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Handyvertrag unter 18 - das sollten Sie als Eltern beachten

Mobiltelefone sind heute aus dem täglichen Kommunikationsverkehr nicht mehr wegzudenken und so ist es nicht verwunderlich, dass auch Kinder über Mobiltelefone verfügen. Umfragen zufolge verfügen neun von zehn Jugendlichen unter 14 Jahren über ein eigenes Handy. Die Einsatzbereiche der modernen Handys haben sich sehr erweitert, sodass selbst ein Internetaufruf über das Handy keine Schwierigkeit mehr bedeutet. Eltern stehen nun vor der großen Herausforderung, zu überlegen, welcher Handyvertrag für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren geeignet ist.

Handys können hilfreich sein.
Handys können hilfreich sein.

Ein Handyvertrag kann auch Vorteile bieten

  • Die Herausforderung, einen geeigneten Handvertrag für Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren zu finden, ist nicht leicht, denn die Angebote der verschiedenen Handyanbieter übertrumpfen sich derart, dass man den Überblick sehr schnell verliert. Da fragt sich so mancher, ob es für unter 18-Jährige überhaupt notwendig ist, auf einen Handyvertrag zurückzugreifen oder ob lieber eine Prepaidkarte verwendet werden sollte.
  • Wozu benutzen unter 18-Jährige ein Handy überhaupt? Umfragen zufolge steht für Jugendliche unter 18 Jahren zunächst das Telefonieren an erster Stelle. Dem folgt gleich im Anschluss das Versenden von SMS. Nur ein verschwindend geringer Teil der Jugendlichen unter 18 nutzen ihr Handy fürs Internet, um E-Mails zu verschicken oder Apps aufzurufen. Begehrter ist es dagegen, mit dem Handy Fotos und Filme zu machen, Musik zu hören oder die Weckfunktion zu nutzen.
  • Wenn man diese Gebrauchsmerkmale zugrunde legt, kann man davon ausgehen, dass ein Handy bzw. ein Handyvertrag für Jugendliche unter 18 Jahren nur bestimmte Optionen beinhalten muss. Dennoch bleibt die Frage, welche Gründe für ein Prepaidhandy bzw. einen Handyvertrag sprechen. Grundsätzlich spielt auch die Aufsichtspflicht bei der Auswahl eines Handys für Jugendliche und Kinder eine Rolle.
  • Natürlich muss auch unterschieden werden, wie alt das Kind bzw. der Jugendliche ist, dem ein Handy bzw. ein Handyvertrag zur Verfügung gestellt werden soll, denn je älter ein Kind ist, desto mehr Funktionen wird es nutzen wollen und umso mehr muss es lernen, mit einem Handy umzugehen. Allerdings können Handys mit zu vielen Funktionen jüngere Kinder sehr schnell überfordern. Deshalb sollte in jedem Fall neben einem "coolen" Design auch eine klar erkennbare Menüstruktur vorhanden sein, die sich auf die wesentlichen, benötigten Funktionen beschränkt.
  • Viele Händler bieten so genannte "Kinderhandys" an, die neben einer normalen Telefon- und SMS-Funktion noch über eine Notruf- und Elternruffunktion verfügen. Allerdings werden sich junge Heranwachsende nicht mit einem "Kinderhandy" anfreunden können und da bleibt nur die Qual der Wahl, unter allen Angeboten das einfachste Handy, mit den entsprechenden Funktionen herauszusuchen.

Handyverträge für unter 18-Jährige können sinnvoll sein

  • Die Frage, ob Sie sich für ein Prepaid- oder ein Vertragshandy entscheiden, sollten Sie davon abhängig machen, inwieweit der Prepaidanbieter Ihnen einen Notruf bzw. einen Elternruf garantieren kann. Das heißt: Zwar sind Sie mit dem Prepaidtelefon auf der kostensicheren Seite, denn es können nur bereits bezahlte Telefonate geführt werden, jedoch duldet nicht jedes Prepaidhandy einen kostenfreien Elternruf außerhalb der bereits vertelefonierten Kosten.
  • Ein Handy für unter 18-Jährige sollte aber genau dann funktionsbereit sein, wenn es darum geht, in einer Notsituation um Hilfe rufen zu können bzw. die Eltern zu benachrichtigen. Wenn in einem solchen Fall das Guthaben bereits "vertelefoniert" ist, bietet oft nur der kostenfreie Notruf bzw. Elternruf den ersehnten Kontakt. Ein Handyvertrag kann da sehr hilfreich sein. Allerdings sollten Sie bei einem Handyvertrag auf einige Vertragsklarheiten achten.
  • Achten Sie bei dem Handyvertrag für Ihren Jugendlichen unter 18 darauf, dass ungewünschte Telefonnummern, wie z. B. kostenpflichtige 0900 Nummern gesperrt werden. Dafür sollten Anrufe zu den Eltern jedoch jederzeit kostenlos geführt werden können. Sprechen Sie mit Ihrem Kind deutlich ab, wie viel Budget monatlich "vertelefoniert" werden darf und verpflichten Sie den Anbieter vertraglich, diese Konsumhöhe einzuhalten, d. h. Sie bestimmen einen monatlich festgesetzten Zahlungsrahmen.
  • In der Regel finden Sie unter den zahlreichen Handyverträgen den Hinweis auf eine so genannte "Flatrate". Diese kann von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich gehandelt werden, indem mehr Telefonate oder mehr SMS innerhalb eines bestimmten monatlichen Budgets genutzt werden können. Klären Sie, was in Ihrem Fall mehr benötigt wird, um dementsprechend den Vertrag abzuschließen. Achten Sie vor allem darauf, dass Sie den Handyvertrag ggf. flexibel kündigen können.
  • Befragen Sie den Handyanbieter, mit welcher Technik das Handy geortet werden kann. In der Regel werden dazu die GSM-Ortung oder die GPS-Ortung eingesetzt. Es kann durchaus zu Situationen kommen, z. B. wenn sich Ihr Jugendlicher verlaufen oder mit der Bahn verfahren hat, in denen Ihnen die Ortung des Handys weiterhilft. Sprechen Sie mit Ihrem Jugendlichen den Sinn und Zweck dieser Funktion durch.
  • Bevor Sie den Handyvertrag für Ihr Kind abschließen, sollten Sie sich nach einem "Handykurs für Kinder" erkundigen. Es gibt z. B. eine Lernsoftware, die Sie gemeinsam mit Ihrem Kind erarbeiten können, damit Ihr Kind einen verantwortungsvollen Umgang mit seinem Handy erlernt. Eine sehr bekannte Lernsoftware ist die von dem Handykurs mit "Polly und Fred". Auch Ihren Jugendlichen unter 18 sollten Sie in einem persönlichen Gespräch auf ein verantwortungsvolles Benutzen des Handys hinweisen.



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