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Gute Verträge - so lassen Sie sich beim Arbeitsvertrag nicht über den Tisch ziehen

Gute Arbeitsverträge sind nicht nur das Ergebnis von Angebot und Nachfrage am Arbeitsmarkt. Die Qualität der Verträge bestimmt sich vor allem auch nach Ihrer Persönlichkeit und Qualifikation. Verhandeln Sie das Optimum.

Gute Bewerber haben immer ihre Chance.
Gute Bewerber haben immer ihre Chance.

Gute Verträge sind nicht unbedingt realistisch, wenn es mehr Bewerber als offene Stellen gibt oder nur auf bestehende und keinen Spielraum erlaubende Tarifverträge verwiesen wird. Dann müssen Sie akzeptieren, was der Arbeitgeber anbietet. Besteht umgekehrt Bewerbermangel oder verfügen Sie über eine herausragende Persönlichkeit und berufliche Qualifikation, sollten Sie einen individuellen Arbeitsvertrag aushandeln.

Gute Vorabinformation bestimmt Verhandlungsführung

  • Information ist alles. Wenn Sie gute Verträge verhandeln wollen, sollten Sie wissen, was Sie realistischerweise fordern dürfen. Informieren Sie sich so gut als möglich über den Arbeitgeber, vor allem über seinen wirtschaftlichen Standort. Kämpft er ums Überleben, überfordern Sie ihn nicht.
  • Machen Sie sich Ihre Stärken bewusst. Sie müssen wissen, warum gerade Sie sich für die angebotene Position berufen fühlen. Sprechen Sie im Bewerbungsgespräch an, wo der Vorteil liegt, wenn Sie eingestellt werden. Zeigen Sie dem Arbeitgeber die Perspektive auf, die mit Ihrer Person verbunden ist.
  • Verweisen Sie in Bezug auf Ihre Person auf Referenzen, Arbeitsbelege oder Erfolge, die Ihre Kompetenz herausstellen.
  • Fallen Sie nicht gleich mit der Tür ins Haus, indem Sie Gehalts- und Urlaubswünsche vorab geklärt wissen wollen.

Verhandeln Sie auf Grundlage bestehender Verträge

  • Versuchen Sie in Erfahrung zu bringen, zu welchen Konditionen die Arbeitnehmer im Unternehmen beschäftigt werden. Diese müssen Ihre Richtschnur sein. Bedenken Sie, dass sich ein Arbeitgeber schwer tut, einzelnen Arbeitnehmern bessere Konditionen anzubieten und gegenüber anderen zu bevorteilen. Er wird dies nur tun, wenn er auf Ihre Arbeit unbedingt angewiesen ist. Auch hier gilt der Grundsatz von Angebot und Nachfrage.
  • Wenn Sie die Gegebenheiten kennen, sollten Sie sich daran orientieren. Ist der Arbeitgeber von Ihrer Person überzeugt, brauchen Sie sich nicht unter Wert zu verkaufen. Gute Verträge sind dann zwangsläufig, sofern Sie sich entsprechend verkaufen.
  • Gibt es einen Tarifvertrag im Betrieb, sollten Sie ihn kennen. In vielen Tarifverträgen können bestimmte Positionen auch außertariflich bezahlt werden.
  • Akzeptieren Sie nicht gleich das erste Angebot. Bitten Sie sich Bedenkzeit aus. Erhöhen Sie gegebenenfalls Ihren Forderungsbestand. Geben Sie dem Arbeitgeber das Gefühl, dass Sie nicht auf sein Angebot angewiesen sind.
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