitig erhöhen Sie den Blutzuckerspiegel nicht so stark wie Weißmehlprodukte sowie Nahrungsmittel mit viel Industriezucker.
  • Wenn Sie ein Bedürfnis nach Süßem verspüren, befriedigen Sie es mit gesunden Lebensmitteln - beispielsweise Obst wie Bananen, Trockenfrüchten oder Honig in geringen Mengen. Auch Gurken, Ingwertee, Möhren oder Vollkornbrot haben viele Kohlenhydrate und können gut für Ihren Heißhunger auf Süßes sein.
  • Meiden Sie konsequent in Ihrer Ernährung Fertiggerichte und Fast Food jeglicher Art, ferner Produkte, die zum Großteil aus Industriezucker und Weißmehl bestehen. So verhindern Sie eine "Berg- und Talfahrt" des Blutzuckerspiegels.
  • Heißhunger auf Süßigkeiten geht auch mit verschiedenen Krankheiten einher: Darmmykosen (eine zu große Besiedelung des Darms mit Hefepilzen), Vitamin- und Mineralstoffmangel sind einige davon. Bei langfristig anhaltenden Belastungen ist daher eine Untersuchung bei einem Arzt oder Heilpraktiker sinnvoll.
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