- Stielkamm
- Abtrennscheibe und kleinen Clip
- Haarklammern und Clipse zum Abteilen
- Schere zum Schneiden der Bondings (vorgefertigte Strähnen)
- Wärmeconnector (Spezielle Zange - im Fachhandel)
- Zange zum eventuellen Ausformen der Bondings
- Je nach Stärke des Eigenhaares zwischen 75 und 200 farblich passende Strähnen
- eine geduldige Freundin (zum Mithelfen)
Extensions im Alleingang anzubringen, sollten Sie gar nicht erst versuchen - es ist außerordentlich schwierig, die Verlängerungen passgenau am Hinterkopf anzubringen. Deshalb sollten Sie unbedingt auf die Unterstützung einer Freundin zurückgreifen.
Die sogenannten „Keratin (Grundsubstanz der Haare und Nägel) -Extensions (Verlängerungen)“, die aus „vorgebondeten“ (vorgeknüften) Strähnchen bestehen, werden mittels einer Wärmezange (Connector) im eigenen Haar angebracht und halten dann etwa 4 Monate. Danach müssen sie entfernt werden.
So bringen Sie Haarextensions in Eigenregie an
- Legen Sie die oben angegebenen Utensilien griffbereit vor sich auf den Tisch.
- Nun teilen Sie mit dem Stielkamm den Oberkopf ab - die Haare werden mit einer oder mehreren Klammern so festgesteckt, so dass sie während des gesamten Arbeitsvorgangs nicht hindern.
- 2cm über dem Nackenhaaransatz teilen Sie einr Haarreihe ab - sie darf auf keinen Fall bearbeitet werden! Sie benötigen sie, um später die Haare problemlos zusammenbinden oder hochstecken können.
- Die darüberliegenden Haare stecken Sie ebenfalls fest, damit Sie ungehindert die Extensions anbringen können.
- Teilen Sie hiervon nun eine Eigenhaarsträhne, die etwa die Stärke der Extension hat, ab. Diese Extension wird nun ca. 1,5cm von der Kopfhaut entfernt, unter die eigene Haarsträhne gelegt.
- Bei den folgenden Schritten ist es ratsam, sich die Unterstützung eine Freundin zu holen, denn es muss sorgfältig und zügig gearbeitet werden!
- Mit dem Wärmeconnector schmelzen Sie das Bonding an der Stelle, an der das Haarbündel gefasst ist, für 3, höchstens aber 5 Sekunden, bis es „aufblubbert“.
- Das Bonding wird nun mit den Fingern vorsichtig ausgerollt und in die Mulde der Kompressionszange gelegt. Nun drücken Sie die Zange sehr fest zu - achten Sie darauf, dass das Bonding fest mit dem Eigenhaar verbunden ist, damit später kein Wasser eindringen kann.
- Die Punkte 5, 7, 8 wiederholen Sie nun Strähne für Strähne. Haben Sie die erste Haarreihe fertig, wiederholen Sie den Vorgang mit der nächsten Haarreihe - versetzen Sie die „Schweißstellen“, damit das Haar später nicht „angeklebt“ wirkt.
- Zum seitlichen Haaransatz müssen immer ca. 2cm frei bleiben, beim Frisieren eines Zopfes soll nicht erkennbar sein, dass Haarverlängerungen zum Einsatz kamen.
- Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Haar genügen Volumen aufweist, fahren Sie mit dem Einbringen der Bondings - jedoch nun mir mehr Abstand zueinander (damit das Haar gleichmäßig lückenlos fällt und man keinen Übergang erkennen kann) - reihenweise fort, bis zur Linie des abgetrennten Oberhaares.
- Glätten Sie nun vorsichtig, am besten mit einem grobzinkigen Kamm, Ihr eigenes Haar mit den eingebrachten Stähnen - kürzen Sie dann die Verlängerung auf die Länge Ihres Eigenhaares.
- Haarverlängerungen können, vorausgesetzt es sind Echthaar-Extensions, genauso gepflegt werden, wie „normales“ Haar. Empfehlenswert sind milde Shampoos und Spülungen ohne Alkohol ( gibt es auch speziell für Extensions - sind aber verhältnismäßig teuer).
- Haarverlängerungen sollten öfter und etwas vorsichtiger als Echthaar gekämmt werden, um ein Verfilzen zu vermeiden. Hierzu gibt es im Handel spezielle Bürsten, Sie können aber ohne Bedenken normale, mittelharte Bürsten verwenden. Vor dem zu Bett gehen sollten Sie das Haar zu einem Zopf flechten, damit das Haar während des Schlafs nicht unnötig geknickt wird.

