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Hammerzehenoperation - so bereiten Sie sich richtig auf die OP und die Zeit danach vor

Sie stehen kurz vor einer Hammerzehenoperation. Doch bevor Sie zum OP-Termin schreiten, sollten Sie einige Vorbereitungen treffen, um nach der Operation nicht unvorbereitet auf die Belastungen zu treffen, die auf Sie unweigerlich zukommen.

Eine Hammerzehe führt zu schmerzhaftem Schongang.
Eine Hammerzehe führt zu schmerzhaftem Schongang.

Was Sie benötigen:

  • 1 Unterarmstütze
  • 1 Paar Vorfußentlastungsschuhe
  • 1 Paar Kompressionsstrümpfe
  • Haushaltshilfe (optional)

Eine Hammerzehe ist eines der häufigsten vorkommenden Deformitäten der Zehengelenke. Meistens ist die zweite Zehe neben der Großzehe vom "Hammerzehenphänomen" betroffen. Eine Hammerzehenoperation dient der therapeutischen Korrektur dieser Fehlstellung. Diese Fehlstellung äußert sich in einer dauerhaften und krallenartigen Beugung der Zehe, welche zu einem schmerzhaften Schongang führt, die sich der Patient wegen der Zehe dauerhaft angewöhnt.

Was Sie vor einer Hammerzehenoperation beachten müssen

  • Vor der Operation wird der, Sie während der Operation begleitende, Anästhesist mit Ihnen Ihre medizinische Vorgeschichte durchbesprechen und Ihnen etwas Blut abnehmen. Dadurch kann der Arzt die für Sie richtige Narkoseart auswählen
  • Eine Hammerzehenoperation (Digitus Malleus Korrektur) wird in einer Spinalanästhesie oder unter einer Vollnarkose durchgeführt. Das heißt, dass Sie am Vorabend vor der Operation in jedem Fall nüchtern sein sollten, da nicht auszuschließen ist, dass auf die Narkosemittel Übelkeit entsteht.
  • Zu beachten ist auch, dass eingenommene Koagulanzien (blutgerinnungshemmende Medikamente) zur Hemmung der Blutgerinnung schon eine Woche vor der OP abgesetzt sein sollten. Das wären beispielsweise Marcumar oder ASS (Acetylsalicylsäure). Würden Sie solche Mittel weiter einnehmen, könnten ungeahnte Komplikationen bei entstehenden Blutungen eintreten.
  • Ihr behandelnder Arzt wird auch im Vorfeld mithilfe der Röntgendiagnostik, die für Sie geeignete Behandlungsmethode auswählen. Eine normale Hammerzehenkorrektur dauert in der Regel ca. 20 Minuten pro Zehe.
  • Normalerweise wird das Operationsfeld für die Operation rasiert, das können Se ebenfalls schon selbst zu Hause erledigen. Rasieren Sie dazu Ihr gesamtes Bein mindestens bis zum Knie. 
  • Da Sie nach der Operation nicht zu viel laufen sollten, sorgen Sie schon vor der OP für eine Hilfe, die für Sie die nötigen Besorgungen machen kann.

Dies passiert nach einer Digitus-Malleus-Korrektur

  • Nach der Operation neigt Ihr Vorfuß zu Schwellungen und zur Bildung von Blutergüssen (Hämatomen). Und wenn die OP geglückt ist, ist die Hammerzehe vollständig korrigiert.
  • Am ersten Tag nach der Hammerzehenoperation steht bereits eine Kontrolluntersuchung an. Während der darauf folgenden Woche erfolgen mehrere Verbandswechsel. Zusätzlich wird dabei meist ein Kompressionsverband angelegt. Die Fäden werden zwischen 10 und 14 Tagen nach der Operation gezogen. Eine Röntgenaufnahme dokumentiert ebenfalls in der ersten Woche den Operationserfolg.
  • Etwa drei Wochen nach der Hammerzehenoperation wird ein eventuell eingearbeiteter Draht in der Regel schmerzfrei gezogen.
  • Sie selbst benötigen in den ersten drei Wochen eine Unterarmstütze und einen speziellen Vorfußentlastungsschuh, den Sie aber bereits in Absprache mit Ihrem behandelnden Arzt auf Rezept erhalten werden. Mit solch einem Spezialschuh können Sie lediglich Ihren Fersenbereich voll belasten, der Vorfuß aber wird dabei entlastet.
  • Wie bereits erwähnt, dürfen nach der OP keine größeren Wegstrecken zurückgelegt werden. Zudem sollten Sie den Fuß hoch lagern, um eine zu größere Schwellung zu vermeiden. Auch Behandlungen mit Eispacks helfen Ihnen dabei, die Schwellung zu reduzieren.
  • Da nach Abklingen der Narkose die Nerven in der Regel wieder auf Schmerzen reagieren, erhalten Sie noch für etwa eine Woche lang Schmerzmittel. Ein angrenzender Rehabesuch ist normalerweise bei einer Hammerzehenoperation aber nicht erforderlich.
  • In der Regel werden Sie eine ca. zwei Zentimeter lange Narbe auf dem operierten Zehenrücken zurückbehalten. Aber normalerweise wird solch eine Narbe innerhalb von sechs Monaten fast unsichtbar verheilen.
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