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Hausgeld überprüfen - Kostenfalle beim Kauf einer Eigentumswohnung vermeiden

Der Kauf einer Eigentumswohnung ist für viele Menschen ein großer Schritt. Endlich wohnen, ohne Miete zu bezahlen, ist sehr verlockend. Beim Kauf sollten Sie jedoch auch das Hausgeld überprüfen. Viele Verkäufer locken mit ganz geringen Beträgen und diese stellen sich dann als Kostenfalle heraus.

Beim Kauf einer Eigentumswohnung muss das Hausgeld auf Angemessenheit überprüft werden.
Beim Kauf einer Eigentumswohnung muss das Hausgeld auf Angemessenheit überprüft werden.

Das Hausgeld kann sich als Kostenfalle herausstellen

  • Wer sich eine Eigentumswohnung in einem Mehrparteienhaus kaufen will, der tritt mit dem Kauf in eine Eigentümergemeinschaft ein. Dies löst die gemeinsame Pflicht aus, sich um den Erhalt des gemeinsamen Eigentums zu kümmern und die gemeinsamen Betriebskosten zu zahlen. So kaufen Sie nicht nur Ihre neue Wohnung, sondern haben auch anteilig Eigentum am gemeinsamen Hausflur, Keller, Aufzug, Garten und Eingangsbereich erworben. Dies löst Kosten aus, die mit dem Hausgeld gedeckt werden.
  • Viele Verkäufer oder Makler bieten Wohnungen an, bei denen das Hausgeld sehr niedrig angesetzt ist. Dies führt dann, zum Ärger der Eigentümergemeinschaft, zu hohen Nachzahlungen, die am Ende der Abrechnungsperiode fällig werden. Aus diesem Grund ist es wichtig zu prüfen, ob es sich um eine Kostenfalle handelt oder der monatliche Betrag realistisch bemessen ist.
  • Beachten Sie, dass Sie das Wohngeld teilweise auch auf Ihre Mieter umlegen können. Das machen Sie über die Nebenkosten.

So prüfen Sie die Angemessenheit der monatliche Hausgeldrate

  • Bevor Sie sich dafür entscheiden, eine bestimmte Eigentumswohnung zu kaufen, fragen Sie nach der Höhe vom Hausgeld und lassen sich eine Aufschlüsselung über die Zusammensetzung der enthaltenen Kosten schicken.
  • Die Betriebskosten sollten unbedingt Heizkosten, Wasserkosten, Müllabfuhrgebühren, Versicherungskosten, evtl. Hausmeistergehalt, Ausgaben für die Gartenpflege und die Treppenhausreinigung enthalten. Zusätzlich sollten Sie auch bedenken, dass Instandhaltungskosten abgedeckt werden müssen. Dieser Posten bietet sich sehr an, als Kostenfalle benutzt zu werden. Zahlen Sie so wenig Hausgeld, dass davon gerade mal die Betriebskosten gedeckt sind, aber nicht die Instandhaltungskosten, ist die Rate einfach zu gering angesetzt.
  • Sie können herausfinden, wie teuer die Instandhaltung in den letzten Jahren war. Hierzu prüfen Sie die Wirtschaftspläne der vergangenen Jahre. Dort sehen Sie genau, was erneuert wurde. Sie sollten wissen, dass diese Kosten desto höher steigen, je älter ein Haus ist.
  • Es ist schwierig, pauschal zu sagen, welche Höhe beim Hausgeld angemessen ist. Zahlen Sie beispielsweise für eine Wohnung, die 200 qm groß ist, 200 Euro Hausgeld, so ist dies im Rahmen. Wichtig für die Höhe sind jedoch auch immer der Zustand und das Alter des Hauses.
  • Sind die Instandhaltungskosten im Hausgeld kaum berücksichtigt, so droht Ihnen eine hohe Sonderumlage. Dies können Sie nur vermeiden, wenn Sie aufmerksam prüfen, ob die Höhe angemessen ist. Eine Sonderumlage ist eine Zahlung, die jeder Eigentümer in der Eigentumsgemeinschaft zahlen muss, wenn die Instandhaltungsrücklage nicht ausreichend hoch ist und Reparatur- oder Sanierungsmaßnahmen durchgeführt werden müssen.
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