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Hauswasserwerk im Test - was Sie bei der Auswahl des Gerätes beachten sollten

Gebäude, die fernab vom öffentlichen Trinkwasser liegen, können über ein Hauswasserwerk versorgt werden. Diese Anlagen werden zu jeweils unterschiedlichen Preisen und Leistungen angeboten. Um ein förderliches Hauswasserwerk zu erstehen, sollte Sie einige Kriterien prüfen und diesbezügliche Testberichte einsehen.

Über ein getestetes Hauswasserwerk bekommen Sie die optimale Versorgung.
Über ein getestetes Hauswasserwerk bekommen Sie die optimale Versorgung.

Ein Hauswasserwerk, auch als Eigenwasserversorgungsanlage (EVA) bezeichnet, dient dazu, Haushalte mit Trinkwasser zu versorgen, die in Gebäuden angesiedelt sind, welche nicht in das öffentliche Trinkwassernetz integriert sind. Weiterhin leisten Hauswasserwerke die Versorgung von Haushalten sowie gewerblichen Einrichtungen mit Brauchwasser.

Funktion und Bestandteile des Hauswasserwerks

  • Bei Hauswasserwerken wird das Wasser aus einem Reservoir gewonnen und in das Leitungsnetz gepumpt. Handelt es sich um Trinkwasser, wird zumeist ein externer Tank als Reservoir verwendet. Ansonsten dienen Regenwasserzisternen oder Brunnen als Reservoir.
  • In Abhängigkeit von dem notwendigen Druck werden zur Förderung einstufige oder mehrstufige Kreiselpumpen eingesetzt. Meistens werden Unterflurpumpen angebracht. Diese sind nämlich in ihrer Wirkung effizienter, nicht so laut und verursachen weniger Betriebskosten.
  • Überflurpumpen sind nicht so teuer wie Unterflur- bzw. Tauchpumpen, doch verursachen sie durch ihren höheren Wartungsaufwand mehr Betriebskosten. Somit sind Unterflurpumpen auf lange Sicht eine weitaus preiswertere Variante. Außerdem kann man sie nur bei einer Tiefe von höchstens sieben Metern einsetzen.
  • Hauswasserwerke müssen zudem einen Rückflussverhinderer haben. Diese Vorrichtung verhindert, dass das Wasser aus der Leitung in das Reservoir gelangt.
  • Weiterhin verfügen Hauswasserwerke über einen Druckbehälter, der das Gleichgewicht des Drucks zwischen dem Wasser und dem Gas sicherstellt. Zudem werden des Öfteren Manometer in die Anlage eingebaut, um den Druck zu kontrollieren. Dabei spielt die Größe des Hauswasserwerks keine Rolle. 
  • Ein weiteres entscheidendes Element, das dazu auch gesetzlich vorgeschrieben ist, sobald der Förderdruck den Betriebsdruck um zehn Prozent überschreitet, ist das Sicherheitsventil.

Test des Wasserwerks

  • Hauswasserwerke werden von zahlreichen Firmen hergestellt. Bei der Auswahl ist darauf zu achten, dass die vorgeschriebenen Richtlinien bezüglich der Funktionalität durch das Gerät gewährleistet sind.
  • Für das Trinkwasser sowie für das Brauchwasser, welches über ein Hauswasserwerk gewonnen wird, gelten die gleichen Verordnungen bzw. DIN-Normen, wie für das öffentliche Wasser.
  • Die Anlage ist an einem trockenen und kühlen Ort aufzustellen. Zudem müssen die Nutzer die Sicherheitsverordnungen für die Druckleitungen einhalten. Nach der Installation muss das Hauswasserwerk von entsprechendem Fachpersonal getestet werden, bevor es in Betrieb genommen wird.
  • Dieser Test wird in der Regel von Sachverständigen des TÜV vorgenommen. Dabei wird getestet, ob der Druckbehälter baumustergeprüft ist und ob das Luftpolster im Druckkessel von der Wasserpumpe, nicht über einen Kompressor, versorgt wird. Ferner darf die Summe aus dem Druck und dem Volumen nicht über 6000 l*bar liegen. 
  • Neben diesen Standards, die dringend zu beachten sind, empfiehlt es sich, Testberichte - etwa von Stiftung Warentest - vor dem Kauf einzusehen. Schließlich soll Ihr künftiges Hauswasserwerk alle erforderlichen und von Ihnen gewünschten Leistungen erbringen. Auch das Preis-Leistungs-Verhältnis muss stimmen.
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