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Handyverbot an Schulen - Pro und Contra

Vielerorts wird über ein Handyverbot an Schulen diskutiert. Es gibt sehr viele gute Argumente, warum dies auf politischer Ebene durchgesetzt werden könnte. Lesen Sie hier die Pro- und Contra-Argumente.

Sollen Handys an Schulen verboten werden?
Sollen Handys an Schulen verboten werden?

Der Hauptgrund dafür, warum Politiker darüber diskutieren, ein Handyverbot an Schulen durchzusetzen, sind brutale Handyvideos, die unter den Schülern ausgetauscht werden sollten. Es gibt neben vielen Contra- auch einige Pro-Argumente, warum Schüler Handys benötigen.

Pro-Argumente für das Handyverbot an Schulen

  • Eines der Pro-Argumente für ein Handyverbot ist, dass Handys, wenn sie läuten und wenn damit telefoniert und gespielt wird, den Unterricht stark stören. Die Schüler werden vom Unterricht abgelenkt und der Unterricht muss wieder neu gestartet werden. Es wird für den Lehrer und für die Schüler mühsam, gedanklich am Ball zu bleiben.
  • Ein weiteres Argument ist es, dass in den Pausen auch kaum mehr normale Gespräche zwischen den Schülern stattfinden. Hier werden lieber Schüler angerufen und man telefoniert miteinander. Sogar mit Freunden, die sich nur ein paar Meter entfernt befinden. So werden die Schüler faul und bewegen sich kaum noch.
  • Durch einen Mangel an persönlichen Gesprächen und Treffen brechen Freundschaften und Beziehungen zusammen, Mobbing entsteht leichter. Denn diejenigen, die man nicht mehr persönlich gut kennt, die kann man leichter ausgrenzen.
  • Ein weiteres Argument ist, dass sich Kinder aus sozial benachteiligten Familien keine modernen Handys und Handyverträge leisten können. So kann Neid zwischen den reicheren und ärmeren Schülern entstehen. 

Contra-Argumente für in Mobiltelefonverbot

  • Wenn Sie die Rechner von verschiedenen Schülern durchsuchen würden, dann fänden Sie mit Sicherheit viel Abartiges, so auch in den Schränken. Ein Durchsuchen dieser Schülerbesitztümer sollte höchstens den Eltern überlassen sein. PCs und Schränke sollen weiterhin erlaubt sein an Schulen. Warum muss man dann mit Handys ganz anders umgehen?
  • Ein weiterer Grund gegen das Verbot ist das Vermeiden einer Hysterie bezüglich dieser sogenannten Happy Slapping Filmchen. Ohne dabei das Thema zu verharmlosen, könnte man doch zu dem Schluss kommen, dass es hier gar keine wirkliche qualitative Analyse dieser Videos. Außerdem kursieren diese Dinge auch im Internet und sind damit für alles auch nach einem Verbot frei zugänglich.
  • Die meisten Videos seien außerdem gestellt, so der britische Medienforscher Graham Barnfield. Er ist auch der Ansicht, dass durch die Filme keine neue Gewalt entsteht, sondern höchstens sichtbar gemacht wird. Schließlich gab es die Gewalt schon immer, nur nicht so viele Kameras wie heute. 
  • Den meisten Schulen geht es bei dieser Thematik hauptsächlich um das Image, da sie durch Bekanntwerden solcher heikler Sachen ins schlechte Licht geraten. Die "armen" Kinder stehen dabei nicht im Vordergrund.
  • Das Totschlagargument aller Verbotsbefürworter ist die Frage, wofür Schüler überhaupt Handys benötigen. Es ist für die Jugend heutzutage sehr wichtig, immer miteinander zu kommunizieren. Nur weil dies manchem überflüssig vorkommt, muss es doch nicht gleich verboten werden. 
  • Auch das Contra-Argument, dass die Schule kein Ort für das Telefonieren sei, ist nicht sehr überzeugend. Schließlich wird heute überall telefoniert, auch an anderen Orten, die dafür eigentlich genauso ungeeignet scheinen, wie Baumärkte, Friseursalons und öffentliche Einrichtungen.  
  • Man könnte auch sagen, dass Menschen die Kamerahandys lediglich für sinnloses Zeug halten. Dabei wird aber vergessen, dass ganze Onlineredaktionen von solchen Schnappschüssen existieren. Fotohandys fördern jedenfalls auch die Kreativität der Schüler, genauso wie andere Dinge, darunter das Basteln und Zeichnen als Unterrichtsfächer an Schulen. 
  • Sogar das Schreiben von Kurzmitteilungen können Sie als kreativ ansehen. Manche Oberstufenschüler tippen hier sehr spannende und authentische Nachrichten hinein als das, was an Literatur von so manchen Literaturhäusern veröffentlicht wird. 
  • Die Handys sind heute unverzichtbare Notizzettel, wertvolle Fotoalben, mit vollem Terminkalender und erinnern manche Schülerin auch daran, die Pille einzunehmen.
  • Das Handyverbot würde in erster Linie die Eltern bestrafen. Dies sind nämlich diejenigen, die ständig anrufen und wissen wollen, wo sich ihre Sprösslinge derzeit aufhalten. 
  • Groß angelegte Taschenkontrollen der Lehrer und deren Geschrei, weil sich Schüler unter der Bank sitzend Kurzmitteilungen schreiben, stören den Unterricht länger als Mobiltelefone. An den Unis stört das niemanden, wenn ein Handy klingelt. Die Professoren ignorieren dies sympathisch-arrogant.

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