Kaninchen - umgangssprachlich auch gern Hasen genannt - sind sehr beliebte Haustiere. Leider werden die Ansprüche an die Haltung oft unterschätzt und sie fristen ihr Leben allein in einem winzigen Käfig. So können Sie es besser machen.
- 23.09.2011 Fini Lange
Was Sie benötigen
Dafür brauchen Sie beide Hände
Grundbedürfnisse von Hasen
- Hasen sind Hauskaninchen und stammen von den Wildkaninchen ab und haben die gleichen Bedürfnisse wie diese.
- Sie sind gesellig und möchten mit mindestens einem Artgenossen zusammenleben. Einzelhaltung ist Tierquälerei.
- Hasen möchten laufen und Haken schlagen, buddeln und auf erhöhten Plätzen die Umgebung beobachten. Dies ist bei der Haltung in einem kleinen Käfig kaum möglich.
Artgerechte Haltung der Langohren
- Halten Sie immer mehrere Hasen zusammen. Die Pärchenhaltung ist am einfachsten. Das Männchen sollte in diesem Fall natürlich kastriert sein.
- Halten Sie Ihre Hasen möglichst in einem großen Gehege. Zwei bis drei Quadratmeter pro Tier sollten mindestens zur Verfügung stehen. Wenn Sie Ihre Tiere in einem Käfig halten müssen, dann wählen Sie das größte Modell mit einer Grundfläche von 1,50 x 0,6 Meter und bieten Sie ihnen täglich mehrere Stunden Freilauf.
- Wasser und Heu sollten Ihren Hasen rund um die Uhr zur Verfügung stehen. Zusätzlich sollten Sie ihnen Grünfutter (z. B. Löwenzahn, Gräser, Kräuter) und abwechselnd verschiedene Gemüse- und Obstsorten anbieten (z. B. Möhren, Kohlrabi, Fenchel, Äpfel). Auch Zweige von Obstbäumen, Buche, Haselnuss und Weide werden gern gefressen und sind wichtig für die Abnutzung der Zähne.
- Kontrollieren Sie bei Ihren Tieren regelmäßig die Zähne und Krallen. Wenn sie zu lang werden, müssen sie gekürzt werden.
- Lassen Sie Ihre Hasen gegen Myxomatose und RHD impfen. Dies sind Krankheiten, die für ungeimpfte Tiere fast immer tödlich sind. Da die Erreger häufig auch über Mücken übertragen werden, schützt auch die Haltung in der Wohnung nicht vor einer Ansteckung.