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Hausarztmodell nutzen - das sollten Sie beachten

Die Krankenkassen wurden vom Gesetzgeber dazu verpflichtet, das sogenannte Hausarztmodell umzusetzten; leider halten sich bisher nicht alle Krankenkassen an diese gesetzliche Vorgabe. Das Hausarztmodell soll der besseren Koordination dienen und unnötige Mehrfachuntersuchungen des Patienten verhindern. Wenn Sie das Hausarztmodell nutzen wollen, müssen Sie dennoch Einiges beachten.

Das Hausarztmodell sollten Sie sinnvoll nutzen.
Das Hausarztmodell sollten Sie sinnvoll nutzen.

Was beim Hausarztmodell zu beachten ist

  • Die Teilnahme am Hausarztmodell ist stets freiwillig.
  • Sie verpflichten sich, denjenigen Hausarzt für mindestens 12 Monate zu besuchen, bei dem Sie sich in das Hausarztmodell eingeschrieben haben. Ein vorzeitiger Wechsel des Hausarztes ist nur unter besonderen Bedingungen möglich. Dazu zählt z.B. ein Wohnortwechsel oder ein grober Vertrauensmissbruch.
  • Eine Kündigung des Hausarztmodells ist mit einer Frist von 4 bis 6 Wochen vor Vertragsablauf möglich, die genauen Zeiten entnehmen Sie Ihren Vertragsunterlagen. 
  • Ebenso verpflichten Sie sich, sich aktiv an Ihrer Behandlung zu beteiligen (was Sie allerdings auch ohne dieses Modell tun sollten).
  • Sollte Ihr Hausarzt Urlaub haben, dürfen Sie im Vertretungsfall nur den von Ihrem Hausarzt angegebenen Vertretungsarzt aufsuchen.
  • Mit der Teilnahme am Hausarztmodell verpflichten Sie sich auch, erst Ihren Hausarzt aufzusuchen und andere (Fach-)Ärzte nur nach dessen Überweisung zu besuchen.
  • Sollten Sie die mit dem Hausarztmodell eingegangenen Bedingungen nicht einhalten, können Sie von der Krankenkasse aus diesem Modell wieder ausgeschlossen werden. 

Welche Vorteile das Modell bietet

  • Ziel des Hausarztmodells ist eine bessere Koordination des Patienten. Es soll nur einen Hausarzt geben, der die Überweisung zu Fachärzten (Orthopäden, Urologen etc.) ausstellt und von diesen dann auch wieder Rückmeldung bekommt. So laufen alle Fäden bei einem Hausarzt zusammen, Mehrfachuntersuchungen, die eine Belastung für den Patienten darstellen, können vermieden werden.
  • Ihr Hausarzt ist dadurch auch in der Lage, bei Anfragen bezüglich Reha oder Rente diese besser zu beantworten und dadurch die Wahrscheinlichkeit zu erhöhen, dass eine Reha oder Rente genehmigt wird.
  • Bei der zweijährlichen Gesundheitsuntersuchung dürfen je nach Krankenkasse auch mehr Blutwerte abgenommen werden.
  • Manche Krankenkassen befreien ihre Patienten auch von der Praxisgebühr, so dass für die teilnehmenden Patienten auch ein kleiner finanzieller Vorteil besteht. 
  • Leider sind die Hausarztvertäge nicht einheitlich, so dass Sie sich über die genauen Vertragsbedingungen informieren müssen. Sinnvoll ist die Teilnahme auf jeden Fall!!
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