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Hauswurz pflanzen

Wenn Sie einen Steingarten anlegen möchten, ist die pflegeleichte Hauswurz eine gute Pflanze, um den Garten zu verschönern. Die natürlichen Eigenschaften der Hauswurz machen sie zu einem optimalen Steingartengewächs.

Die Hauswurz ist eine beliebte Steingartenpflanze.
Die Hauswurz ist eine beliebte Steingartenpflanze.

Hauswurz - Herkunft und Verbreitung

Hauswurzpflanzen, im Lateinischen Sempervivum (deutsch: immerlbend) genannt, sind eine besondere Gattung aus der Familie der Dickblattgewächse und in den Gebirgsregionen Mittel- und Südeuropas heimisch. Heute gibt es zahlreiche verschiedene Arten, vor allem in den europäischen Gebirgen wie den Alpen, Karpaten oder in den spanischen Sierras. Aber auch in Afrika und Asien sind einige Arten heimisch. Es gibt zum Beispiel die Arten Dachwurz, Fetthenne, Spinnweb-Hauswurz (Arachnoideum), Dachzwiebel, Donnerwurz, Gottesbart, Hauslaub oder Warzenkraut und viele weitere.

Eigenschaften und Besonderheiten der Pflanze

Die Pflanze wächst mehrjährig und immergrün in Form eines Rosettenpolsters. Die Blüten der Hauswurz erreichen eine Höhe zwischen drei und 60 Zentimetern. Die Hauswurz kommt mit sehr wenig Wasser aus und nutzt zur Speicherung für trockene Zeiten seine Blätter. Die Blätter sehen deshalb meist sehr fleischig aus. Die Hauswurz blüht in der Zeit zwischen Mai und September, die Rosetten verändern je nach Jahreszeit oft mehrmals die Farbe.

Die Hauswurz pflanzen und pflegen

Um vorhandene Hauswurz zu vermehren, müssen Sie kleine Tochterrosetten abschneiden und neu anzüchten. Dazu pflanzen Sie die abgetrennte Tochterrosette in einem Topf separat an, bis diese nach wenigen Wochen eigene Wurzeln gebildet hat. Damit sich keine Staunässe bildet, sollte die erste Schicht im Topf aus Kies bestehen, gefolgt von Vlies und Erde, in der die junge Hauswurzpflanze steckt. Nach der Wurzelbildung setzen Sie die Hauswurz im Beet aus. Das ist ganzjährig möglich, sofern kein Bodenfrost vorhanden ist. Die erste Blüte erfolgt in zwei bis drei Jahren.

Alternativ können Sie die Hauswurz auch als Samen aussähen. Das ist allerdings aufwendiger und langwieriger als die Vermehrung durch Tochterrosetten. Die Hauswurzsamen sind sogenannte Kaltkeimer. Bei der Aussaat besteht immer ein Risiko, dass die Samen in der Erde zu viel Wasser abbekommen und verfaulen. Nutzen Sie deshalb lieber kleine Anzuchttöpfchen, die mit einem speziell für die Hauswurz geeigneten Substrat gefüllt sind. Im Winter ausgesät, beginnt die Keimung im Frühjahr. Nach einigen Wochen können die Keimlinge ins Bett ausgepflanzt werden.

Die Hauswurz liebt sonnige, trockene Standorte. Liegt er zu oft im Schatten, verläuft die Rosettenbildung oft nicht optimal und die Blätter verlieren ihre kräftige Farbe. Der Boden sollte relativ locker sein, damit sich bei Regen kein Stauwasser bildet. Staunässe verträgt die Hauswurz überhaupt nicht, dichter Boden muss daher mit Kies oder Sand aufgelockert werden. Die Sempervivum verträgt sich mit allen Pflanzen, die ebenfalls einen trockenen, sonnigen Standort bevorzugen.

Wächst er im Freien, müssen Sie die Hauswurz nicht gießen, in der Regel kommt er mit Regenwasser gut aus. Auch Dünger benötigt die pflegeleichte Hauswurz nicht. Sie übersteht auch kalte Winter problemlos, ohne dass Sie sie extra schützen müssen.

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