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Hanf-Legalisierung in Deutschland - Pro und Contra

Wenn es ums Kiffen geht, blicken viele Deutsche neidisch nach Holland, denn dort ist der Genuss von Haschisch aus Hanf nicht illegal. Was aber spricht gegen und was spricht für eine Legalisierung in Deutschland?

Hanf ist ein Streitthema in Deutschland.
Hanf ist ein Streitthema in Deutschland.

Hanf - ein strittiges Thema

Viele Menschen kiffen, das ist ein Fakt. Manche tun es auf Partys, andere schlicht und einfach, um sich zu entspannen. Joints zu rauchen, gilt als harmlos und gesellschaftlich weitaus weniger verwerflich als beispielsweise das Schnupfen von Kokain oder auch der übermäßige Konsum von Alkohol. Dennoch verhält es sich in Deutschland so, dass der Konsum von Haschisch, eines aus der Hanfpflanze extrahierten Harzes, nicht erlaubt ist und der Besitz sowie der Verkauf strafbar sind. Der Anbau von Hanf an sich ist für größere landwirtschaftliche Betriebe legal, aber auch nur dann, wenn der THC-Gehalt der Pflanzen so gering ist, dass daraus kein Haschisch gewonnen werden kann. Dieses Hanf darf nur zur Faserproduktion verwendet werden. Diese strengen Gesetze gefallen natürlich nicht allen und es wird immer wieder auf die Niederlande verwiesen, wo es in den sogenannten "Coffee Shops" seit langer Zeit gang und gäbe ist, in aller Öffentlichkeit zu kiffen. Doch bisher hat sich das niederländische System in Deutschland nicht durchsetzen können - aber warum eigentlich nicht?

Argumente gegen die Legalisierung von Haschisch

  • Viele Ordnungsinstanzen sind sich einig, dass der Konsum des aus der Hanfpflanze gewonnenen Haschisch immer noch ein Einstieg in eine ernsthafte Suchtkarriere sein kann. Studien belegen, dass viele Menschen, die später bei härteren Drogen landen, mit "harmlosem" Gras begonnen haben.
  • Dazu kommt, dass es belegbare gesundheitliche Schäden gibt, die durch Kiffen hervorgerufen werden können. So gibt es die sogenannte "Cannabis-Psychose", es sollen aber auch andere psychische Störungen mit dem Kiffen zusammenhängen.
  • Zu guter Letzt birgt Cannabis ein gewisses Suchtpotenzial. Das tun Alkohol und Nikotin zwar auch, aber viele Haschisch-Gegner meinen, man müsse ja nicht noch eine weitere gefährliche Substanz freigeben.

Das spricht für die Legalisierung in Deutschland

  • Ein Argument hängt eng mit einem Argument der Gegner der Legalisierung zusammen, denn viele meinen, dass Cannabis weitaus weniger gefährlich sei als die anderen erlaubten Substanzen. Wäre der Konsum nicht mehr illegal, würden manche Menschen eher kiffen als zu trinken oder zu rauchen und so möglicherweise "ihre Gesundheit schonen".
  • Hanf ist Ihnen sicherlich als Rauschmittel Cannabis bekannt. Es gibt jedoch auch …

  • Dazu kommt, dass der Reiz des Verbotenen verschwinden würde, sobald die Legalisierung beschlossen würde. Das bedeutet, dass niemand mehr kiffen würde, einfach um etwas zu tun, das nicht erlaubt ist. Diesen Faktor darf man nicht unterschätzen.
  • Zudem würde gewissermaßen auch eine Entkriminalisierung stattfinden. Ohne die Illegalität des Stoffes würde auch der ebenfalls illegale Markt dafür einbrechen, was bedeutet, dass mit Haschisch nicht mehr gedealt würde und es auch keine Beschaffungskriminalität mehr gäbe. Man könnte den Stoff dann ganz legal an der Ladentheke kaufen, die zwielichtige Komponente fiele weg.
  • Zu guter Letzt wird Cannabis immer wieder bestätigt, auch eine positive medizinische Wirkung zu haben, beispielsweise bei Spastiken, aber auch bei Nebenwirkungen von Chemotherapien. So wird von vielen Befürwortern einer Legalisierung zumindest eine medizinische Teilfreigabe der Droge verlangt. 
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