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Hedonismus - Definition

Für den Begriff "Hedonismus" enstanden im Laufe der Jahrhunderte verschiedene Definitionen. Grundsätzlich strebt ein Hedonist nach einem Leben voller Lust und Genuss und versucht, Schmerz und negative Gefühle soweit möglich aus seinem Leben fernzuhalten.

Hedonisten suchen stets das Vergnügen.
Hedonisten suchen stets das Vergnügen.

Besonders konservativ eingestellte Menschen, für die harte Arbeit und grenzenlose Disziplin zu den einzig wahren menschlichen Tugenden gehören, betrachten Hedonismus als etwas Negatives.

Ein Mensch, der allein nach Glück und der Befriedigung seiner Gelüste strebt, erscheint aus deren Blickwinkel als egoistischer Faulpelz. Um zu verstehen, dass Hedonismus einer wunderbaren Lebenseinstellung gleichkommt, ist es ratsam, sich einige Definitionen verschiedener Philosophen einmal durchlesen.

Aristippos von Kyrene - Begründer des Hedonismus

  • Gemäß Aristippos sollte der Mensch nach Lustmaximierung streben und versuchen, dem Schmerz und anderen unangenehmen Gefühlen möglichst auszuweichen. Die körperliche Lust ist demzufolge praktisch der eigentliche Sinn des Lebens.
  • Er vergleicht das menschliche Dasein mit dem Meer und dessen Bewegungen. So entspricht der Schmerz dem Sturm der Seele, die Lust den lieblichen Wellenbewegungen des Meeres und die Ruhe der sogenannten Ataraxie, der absoluten Seelenruhe im Zustand der Schmerzfreiheit.
  • Lust ist nach Aristippos' Definition der Übergang von einem widernatürlichen in einen natürlichen menschlichen Zustand.

Hedonismus-Definition nach Epikur

Epikur erweiterte Aristoppos' Definition des Hedonismus hinsichtlich des Lustbegriffs.

  • Für ihn ist Lust nicht nur die Übergangslust, also die dynamische Lust. Er erweitert die Definition der Lust um den Begriff der sogenannten Zustandslust.
  • Seiner Ansicht nach ist allein die Ataraxie, also die Freiheit von Schmerz und negativen Gemütszuständen als vollkommene Lust, als die Lust am Dasein, anzusehen.
  • Epikur unterscheidet zwischen vernünftigen und unvernünftigen Lüsten, wobei letztere zwar eine kurzfristige Lustbeschaffung bedeuten, hinterher jedoch Schmerz verursachen.
  • Er machte seine Mitmenschen auch auf irrationale Ängste, wie die Angst vor dem Tod, aufmerksam und versuchte, diese mit seiner Philosophie zu einem gemäßigten Verlangen zu erziehen, welches ein Leben in höchster Lust ermöglicht.
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