Haare schneiden mit einer Friseurausbildung

Die beste Möglichkeit, Haare schneiden zu lernen, ist eine Ausbildung zum Friseur/zur Friseurin. Folgende Vorrausetzungen sind wichtig, um einen geeigneten Ausbildungsplatz zu finden.

  1. Um von der Tätigkeit eines Friseurs nicht enttäuscht zu werden und größere Chancen zu haben, einen Ausbildungsplatz zu finden, ist es empfehlenswert, ein Praktikum zu absolvieren. So können Sie in den Beruf reinschnuppern und sich ein gutes Bild von den Tätigkeiten in einem Friseursalon machen.
  2. Schulische Voraussetzung ist ein Haupt- oder Realschulabschluss. Die Ausbildung dauert 3 Jahre. Neben den fachgerechten Schulfächern, die an der Berufsschule unterrichtet werden, sollten Sie einigermaßen gute Noten in Mathematik, Chemie und Biologie mitbringen.
  3. Eine Grundvorrausetzung für eine gute Ausbildungsstelle ist Kontaktfreudigkeit. Sie sollten gerne mit Menschen umgehen und den Wunsch haben, Kunden zu bedienen und zu beraten. Denn es werden nicht nur Haare geschnitten - ein guter Friseur ist auch ein guter Zuhörer und Berater.
  4. Sie sollten nicht allzu schüchtern und introvertiert sein. Ein selbstsicheres und selbstbewusstes Auftreten ist in diesem Beruf sehr wichtig.
  5. Spaß am Haar und Interesse in allem, was mit Kosmetik zu tun hat, ist außerdem sehr wichtig. Sie werden in der Ausbildung nicht nur schneiden lernen, sondern auch im Bereich kosmetische Behandlung und kosmetische Produkte geschult. Da dieser Beruf sehr vielseitig ist, beschäftigt sich ein Teil der Ausbildung  zudem mit dekorativer Kosmetik, Typberatung und Hautpflege.
  6. Ein wichtiger Punkt im Friseurhandwerk ist Kreativität. Haare schneiden folgt keinem vorgeschriebenen Muster. Zu jedem Menschen passen verschiedene Frisuren und ein gutes und kreatives Auge für passende Haarschnitte macht einen guten Friseur aus.

So lernen Sie schnell, Frisuren zu gestalten

Sie werden nicht vom ersten Tag an auf die Kundschaft "losgelassen" und Haare schneiden. Bis Sie eine Schere in die Hand nehmen dürfen und die ersten Schnitte und Frisuren gestalten können, bedarf es einiger Geduld. Wie man so schön sagt: Lehrjahre sind keine Herrenjahre. Mit diesen Hinweisen wird Ihr Chef Sie schnell an die Kundschaft heranführen.

  1. Zeigen Sie Interesse am Beruf. Sie können sehr viel mit den Augen "stehlen". Ein guter Lehrling verkriecht sich nicht in der Ecke, sondern steht neben den Angestellten und dem Chef und schaut bei der Arbeit zu. So können Sie sich schnell ein Bild von der Haarschneidetechnik machen.
  2. Führen Sie die Ihnen zugeteilten Arbeiten gewissenhaft aus, auch wenn es in den ersten Monaten eher monotone Arbeiten sind.
  3. Bieten Sie Ihre Arbeitskraft Ihrem Chef und Ihren Kollegen an. Lassen Sie sich nicht zu jeder Arbeit auffordern. Schauen Sie, welche Dinge Sie ohne Aufforderung erledigen können. Das ist z. B. Kundenempfang und Betreuung (Anbieten von Zeitungen, Getränken, Jacke abnehmen).
  4. Ziemlich schnell lernen Sie Haare waschen, Farbe auftragen und -wickeln - fragen Sie ruhig immer wieder nach, ob Sie dies an Kunden probieren können.
  5. Suchen Sie sich selbstständig Modelle. Hier bietet sich jeder aus der Familie an. Schlagen Sie Ihrem Chef diese Modelle vor und fragen Sie ihn nach der Möglichkeit, bei diesen Modellen das Schneiden zu üben. In Form von Übungsabenden wäre dann auch genug Zeit, in der Sie das Schneiden lernen können.

Zeigen Sie Ihrem Chef, wie gerne Sie ein guter Friseur werden möchten. Mit viel Engagement und Interesse und einer guten Einstellung zur Arbeit wird Ihr Chef Sie schnell an die Seite nehmen und Ihnen die Schere in die Hand drücken und aus Ihnen wird ein guter Friseur.