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Hautbeulen - mögliche Ursachen

Beulen in der Haut können verschiedene Ursachen haben. Die einfachste ist, dass Sie sich gestoßen haben. Daneben können sich hinter Hautbeulen und Knoten in der Haut Erkrankungen verbergen.

Hinter einer kleinen Beule kann sich ein einfacher Pickel verbergen.
Hinter einer kleinen Beule kann sich ein einfacher Pickel verbergen.

Als Hautbeulen kann man Erhebungen oder Knoten in der Haut bezeichnen, die die Größe eines einfachen Pickels überschreiten. Sie können vielgestaltig sein und sich vor allem in der Größe unterscheiden.

Ursachen primärer Hautbeulen

Hautbeulen entstehen, ohne das weitere Körperteile betroffen sein müssen, bzw. eine Erkrankung dahintersteckt.

  • Die einfachste und am leichtesten nachvollziehbare Erklärung einer Beule ist, dass Sie sich gestoßen haben. Normalerweise bekommen Sie den Zusammenstoß direkt mit (es sei denn, es passiert im Schlaf). Eine solche Beule ist nicht weiter schlimm und klingt nach wenigen Tagen ab. Oft geht sie mit einem blauen Fleck einher. Beulen am Kopf bedürfen besonderer Vorsicht. Sollte Ihnen nach dem Zusammenstoß schwindelig oder übel sein oder Sie gar einen "Filmriss" haben, müssen Sie einen Arzt aufsuchen. Aus dem Zusammenstoß könnte eine Gehirnerschütterung resultiert sein.
  • Das Lipom ist ein gutartiger Fettgewebstumor. Es zeigt sich als kleine harte Stelle unter der Haut. Ist es größer, zeigt es sich als Beule. Lipome sind harmlos. Sie müssen nur entfernt werden, wenn sie kosmetisch stören oder so groß sind, dass sie auf Gefäße oder Nerven drücken oder Bewegungen einschränken.
  • Auch Myome können Hautbeulen verursachen. Es handelt sich dabei um gutartige Tumoren des Muskelgewebes. Sie erscheinen als tiefe Beulen unter der sonst gesunden Haut.
  • Ein tief liegender Pickel kann eine kleine Beule verursachen. Meist kommt der Eiter irgendwann an die Oberfläche und der Pickel geht auf. Man erahnt tastend die Eiteransammlung in der Tiefe der Haut.
  • Als Furunkel bezeichnet man Entzündungen des Haarbalgs. Es verursacht eine rote Schwellung der umliegenden Haut. Charakteristisch ist das eitergelbe Zentrum um das Haar herum. Ein Furunkel sollte ärztlich versorgt werden. Verbinden sich mehrere benachbarte Furunkel, entsteht ein Karbunkel. Dieser ist unbedingt behandlungsbedürftig. Das gehäufte Auftreten von Furunkeln kann ein Hinweis auf eine Erkrankung sein, zum Beispiel auf Diabetes mellitus.
  • Als Kelloid bezeichnet man eine Wulstnarbe. Es handelt sich um eine gutartige Wucherung des Bindegewebes. Kelloide können zum Beispiel nach Verbrennungen oder Verätzungen oder bei Operationsnarben auftreten. Kelloide können schmerzen und jucken und in Gelenknähe die Bewegung einschränken. Die Therapie in Form einer weiteren Operation ist schwierig, weil das Kelloid meist wiederkommt.

Bösartige Tumoren unter der Haut

Hinter Hautbeulen können sich nicht nur gutartige Tumoren wie Lipome oder Myome verbergen, sondern auch bösartige.

  • Ein bösartiger Tumor, der vom Fettgewebe ausgeht, ist das Liposarkom, das operativ entfernt werden muss. Eine ärztliche Differenzierung zwischen Lipom und Liposarkom ist daher unerlässlich, zumal die beiden äußerlich nicht zu unterscheiden sind.
  • Auch das Muskelgewebe kann bösartige Tumoren hervorbingen. Man nennt sie Myosarkom.
  • Geht der bösartige Tumor vom Knochengewebe aus, spricht man von einem Osteosarkom. Der Knochen kann kleinere bis große Beulen unter der Haut verursachen, wenn die betroffene Region anschwillt. Osteosarkome kommen vor allem im Kinder- und Jugendalter vor.

Beulen als Symptome anderer Erkrankungen

Hautbeulen können Begleiterscheinungen anderer Erkrankungen sein.

  • Ein Ödem ist eine Flüssigkeitsansammlung im Gewebe. Ödeme können durch gestörten Lymphabfluss, zum Beispiel nach Operationen, entstehen. Man spricht dann von Lymphödemen. Ödeme können auch bei Herz- oder Niereninsuffizienz und vielen weiteren Erkrankungen auftreten. Drückt man in ein Ödem hinein, bleibt eine Delle zurück.
  • Eine Sonderform ist das Myxödem. Bei Myxödemen lagert der Körper nicht Wasser, sondern Zuckermoleküle ein. Oft tritt das Myxödem als Hautbeule an den Schienbeinen auf, aber auch im Gesicht. Hintergrund kann eine Schilddrüsenunterfunktion oder ein Morbus Basedow (Schilddrüsenüberfunktion) sein. Beim Myxödem bleibt keine Delle zurück, wenn man hineindrückt.
  • Das Erythema nodosum tritt besonders an den Schienbeinen auf. Es ist ein rötlich bis gelblich-grünlicher Knoten, der sehr druckschmerzhaft ist. Das Erythema nodosum kann eine Begleiterscheinung bei Morbus Crohn, Tuberkulose oder Sarkoidose sein. Auch Darminfektionen oder Atemwegsinfektionen können die Ursache sein.
  • Bei rheumatischen Erkrankungen, wie der rheumatoiden Arthritis, können sogenannte Rheumaknoten auftreten. Es handelt sich um harte Knoten an den Streckseiten der Unterarme.

Hautbeulen, die nicht aufgrund eines Zusammenstoßes entstanden sind oder offensichtlich tiefliegende Pickel sind, sollten unbedingt ärztlich abgeklärt werden. Es kann sich um harmlose Erscheinungen wie ein Lipom handeln, aber auch auf gefährliche Krankheiten wie ein Liposarkom oder eine Tuberkulose hinweisen.

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