Alle Kategorien
Suche

Heiraten im Studium

Wer noch im Studium ist und verliebt ist, sollte sich das Heiraten sehr gut überlegen. Die Auswirkungen auf die BAföG- und Kindergeldleistungen sind ebenfalls zu bedenken. Es kann durchaus sein, dass Sie weniger Geld oder gar kein Geld mehr erhalten, weil sich die Berechnungsgrundlage verändert.

Heiraten im Studium mit wenig Budget ist möglich.
Heiraten im Studium mit wenig Budget ist möglich.

Finanzielle Auswirkungen einer Hochzeit während des Studiums

  • Sobald Sie im Studium heiraten, wird bei der Berechnung vom BAföG Ihr Einkommen und das Ihres Ehepartners zusammengerechnet. Beides wird als Gesamteinkommen berücksichtigt. Beachten Sie, dass das Einkommen der Eltern des Antragstellers zusätzlich berücksichtigt wird. Das ist nur nicht der Fall beim elternunabhängigen BAföG. Vorteilhaft ist, dass Ihre Ausgaben in der Regel durch die Heirat höher ausfallen werden, wenn Sie mit Ihrem Partner zusammenziehen und mehr Miete bezahlen müssen. Die Kosten für Miete, Nebenkosten und Versicherungen werden dem Einkommen gegenübergestellt. So kann es durchaus sein, dass Sie nach der Hochzeit weiterhin BAföG erhalten, aber eine Kürzung in Betracht ziehen müssen.
  • Sind Sie verheiratet, so können Sie Freibeträge geltend machen. Verheiratete und in einer Lebenspartnerschaft lebende Personen können einen monatlichen Freibetrag von 1.605 Euro geltend machen. Wenn sie ein Kind haben, können Sie zusätzlich 535 Euro als Freibetrag angeben. Beachten Sie, dass dies nur gilt, wenn Sie beide für die Kinder aufkommen.
  • Vorteilhaft ist auch, dass beide Ehepartner, wenn beide noch studieren, einen Anspruch auf Kindergeld behalten. Dies ist nicht mehr nur dann der Fall, wenn beide von Ihren Eltern Geld beziehen und die Einkünfte der Ehepartner nicht ausreichend sind für eine Versorgung. Diese Praxis wurde durch ein Urteil vom Bundesfinanzhof geändert. Nun erhalten Sie, wenn Sie verheiratet sind, bis zu Ihrem 25. Lebensjahr Kindergeld.

So ist Heiraten im Studium mit wenig Geld möglich

  • Grundsätzlich gilt: Je klassischer Sie die Hochzeit planen, desto höher fallen die Kosten aus. Teure Ringe, ein professioneller Hochzeitsplaner, eine teure Reise und möglichst viele Gäste lassen schnell das Budget schmelzen. Dagegen kommen Sie nur an, wenn Sie gut kalkulieren.
  • Müssen Sie die Hochzeit im Studium selbst finanzieren und Ihre Eltern ermöglichen keine Märchenhochzeit, müssen Sie günstige Lösungen finden. Sie müssen nicht in einem kostspieligen Schloss heiraten, Sie können auch ein Zirkuszelt, einen Gemeindesaal oder ein Strandbad mieten. Das ist meistens deutlich günstiger. Kümmern Sie sich mindestens ein halbes Jahr vor dem Hochzeitstermin um eine Lokalität.
  • Laden Sie möglichst wenige Gäste ein. Das klingt erst einmal befremdlich, aber je mehr Gäste Sie einladen, desto  mehr Getränke und Essen benötigen Sie. Vielleicht ziehen Sie einfach eine Grenze. Es genügt doch, wenn Sie die Familien beider Ehepartner einladen, beide Freundeskreise und Verwandte. Bekannte können Sie außen vor lassen.
  • Sparen Sie das Geld für einen Hochzeitsplaner. Sie können stattdessen einfach alles selbst planen. Vielleicht helfen Ihnen Familienmitglieder oder gute Freunde. Das erleichtert die Organisation.
  • Die Flitterwochen müssen Sie nicht in einem Fünf-Sterne- und All-inclusive-Ambiente verbringen. Versuchen Sie frühzeitig, eine günstige Reise zu buchen. Nutzen Sie den Frühbucherrabatt und verreisen Sie nicht mitten in der Hauptreisezeit. So sparen Sie einige Hundert Euro.
Teilen: