So erwerben Sie auf Rentenbasis eine Immobilie

Bei einem Hauskauf auf Rentenbasis vereinbaren Sie als Käufer der Immobilie mit dem Verkäufer einen Kaufvertrag auf Rentenbasis. Dabei geht es darum, dass Sie bis zum Tod des Besitzers eine monatliche gleichbleibende Rente bezahlen.

  • Dabei können Sie den Vertrag mit verschiedenen Varianten gestalten. Entweder werden Sie schon bei Beginn des Geschäftes als Hauseigentümer eingetragen, oder erst nach dem Ableben des aktuellen Besitzers.
  • Wenn Sie sofort als neuer Besitzer eingetragen werden, dann müssen Sie Rentenzahlungen notariell im Grundbuch vermerkt werden. Oft ist es so, dass damit auch ein lebenslanges Wohnrecht des Nochbesitzers verbunden ist. Das bedeutet für Sie, dass Sie nicht über das gesamte Haus verfügen können, sondern einen gewissen Platz darin dem alten Besitzer zur Verfügung stellen müssen.
  • Berücksichtigen Sie auch, dass sich so eine Immobilie kaum für einen Weiterverkauf an eine dritte, fremde Person eignet, wenn der Besitz dieser Immobilie an so viele Bedingungen geknüpft ist.
  • Meist laufen die Rentenzahlungen bis an das Lebensende, aber natürlich können Sie auch eine bestimmte begrenzte Zeitspanne vereinbaren. Nach deren Ablauf werden die Zusatzeintragungen im Grundbuch gelöscht.
  • Der Vorteil dieser Lösung für einen Hauskauf ist, dass Sie keinen Bankkredit aufnehmen müssen und so an teure Zinsen gebunden sind. Bei Zahlungsschwierigkeiten lässt sich hier auch meist eine gegenseitig, einvernehmliche Lösung finden. Da wird es mit einer Bank schon schwieriger, unter Umständen kommt das Haus dann unter den Hammer.
  • Bei einer unbegrenzten Rentenzahlung ist natürlich die Zeitspanne der Zahlungen und damit der Gesamtbetrag ungewiss. Allerdings wohnen Sie nach Ableben des Verkäufers miet- und schuldfrei in dem Objekt.
  • Sie sollten in jedem Falle diverse Anwalts- und Notarkosten mit einkalkulieren. Auch eine Grunderwerbssteuer wird einmalig fällig, die Sie dann an das Finanzamt abführen müssen. Jährlich fallen weitere Grundsteuern an.