Heil- und Gewürzpflanze - so verwenden Sie Rosmarin

Liebeserklärung an eine Heil- und Gewürzpflanze. Liebeserklärung an eine Heil- und Gewürzpflanze.
Rosmarin ist nicht nur eine Heil- und Gewürzpflanze, er bezaubert zudem durch seine mystischen und magischen Eigenschaften. Um ihn ranken sich fabelhafte Geschichten, die von seiner großartigen Bedeutung erzählen. Aphrodite schenkte uns einst den Tau des Meeres, ros marinus, den Rosmarin. Als Lebenselixier und Jungbrunnen sowie als Sinnbild für Lebenskraft und Schönheit wird er nicht nur von Feinschmeckern heute noch hoch geschätzt.
Ute R. Albrecht
14.07.2011 Ute R. Albrecht

Rosmarin als Heilpflanze

  • Sie können Rosmarin als Gewürz, Öl, Tinktur oder als Tee verwenden. Ebenso für Umschläge und Bäder eignet sich die vielseitige  Pflanze.
  • Die ätherischen Öle des Rosmarins wirken anregend auf  Körper und  Geist. Sie fördern die Durchblutung und erhöhen Ihre Gedächtnisleistung. Schon die alten Griechen und auch die Römer rieben sich mit dem Öl der Pflanze ein, um ihr Gedächtnis zu kräftigen und um ihr Erinnerungsvermögen wieder aufzufrischen.
  • Bei Abgespanntheit und allgemeiner Müdigkeit sowie depressiver Stimmung können Sie ein paar Tropfen Rosmarinöl in die Schläfen einmassieren. Die belebende und ausgleichende Wirkung wird Sie überraschen.
  • Die schon im Altertum geschätzte Pflanze soll böse Geister und Krankheiten fernhalten. Im Mittelalter hoffte man sogar, mit dem Rosmarin die gefürchtete Pest abzuwenden. Dies hat sicherlich mit der antiseptischen Wirkung zu tun. Denn Rosmarin ist tatsächlich bakterien- und pilzhemmend.
  • Daneben wirkt die Heil- und Gewürzpflanze verdauungsfördernd und krampflösend bei Magen-, Gallen- und Darmproblemen. Blähungen werden gelindert und die Galle, Leber und Niere werden in ihren Funktionen unterstützt. Dazu eignet sich am besten ein Tee mit getrockneten Rosmarinblättern. Dieser hat zudem einen positiven Einfluss auf zu niedrigem Blutdruck. 
  • Ein Rosmarinbad wirkt regulierend auf Ihren Kreislauf. Bei rheumatischen Beschwerden eignet sich ein Sud mit der Heilpflanze, den Sie ins Badewasser geben. Danach können Sie die entsprechenden Stellen ein- bis zweimal täglich mit Rosmarinöl einreiben. 
  • Das aromatische Kraut vertreibt schlechte Gerüche und ist wegen seines angenehmen Duftes beliebt. In der Antike räucherten die Griechen mit dem wohlduftenden Rosmarin, um ihre Götter zu ehren. Auch die alten Ägypter schätzten die wohlriechenden Eigenschaften und gaben ihren Verstorbenen Rosmarin mit ins Grab.
  • Als einstiges Sinnbild für Liebe, Treue und Tod und als Allheilmittel in der Antike, ist der Rosmarin bis heute als bedeutende Heilpflanze begehrt. Nicht umsonst durften Eva und Adam bei der unsäglichen Vertreibung aus dem Paradies einen Rosmarinstrauch mitnehmen. Dennoch kann diese herrliche Pflanze in sehr großen Mengen toxisch wirken. 

Rosmarin als Gewürzpflanze 

  • Die Würzkraft von Rosmarin ist beeindruckend. Deswegen dürfen sie ihn nur sparsam in der Küche verwenden. Mit Olivenöl und Knoblauch kombiniert, verwandelt er sich zum wahren Gaumenschmaus.
  • Rosmarin entfaltet sein vollstes Aroma auch beim Kochen. Das ätherische Öl harmoniert zu Fleischgerichten und wird gerne beim Grillen als Marinade verwendet.
  • Rosmarinzweige zusammengebunden und mit gutem Olivenöl getränkt, verfeinern Ihr Grillgut. Oder legen Sie einen Rosmarinzweig in die Holzkohle, ihr Grillgut bekommt eine feine würzige Note.
  • Verwenden Sie die Gewürzpflanze zum Verfeinern von Gemüsesuppen, probieren Sie Kartoffelgerichte mit Rosmarin. Selbst Fruchtsalate profitieren von dem Aroma.
  • Ausgesprochen gut schmeckt Rosmarin, wenn Sie ihn frisch verwenden. Doch auch in getrockneter Version ist er immer noch bemerkenswert. Sie können die Heil- und Gewürzpflanze selbst sammeln und trocknen.
  • Pflücken Sie die Pflanze behutsam und vermeiden Sie viel befahrene Straßenränder, Wiesen und Felder, die mit Schadstoffen belastet sind. Die Zweige werden entweder luftig ausgebreitet oder zum Trocknen gebündelt und an einem luftigen, schattigen und warmen Ort aufgehängt.
  • Getrocknete Kräuter können Sie gut ein Jahr in dunklen und verschlossenen Gläsern lagern. So können Sie die Pflanze nach Bedarf in Ihrer Küche einsetzen. Denn nicht nur als angeblicher Wohnort für Feen und Elfen beeindruckt Rosmarin, sondern auch als Gewürzpflanze zaubert der Tau des Meeres ein vorzügliches Aroma in Ihre Speisen. 
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