- 12.10.2011 Margarete Link
- Massageöl
- 1 Rotlichtlampe
- Erwärmungscreme oder Muskelfluid (alternativ)
Gerade im Massagebereich kann man mit seinen eigenen Händen viel zur Linderung von Verspannungen, beispielsweise in der Beinmuskulatur oder in der Arm- und Schultermuskulatur, beitragen. Natürlich müssen Sie auch hierbei ein paar Dinge beachten, um den größtmöglichen Nutzen beim Heilen mit Ihren eigenen Händen zu erreichen.
Heilen Sie sich mit Massagen selbst
- Günstige Stellen, um sich mit den eigenen Händen zu massieren, sind beide Beine, der Hüftbereich und der gegensätzliche Arm- und Schulterbereich. Sie können so beispielsweise mit der rechten Hand den linken Arm und oberen Schulterbereich massieren und andersherum.
- Dabei sollten Sie jedoch beachten, dass Sie den zu massierenden Teil nicht durch die "Arbeit" mit Ihren Händen anspannen, denn sonst geht der gesamte Effekt verloren. Versuchen Sie also gerade im Arm- und Schulterbereich, den Arm während der Massage ruhig und locker zu lassen.
- Verwenden Sie eine geeignete Massagelotion, damit Ihre Hände leichter über die zu massierenden Stellen gleiten können.
- Bereiten Sie sich vor der Eigenmassage mit Ihren Händen richtig vor. Legen Sie Entspannungsmusik ein, bereiten Sie die Massagelotion vor, legen Sie sich wenn nötig eine Armstütze und eine Decke sowie ein Handtuch zurecht.
- Dämmen Sie auch das Licht, damit es nicht zu hell im Raum ist, und sorgen Sie für Ruhe.
- Ein erwärmter Muskel lässt sich besser massieren, Verspannungen lösen sich schneller und die Muskeln heilen dadurch besser. Gönnen Sie sich also vor der Massage ein wenig Zeit und genießen Sie die Wärme einer Rotlichtlampe für 10 bis 15 Minuten vor der Massage. Alternativ können Sie auch ein wenig Erwärmungscreme oder ein Muskelfluid auf die zu massierende Stelle auftragen.
- Der Rücken- und der hintere Schulterbereich sind leider ungeeignet zur Selbstmassage, da Sie sich zum Massieren selbst zu sehr anspannen müssen. Eine Massage ist nur effektiv, wenn Sie dabei selber völlig entspannt sind.
Mit Ihren Händen Verspannungen lösen
- Halten Sie alle benötigten Utensilien bereit und setzen Sie sich auf einen bequemen Platz. Legen Sie noch Entspannungsmusik ein, dann können Sie beginnen, sich selbst zu heilen.
- Wer seine Muskeln vorwärmen möchte, beginnt mit dem Einreiben der Wärmecreme oder dem Muskelfluid. Vielleicht stellen Sie sich auch die Rotlichtlampe an. Halten Sie einen Sicherheitsabstand zur Lampe von ca 20 bis 30 cm ein, damit Sie keine Verbrennungen oder Hautschäden bekommen. Verwenden Sie die Erwärmungscreme und das Muskelfluid nicht, wenn Sie auf einen der Inhaltsstoffe allergisch reagieren könnten. Beachten Sie auch die Gebrauchsanweisung.
- Nach der Vorwärmzeit können Sie mit der eigentlichen Massage beginnen. Setzen Sie sich dazu entspannt auf die Couch. Hier wird jetzt eine Fuß- und Beinmassage bis zum Knie beschrieben. Zuerst wird ein Bein massiert, danach das andere.
- Geben Sie sich etwas Massageöl in die Hand und verreiben es zum Erwärmen mit der anderen Hand. Tragen Sie das Öl, das Sie mit den Händen erwärmt haben, auf das erste, hier das rechte, Bein auf.
- Beginnen Sie nun mit dem rechten Außenknöchel und massieren in Herzrichtung und im Uhrzeigersinn fünf Mal im Kreis den rechten Außenknöchel. Danach massieren Sie fünf Mal entgegen dem Uhrzeigersinn. Legen Sie dabei einen leichten Druck auf den Knöchel in Herzrichtung.
- Nun ist der Innenknöchel dran. Er wird ebenso massiert, wie der Außenknöchel. Danach ist die Wadenmuskulatur an der Reihe.
- Sie legen die Finger umgekehrt an die Wade und massieren "schubweise" in fünf "Schüben" mit leichtem Druck in Herzrichtung die Wadenmuskulatur. Dabei wandern Sie bis unter die Kniekehle. Geben Sie an der rechten Außenseite nicht zu viel Druck in Ihre Massage, da im Außenbereich neben dem Schienbein die Nervenbahnen eingelagert sind. Bei zu starkem Druck könnten diese geschädigt werden. Wiederholen Sie das Ganze dreimal.
- Nun "arbeiten" Sie wieder schubweise in Herzrichtung an der Wadenmuskulatur, nur in kleineren Abständen und etwas mehr Druck. Es sollten jetzt acht bis zehn kleinere Schubmassagen sein. Wiederholen Sie das Ganze dreimal.
- Jetzt konzentrieren Sie sich wieder auf den vorderen Bereich Ihres Beines, auf die Innenseite Ihres Schienbeines. Arbeiten Sie sich wieder in kleinen kreisenden Bewegungen in Herzrichtung von unten nach oben bis zum Knie, und dies ebenfalls dreimal.
- Umkreisen Sie nun mit den Fingern Ihre Kniescheibe. Lockern Sie sie etwas und schieben Sie die Kniescheibe leicht hin und her, sie sollte leicht beweglich sein. Fahren Sie mit leichtem Druck die Konturen Ihrer Kniescheibe nach und üben Sie dabei kleine kreisende Bewegungen aus. Mit diesen Massageübungen haben Sie nun Ihren Lymphfluss angeregt.
- Jetzt umfassen Sie mit beiden Händen Ihren Vorfuß und massieren mit beiden Daumen vor den Zehen Ihren Rist mit kleinen kreisenden Bewegungen. Drücken Sie mit leichtem Druck evtl. gestaute Flüssigkeit in Richtung Knie. Mit Ihren Fingern massieren Sie nun noch das Fußgewölbe und bewegen auch noch jede einzelne Zehe mit kreisenden Bewegungen.
- Am Schluss streichen Sie noch zweimal sanft mit Ihren Händen von den Zehen zum Knie hin schlechte Energien aus.