- 18.03.2011 Dirk Markendorf
- Bauplanung
- Informationen zu Grundstück und Lage
- Verkehrsanbindung
Ein Haus unter fachgerechter Planung bauen
Ist schon ein Hauskauf mit finanziellen Risiken verbunden, so gestaltet sich die Entscheidung, ein Haus zu bauen, umso weitreichender aufgrund der entstehenden Kosten. Mit einer Checkliste für wichtige Aspekte und Kriterien, die beim Bauen eines Hauses anfallen, haben Sie zumindest ansatzweise über alle relevanten Posten und Kosten Übersicht, was Sie bares Geld sparen lassen kann.
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Neben den Kosten für das Haus haben Sie noch die Investition für das Grundstück selbst, auf dem Sie das Haus bauen möchten, zu kalkulieren. Die Preise variieren nach Lage und Standort des Grundstücks. Absolute Top-Lagen können mit bis zu 1.500,- Euro pro Quadratmeter veranschlagt werden. Die Regel, was die Kosten für ein Grundstück anbelangt, liegt dabei durchschnittlich zwischen 60,- und 300,- Euro pro Quadratmeter, je nachdem, ob Sie am Stadtrand oder in der Stadt bauen möchten.
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Daneben sollten Sie, wenn Sie ein Haus bauen möchten, 3,5% Grunderwerbssteuer als Fixum einplanen. Die Maklercourtage können Sie mit circa 2% der Grundstückskosten und zusätzlich mit ca. 3-6% für Notar- und Gerichtskosten einkalkulieren. Das bedeutet, Sie haben neben den Kosten für das Grundstück bereits circa 10% der Grundstückskosten als Fixum für Organisation und Erwerb der Immobilie zu tragen. Dabei sind noch keine Kosten für das Haus, das Sie bauen möchten, eingeplant.
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Bedenken Sie auch, dass bei einem Grundstück, das von eventuellen großen Bäumen befreit werden muss, damit Sie überhaupt ein Haus bauen und errichten können, pro Baum ebenfalls die Kosten für Sie in die Höhe schnellen. Erkundigen Sie sich darüber hinaus, ob bestimmte Bäume überhaupt entfernt werden dürfen, um den Bau des Hauses nicht komplett zu verhindern. Ihr Grundstück sollte demnach explizit auch als Bauland qualifiziert sein.
Die Kosten für die Errichtung richtig kalkulieren
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Neben den Kosten, die Sie für das Grundstück mit Grunderwerbssteuer, Makler und Notar fix einplanen sollten, umfasst die Errichtung des Hauses selbst den größten Anteil der entstehenden Kosten. Ein gewöhnliches Haus, das Sie bauen, kann mit circa 250.000,- Euro veranschlagt werden. Dieses betrifft ein Haus ohne Pool, Wintergarten und anderen Besonderheiten. Die Hälfte der Kosten entfällt dabei auf den Rohbau, die andere Hälfte der Investitionskosten kann für alle weiteren Arbeiten einkalkuliert werden.
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Je aufwendiger und markanter der Schnitt und Architektur Ihres Hauses ausgeprägt ist, desto höher die Kosten, denn für Schnitte und spezielle Wünsche müssen nötigenfalls neue Maschinen und Werkstoffe angefordert und verwendet werden.
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Je nach Stabilität Ihres Hauses können Sie verschieden hohe Kosten bzgl. der Konstruktion einplanen. Ein Haus aus Klinkersteinen oder Beton stellt einen anderen Kostenfaktor dar, als ein Haus zu bauen, dass mit Stahl stabilisiert wird oder gar noch einer Kombination aus verschiedenen Werkstoffen. Grob können Sie für die Konstruktion des Hauses mit einem Kostenfaktor von circa 70.000,- € rechnen .
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Neben dem Gebäude ist das Dach ein Kostenfaktor, der mit weiteren Arbeiten circa mit 12.000,- Euro veranschlagt werden kann. Dieses berücksichtigt allerdings keine überdurchschnittliche Dämmung, sodass Sie Energiekosten auf Dauer niedrig halten können.
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Je nachdem, wie die einzelnen Fensterfronten- und Arbeiten geplant sind, können Sie hier circa 25.000,- an Kosten berechnen. Auch hier sollten Sie sich zugunsten zukünftiger Ersparnis auseinandersetzen mit Energiesparmöglichkeiten, damit für Ihr Haus nicht über Jahre und Jahrzehnte zu hohe Energiekosten entstehen.
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Die Heizungsanlage kann mit circa 20.000,- Euro Kostenaufwand geplant werden. Überdenken Sie vernünftige und alternative Energieversorgungen wie Solar-Anlagen auf dem Dach und eine Pellet-Heizungsanlage, können Sie auf Dauer trotz vorab höheren Kosten über lange Zeit den Wert der Immobilie steigern und sparen darüber als Selbstversorger erhebliche Kosten für Energie und Strom. Eine autarke Ausrichtung Ihres Hauses macht Sie unabhängig von äußeren Faktoren. Ferner können Sie in das allgemeine Stromnetz Strom mit der Solar-Anlage einspeisen und mit Sonnenenergie noch verdienen. Erkundigen Sie sich bei den Solar-Anbietern entsprechend nach Möglichkeiten und Investitionskosten.
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Je nach Planung der äußeren Fassade sollten Sie hier mit Kosten in Höhe von circa 10.000-12.000,- Euro rechnen. Elektroinstallation und der Ausbau des Sanitärbereiches kann mit insgesamt circa 20.000-25.000,- als weitere große Posten beim Bauen eines Hauses einkalkuliert werden.
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Sämtliche Innenarbeiten wie Bodenverlegung, Fliesen, Mauerverkleidungen und Co. können Sie mit circa 30.000,- Euro in die Rechnung mit einfließen lassen.
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Vor Abnahme des eigenen Hauses sollten Sie mit einem Gutachter (Vereinbarung) die Arbeiten komplett begutachten lassen, um ein schlüsselfertiges Haus in Empfang zu nehmen.