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Hauswasserentkalker - so entscheiden Sie sich für die richtige Methode

Gerade wenn Sie an einem Ort wohnen, wo sehr hartes, also kalkreiches Wasser, aus Ihrer Leitung kommt, kann ein Hauswasserentkalker helfen, doch es gibt verschiedene Varianten. So entscheiden Sie sich.

Hauswasserentkalker machen auch Ihr Trinkwasser geschmackvoller.
Hauswasserentkalker machen auch Ihr Trinkwasser geschmackvoller. © S. Hofschlaeger / Pixelio

Das Trinkwasser aus unseren Leitungen wird nach seinem Kalkanteil in vier verschiedene Härtegrade eingeteilt, von 1 = sehr weich bis 4 = sehr hart.

  • Sehr hartes Wasser führt zu Verkalkungen in Wasserleitungen und Geräten, wie zum Beispiel Wasserkocher und Waschmaschinen, wo durch den Kalkbelag Schäden wie Lochfraß oder ein höherer Energieaufwand beim Erhitzen des Wassers auftritt.
  • Auch Wasserleitungen können durch Kalkablagerungen beschädigt werden und für Haut und Haar ist weicheres Wasser angenehmer und pflegender. Wenn Sie in einer Gegend mit hartem oder sehr hartem Leitungswasser wohnen, haben Sie drei Möglichkeiten, etwas dagegen zu tun. Sie können eine Weichwasseranlage installieren oder einen Kalkmagnet oder wenigstens das Wasser zum Trinken und Kochen mit einem Brita-Filter filtern.

Hauswasserentkalker - der Brita-Filter

  • Wenn Sie in einer Gegend wohnen, in der die Wasserhärte weniger als vier beträgt, reicht für Sie ein Filter aus, der Ihr Trink- und Kochwasser entkalkt. Der gängigste Hauswasserentkalker für diesen Zweck ist der von Brita. Diesen gibt es in vielen verschiedenen Designs und Formen, sodass er zum Beispiel in die Kühlschranktür passt.
  • Durch Filterkatuschen, die regelmäßig gewechselt werden müssen, wird das Leitungswasser hindurchgegossen. Dabei werden vor allem Kalk und andere Stoffe wie Chlor und einige Metalle aus dem Trinkwasser gefiltert. Das macht das Wasser weich und verbessert den Geschmack. Es kann dann auch direkt aus der Filterkanne ins Wasserglas gegossen werden.
  • Entkalktes, also weicheres Trinkwasser, schmeckt etwas besser, da gerade Chlor- und Kupferanteile im Leitungswasser den Geschmack beeinflussen können. Auch Tees und Kaffee schmecken mit diesem gefilterten Wasser besser und aromatischer.
  • Ein weiterer Vorteil von zuvor entkalktem Wasser ist der Schutz, den es Ihren Haushaltsgeräten bietet. Überprüfen Sie, ob Ihre Kaffeemaschine, Wasserkocher oder Eierkocher häufig entkalkt werden müssen und schon nach kurzer Zeit mit einem dicken Kalkfilm überzogen ist. Dann ist ein Brita-Filter eine gute Alternative. Allerdings kann dieser keine Ablagerungen in Waschmaschinen und Wasserleitungen verhindern. Probieren Sie aus, ob Ihnen Ihr Kaffee oder Tee so gefiltert besser schmeckt. Durch die niedrigen Anschaffungskosten gehen Sie kein hohes Risiko ein.

Eine Weichwasseranlage als Hauswasserentkalker

  • Eine Weichwasseranlage als Hauswasserentkalker, zum Beispiel AQA Smart von BWT, wird direkt von einem Fachinstallateur an der Wasserleitung, die in Ihr Haus führt, eingebaut. Sie filtert das Leitungswasser computergesteuert mithilfe eines speziellen Filters.
  • Überprüfen Sie, ob Sie Probleme mit stumpfem Haar oder trockener Haut haben oder ob Sie in Ihrer Waschmaschine schon öfters Teile aufgrund von Lochfraß austauschen mussten. Falls ja, kann sich der Einbau einer Weichwasseranlage für Sie lohnen. Auch der Wärmetauscher Ihrer Solaranlage kann durch weicheres Wasser effizienter arbeiten.
  • Doch die hohen Anschaffungskosten im vierstelligen Bereich lohnen sich sicher nur an Orten mit sehr hartem Wasser, also mit einem Härtegrad von 3 und 4. Informieren Sie sich vor dem Kauf außerdem, ob die von Ihnen ausgewählte Firma die Wartungen der Anlage durchführt, und kalkulieren Sie die Kosten auch für nachzufüllendes Salz.
  • Informieren Sie sich ausführlich über vom Hersteller gegebene Garantien und Finanzierungsmöglichkeiten, um keine unliebsamen Überraschungen zu erleben. Planen Sie beim Hausbau den Einbau einer solchen Anlage direkt ein, um einen nachträglichen teureren Einbau zu verhindern.

Der Kalkmagnet als Hauswasserentkalker

  • Die dritte Alternative ist ein Kalkmagnet, wie ihn zum Beispiel die Firma AquaVital anbietet. Dabei handelt es sich um einen Magneten, der im Bereich der Wasseruhr an der Wasserleitung angebracht wird. Er erzeugt ein polarisiertes Magnetfeld, das die Kalkpartikel im Wasser verändert und sie strukturlos macht. Dadurch können Sie sich nicht mehr an den Leitungen festsetzen und werden mit dem Abwasser ausgespült. Dabei wird Kohlensäure freigesetzt, die zusätzliche Ablagerungen aus den Leitungen entfernt.
  • Überlegen Sie, ob Sie das Wasser aus Ihrer Leitung tatsächlich trinken wollen oder ob Sie Ihren Flüssigkeitsbedarf hauptsächlich über Mineralwasser decken. Durch einen Kalkmagneten sind nämlich nicht nur Ihre Leitungen geschützt, sondern der Anteil an Kalzium und Magnesium bleibt Ihrem Trinkwasser in vollem Maße erhalten.
  • Überprüfen Sie, ob Ihre Geräte häufig entkalkt werden müssen. Ist das der Fall, bringt der Kalkmagnet relativ wenig, da sich der strukturlose Kalk zum Beispiel im Wasserkocher dennoch absetzt. Dann ist dies nicht die richtige Lösung für Sie.
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