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Heiligabend als ein ganzer Arbeitstag berechnet - so können Sie dagegen argumentieren

Wenn Ihnen Heiligabend als ganzer Arbeitstag auf den Urlaub angerechnet wird, können Sie mit Ihrem Arbeitgeber verhandeln, dass dieser nur als ein halber Tag zählt. Diese Argumente können nützlich sein.

Heiligabend ist ein normaler Arbeitstag.
Heiligabend ist ein normaler Arbeitstag.

Der 24.12. ist meist ein ganzer Arbeitstag

Halten Sie sich vor Augen, dass Sie vermutlich keinen Anspruch darauf haben, dass Heiligabend anders behandelt wird, als jeder andere Arbeitstag. Sie sind also Bittsteller und sollten entsprechend höflich und freundlich fragen.

  • Oft ist es so, dass es auch betrieblich keinen Sinn macht, wenn Heiligabend ein ganzer Arbeitstag ist. Falls dies in Ihrem Betrieb nach objektiven Kriterien so ist, sollten Sie Ihnen Chef darauf ansprechen. In allen anderen Fällen ist es sicher besser, es einfach zu akzeptieren, dass Heiligabend ein ganzer Arbeitstag ist.
  • Zeigen Sie eine Win-Win-Situation auf, wenn Sie am 31.12. und 24.12. nicht arbeiten und im Gegenzug Ihnen nur ein Tag auf den Urlaub angerechnet wird. Stellen Sie dar, dass Sie an den beiden Tagen für den Betrieb keine sinnvolle Arbeit leisten können, z. B. weil wichtige Ansprechpartner in anderen Firmen nicht anwesend sind.
  • Wenn Sie an den beiden Tagen den ganzen Tag arbeiten, können Sie an zwei Arbeitstagen Urlaub nehmen, an denen Sie für den Betrieb wertvollere Arbeit verrichten könnten. Falls Sie aber die zwei Tage frei bekommen und nur einen Urlaubstag opfern müssen, bekommt der Betrieb im Gegenzug einen wertvollen Arbeitstag von Ihnen. Sie arbeiten also an einem, für den Betrieb wichtigen Tag, statt an zwei Tagen, die keinen Nutzen bringen.

Ausnahmen für Heiligabend

Wie erwähnt, der 24.12. und der 31.12. sind normale Arbeitstage, daraus folgt, wenn Sie frei haben wollen, kostet Sie das jeweils einen ganzen Urlaubstag. Davon gibt es aber Ausnahmen, die Ihnen zusätzliche Argumente liefern.

  • Es gibt Branchen, zum Beispiel bei Banken, mit anderen Regelungen. Ob das für Sie zutrifft, erfragen Sie am besten bei der für Ihren Betrieb zuständigen Gewerkschaft. Solche Vereinbarungen werden üblicherweise von Arbeitgebern eingehalten, Sie werden in diesen Fällen kaum um einen halben Urlaubstag kämpfen müssen.
  • Es kann auch so etwas wie ein Gewohnheitsrecht (betriebliche Übung) geben, wenn in der Vergangenheit Heiligabend kein ganzer Arbeitstag war, können Sie daraus einen Rechtsanspruch herleiten. Wenn Ihr Arbeitgeber diese Regelung ändern möchte, appellieren Sie an seine Fairness. Weisen Sie darauf hin, dass es auch Gewohnheitsrechte gibt.
  • Sollte es im Betrieb üblich sein, dass Arbeitnehmer an Heiligabend nur einen halben Tag arbeiten müssen, ohne dass dies mit dem Urlaub verrechnet wird, dann darf auch nur ein halber Urlaubstag angerechnet werden, wenn Sie an dem Tag nicht arbeiten. Appellieren Sie auch in dem Fall an die Fairness und erinnern Sie an den Gleichbehandlungsgrundsatz.

Auch wenn es schön ist, einen halben Urlaubstag zu gewinnen, übertreiben Sie den Kampf nicht, denn Sie sollten es reiflich überlegen, ob Sie Ihrem Chef wegen eines halben Tages vielleicht unangenehm auffallen.

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