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Hasen und ihre Lebensdauer - Wissenswertes zu Stallhasen

Hasen bzw. Kaninchen gehören zu den beliebtesten Heimtieren. Im Gegensatz zu vielen anderen Kleintieren ist ihre Lebensdauer mit bis zu 12 Jahren recht lang. Voraussetzung für ein hohes Lebensalter Ihrer Tiere ist aber auch die artgerechte Haltung.

Stallhasen haben besondere Bedürfnisse.
Stallhasen haben besondere Bedürfnisse.

Sie haben Hasen? Vor allem die großen Kaninchenrassen werden oft als Stallhasen bezeichnet. Das Wort Hase ist eine umgangssprachliche Bezeichnung für Kaninchen. Sie ist in sofern verwirrend, weil es hierzulande nur einen Hasen gibt - den hier heimischen Feldhasen. Da Sie diesen nicht als Haustier halten können und dürfen, ist im nachfolgenden Text trotz der Bezeichnung Hase immer das Hauskaninchen gemeint.

Hasen - Lebensweise und Lebensdauer

Kaninchen sind gesellige Tiere. Halten Sie sie deshalb unbedingt mindestens zu Zweit. Ein einsames Leben ohne Partner kann niemals artgerecht sein.

  • Auch das Platzangebot muss stimmen. Ihre Kaninchen möchten Hoppeln, Springen, Buddeln und sich auch aufrichten können, um auf den Hinterbeinen sitzend ihre Umgebung zu beobachten. Das ist in einem handelsüblichen Käfig nicht möglich, sodass nur eine Gehegehaltung - egal ob drin oder draußen - wirklich artgerecht sein kann.
  • Grundnahrungsmittel sind hochwertiges Heu und Wasser. Doch das reicht nicht aus. Frischfutter wie Grünzeug, Gemüse und ab und zu Obst sollten Sie täglich füttern. Zweige sind wichtig zur Beschäftigung und zum Abrieb der Zähne. Fertigfutter sollte möglichst getreidefrei sein. Leckerchen wie Joghurtdrops und Knabberstangen sind für Ihre Tiere ungesund.
  • Kaninchen haben eine Lebensdauer von 10 bis 12 Jahren. Extremzuchten werden oft nicht ganz so alt. Dazu gehören beispielsweise Zwergkaninchen und die großen sogenannten Stallhasen. 
  • Deutsche Riesen sind imposante Kaninchen, die Sie bei Landwirten oder Züchtern kaufen …

Haltungsanforderungen der Stallhasen

  • Stallhasen haben besondere Ansprüche. Das beginnt beim benötigten Platzangebot. Aufgrund ihrer Größe ist für die artgerechte Haltung ein großes Gehege notwendig. Ist dies zu klein, werden ihre Muskeln nicht ausreichend beansprucht. Sie verkümmern und es sind Haltungsschäden die Folge. Käfighaltung oder das übliche bäuerliche Einsperren in sogenannten Buchten ist Tierquälerei.
  • Die großen Kaninchen haben einen sehr hohen Energiebedarf. Dieser lässt sich kaum mit dem normalgroßer Kaninchen vergleichen, sodass für sie eine Heu-Wasser-Diät erst recht nicht in Frage kommt. Auch wenn es möglich ist, auch sie ohne Fertigfutter zu ernähren, ist im Krankheitsfall oder bei einem erhöhten Nahrungsbedarf eine Zufütterung manchmal sinnvoll. Dennoch müssen Sie bei Heu und Frischfutter bereits in Kilo-Mengen rechnen.
  • Da sie lange Zeit ausschließlich als Fleischlieferant genutzt wurden, wurden sie nur auf Größe und Gewicht gezüchtet. Sie sollten viel Fleisch abwerfen und deshalb möglichst groß und schwer sein. Die Gesundheit war weniger wichtig, denn sie sollten nur ihr Schlachtgewicht erreichen. Das macht sich noch heute in einer Instabilität des Herzkreislaufsystems bemerkbar, denn das Herz und andere Organe konnten mit dem Größenwachstum nicht mithalten.
  • Besonders im höheren Alter steigt die Stress- und Hitzeempfindlichkeit. Auch kleine Schreckmomente können unter Umständen einen tödlichen Herzschlag verursachen. Achten Sie deshalb nicht nur auf die artgerechte Haltung, sondern nehmen Sie gerade bei älteren Tieren Rücksicht auf ihre Empfindlichkeiten. Dann können auch Ihre Riesen die Lebensdauer der anderen Kaninchenrassen erreichen.
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