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Hausfassade dämmen - so machen Sie es richtig

In Zeiten explodierender Energiepreise ist es sinnvoll, das Übel an der Wurzel zu packen und rechtzeitig in eine Dämmung der Hausfassade zu investieren. Für Heimwerker bieten sich spezielle Dämmsysteme an, die es in jedem Baumarkt gibt.

Eine gut gedämmte Hausfassade sorgt für wohlige Wärme.
Eine gut gedämmte Hausfassade sorgt für wohlige Wärme.

Was Sie benötigen:

  • Wärmedämmverbundsystem
  • Bohrmaschine
  • Nageldübel
  • Reibebrett
  • Cuttermesser
  • Fuchsschwanz
  • Tellerspreizdübel
  • Hammer
  • Zahnkelle
  • Armierung
  • Malerkrepp
  • dauerelastische Fugenmasse
  • Quast

Dämmen der Hausfassade mit einem Wärmedämmverbundsystem

Ein Wärmedämmverbundsystem kann von jedem geübten Heimwerker angebracht werden. Achten Sie aber darauf, dass Sie nur Produkte verwenden, die aufeinander abgestimmt sind! Andernfalls kann es Ihnen passieren, dass die Funktionsfähigkeit und vor allem die Dämmwirkung der Hausfassade beeinträchtigt werden.

  1. Dübeln Sie zunächst mit sogenannten Nageldübeln eine U-Schiene an den Fuß der Fassade.
  2. Der Kleber wird mit einer Bohrmaschine + Rührquirl und Wasser nach Packungsangabe angerührt.
  3. Der angerührte Kleber wird zunächst an den Kanten der Dämmplatte aufgebracht, anschließend verteilen Sie mehrere Kleckse auf der Innenseite der Dämmplatte.
  4. Sie können den Kleber auch vollflächig mit einem Zahnspachtel auf der Dämmplatte verteilen, haben dann aber auch einen höheren Kleberverbrauch. Diese Methode eignet sich nur bei geraden Flächen, bei denen keine größeren Lücken im Mauerwerk ausgeglichen werden müssen.
  5. Setzen Sie die erste Platte auf die U-Schiene und klopfen Sie diese mit einem Reibebrett überall an der Hausfassade gut fest. Die nächsten Platten werden bündig daneben gesetzt.
  6. Die zweite und alle weiteren Reihen müssen versetzt angeordnet werden, damit die Fugen nicht aufeinandertreffen. Muss geschnitten werden, verwenden Sie am besten einen Fuchsschwanz oder ein scharfes Cuttermesser.
  7. An der Hausecke lassen Sie die Platte so weit überstehen, dass die anschließende Platte bündig mit dieser aufeinandertrifft.
  8. Die Platten werden zusätzlich an den Eckpunkten mit Tellerspreizdübeln gesichert. Bohren Sie zunächst mit der Bohrmaschine entsprechende Bohrlöcher.
  9. Versenken Sie die Tellerspreizdübel mit einem Hammer in den Bohrlöchern der Hausfassade.
  10. Spachteln Sie die Fassade mit der zugehörigen Spachtelmasse mit einer Zahnkelle ab.
  11. Drücken Sie das Armierungsgewebe überlappend in die frische Spachtelmasse. Das Gewebe sollte dabei glatt gezogen werden, damit keine Falten entstehen.
  12. In die Hausecken oder Fensterlaibungen werden spezielle Armierungen aus Metall gedrückt. Kleben Sie die Fensterrahmen vorher mit Malerkrepp ab, damit diese durch die aggressive Spachtelmasse nicht beschädigt werden.
  13. Tragen Sie anschließend eine weitere dünne Schicht der Spachtelmasse auf und ziehen Sie diese glatt ab.
  14. Anschlüsse zu Fenstern und Türen werden nach dem Trocknen mit einer dauerelastischen Fugenmasse ausgespritzt.

Das Wärmedämmverbundsystem mit einem Putz oder Klinkern versehen

  • Vor dem Aufbringen des Putzes ist ein Voranstrich mit einem Quast aufzutragen. Wenn Sie ungeübt sind, sollten Sie den Putz von einem Fachmann auftragen lassen. Es besteht sonst die Gefahr, dass der Putz ungleichmäßig aussieht und schlimmstenfalls wieder herunterfällt!
  • Wenn es in Ihrer Wohngegend erlaubt ist (vorher erkundigen bzw. Baugenehmigung einholen!), können Sie die Hausfassade auch mit Riemchenklinkern versehen und diese anschließend wie Fliesen verfugen.
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