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Halbsynthetisch - der Begriff einfach erklärt

Halbsynthetische Kunststoffe, halbsynthetische Drogen, halbsynthetische Zellkombinationen - das Begriffspaar synthetisch und halbsynthetisch begegnet nicht nur Physikern und Chemikern in regelmäßigen Abständen. Auch der Normalbürger sieht sich immer wieder mit jener Begrifflichkeit konfrontiert, so beispielsweise auf den Etiketten seiner neuen Kleidungsstücke. Doch was bedeutet der Ausdruck halbsynthetisch überhaupt und was unterscheidet ihn vom Synthetischen? Alles Wissenswerte dazu finden Sie hier.

Die Biochemie beschäftigt sich mit Synthese.
Die Biochemie beschäftigt sich mit Synthese.

Was die Synthese ist

  • Stellen Sie sich die Synthese als eine Art chemisches Verfahren vor, bei dem aus bestimmten Stoffen oder Stoffverbindungen neue Stoffe beziehungsweise neue Stoffverbindungen hergestellt werden. Die Totalsynthese meint dabei die Herstellung eines Naturstoffes ohne die Nutzung jener Zwischenprodukte, welche während der Biosynthese anfallen.
  • In der Chemie bedeutet das, bestimmte Moleküle reagieren miteinander, um eine weitaus kompliziertere Verbindung als die Ausgangsverbindung zu schaffen, welche nicht mehr in ihre Einzelteile zu zerlegen ist.
  • In der Biologie dagegen, das meint vor allem in der Biochemie und der Physiologie von Lebewesen, können Sie sich die Synthese als Zerlegungsverfahren einzelner Teile des Gesamtorganismus merken, welche schließlich isoliert und rekombiniert werden.

Halbsynthetische und vollsynthetische Stoffe

  • Als halbsynthetische Stoffe erkennen Sie natürliche Verbindungen, die zu einer anderen Verbindung umgewandelt werden. Das geschieht entweder durch die Zufügung anderer künstlich hergestellter Stoffe oder durch die chemische Veränderung der Stoffbasis.
  • Synthetische Stoffe unterscheiden Sie insofern von den halbsynthetischen, dass sie sich anders als oben beschrieben nicht auf einer natürlichen Basis gründen, sondern komplett künstlich hergestellt werden.
  • Im Bezug auf Drogen können Sie sich das Verfahren folgendermaßen vorstellen: Morphin beispielsweise lässt sich zu Heroin wandeln, indem man Essigsäure unter Wasserentzug setzt. Jenes Verfahren macht das Heroin zu einer halbsynthetischen Droge, weil seine Ausgangsbasis mit dem Morphin eine natürliche ist.
  • Halbsynthetische Kunststoffe gewinnen Sie ähnlich dessen durch die Modifikation von natürlichen Polymeren wie Zellulid. Von Haus aus künstlich basierte Kunststoffverbindungen dagegen bezeichnen Sie als synthetisch beziehungsweise vollsynthetisch.

Falls Sie sich noch weiter für das Thema interessieren kann Ihnen nur zu einschlägiger Fachliteratur aus der Biochemie geraten werden. Zwar ist die Herstellung von synthetischen und halbsynthetischen Stoffen eine durchaus komplizierte Thematik, interessant ist sie aber alle mal.

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