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Haustürsicherung nachrüsten - so geht's

Alle paar Minuten passiert in Deutschland ein Einbruch. Dabei gelingt es den Profis in vielen Fällen innerhalb von nur wenigen Augenblicken Türen oder Fenster aufzubrechen und einzusteigen. Sie können es potenziellen Einbrechern schwer machen, indem Sie Ihre Haustürsicherung auf den neuesten Stand bringen.

Einzelhäuser werden von Einbrechern bevorzugt.
Einzelhäuser werden von Einbrechern bevorzugt.

Was Sie benötigen:

  • Stemmschloss
  • Bohrmaschine
  • Stemmeisen
  • Hammer
  • Stift

Für einen Einbrecher ist der Faktor Zeit sehr wichtig, da er diese meist nicht hat. Wenn er sich nicht innerhalb von drei bis fünf Minuten Zutritt zum Objekt verschaffen kann, beendet er den Einbruchsversuch. Eine fachgerechte Haustürsicherung wird das möglich machen.

Mit Haustürsicherung Einbruchsversuche erschweren und verhindern

Ihr Haus hat wie eine Wohnung mindestens eine Tür. Haus und Wohnungstüren werden von Einbrechern bevorzugt angegriffen, falls sich nicht ein leichterer Weg über die Fenster oder Balkontür ergibt.

  • Wenn ein Profi einen Schwachpunkt an Ihrer Haustürsicherung findet, ist er im Handumdrehen genau dort, wo er nicht hingehört.
  • Ihre Haus- oder Wohnungstür, unter Umständen alle weiteren Nebeneingänge, sollten Sie mit einer Basisausstattung für Türen durchgehend sichern.
  • Durchgehende Sicherung heißt in diesem Fall, dass Sie einen Sicherheitsschließzylinder einbauen, der gegen die gängigsten Einbruchmethoden gerüstet ist.
  • Der Schließzylinder darf nicht über den Schutzbeschlag hinausstehen. Bei einem echten Sicherheitsschließzylinder erhalten Sie einen Ersatzschlüssel nur im Fachhandel, wenn Sie die zum Schloss dazugehörige Sicherungskarte vorlegen können.

Fachlich korrekter Einbau erforderlich - Zusatzsicherungen empfohlen

  • Versehen Sie Ihre Tür mit einem Alu- oder Stahlschutzbeschlag, eingeschlossen passendes Gegenstück. Den Schutzbeschlag verschrauben Sie innen. Idealerweise sehen Sie eine Zylinderabdeckung vor. 
  • Wenn Sie eine Türsicherung nachrüsten, bringen Sie ein Sicherheitsschließblech an. Bauen Sie in jedem Fall nur ein zertifiziertes Einsteckschloss ein.
  • Mit weiteren Zusatzsicherungen können Sie Einbrechern ihr Handwerk erschweren. Dazu gehören Sicherungen auf der Scharnierseite, zusätzliche Kastenriegelschlösser, Mehrfachverriegelungen und Querriegelschlösser.

So bauen Sie ein Sicherheitsschloss ein

  1. Nehmen Sie Ihr Einstemmschloss und halten es in der richtigen Position. 
  2. Übertragen Sie auf Ihre Tür die Umrisse mit dem Bleistift.
  3. Bestimmen Sie mit einem Lineal die Mitte der Türdicke. Entscheidend für das Ausstemmen ist danach die Tiefe des Schlosskastens.
  4. Innerhalb dieser angezeichneten Markierungen bohren Sie schlosstiefe Löcher, was mit einer elektrischen Bohrmaschine am einfachsten geht.
  5. Entfernen Sie die entstandenen Stege mit einem Stemmeisen.
  6. Versenken Sie anschließend die Stulpplatte vom Schloss bündig in das Türholz.
  7. Zeichnen Sie die Position von Schlüsselloch und Drückerstift an und bohren Sie die notwendigen Löcher.
  8. Nach der Schlossmontage wenden Sie sich der Rahmenseite zu. Übertragen Sie die Position von Schlossfalle und Riegel. Danach stemmen Sie die Löcher für Falle und Riegel vorsichtig aus.
  9. Nach dem Festschrauben des Schließblechs setzen Sie noch den Zylinder ein.

Bei aller Aufmerksamkeit, die Sie der Haustürsicherung Ihres Hauses oder Ihrer Wohnung widmen, vergessen Sie beim Nachrüsten mögliche Schwachstellen an Seiten, Keller- und Garagentüren nicht.

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