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Gute und schlechte Bakterien

Der ganze menschliche Körper ist von hunderten von Bakterienarten besiedelt und wird von seiner Umwelt täglich neuen ausgesetzt. Einige davon haben gute und andere schlechte Eigenschaften für den Menschen.

Bakterien haben nicht nur schlechte Eigenschaften für den Menschen.
Bakterien haben nicht nur schlechte Eigenschaften für den Menschen.

Kommensale - ungefährliche Mikroorganimen im Körper

  • Der ganze Körper des Menschen ist mit Mikroorganismen wie Bakterien und Pilzen besiedelt. Tatsächlich sind im Körper mehr bakterielle Zellen als menschliche - diese sind aber auch um ein Vielfaches kleiner!
  • Es gibt manche Bereiche des Körpers, die steril sind. Andere, wie der Respirationstrakt, die Haut, die Vagina und der Gastrointestinaltrakt sind physiologischerweise mit Mikroorganismen besiedelt.
  • Mikroorganismen, die weder eine gute noch eine schlechte Funktion für den Menschen haben, allerdings selbst von dem Verhältnis profitieren, nennt man Kommensalen. Das trifft auf die meisten Bakterien im menschlichen Organismus zu.

Gute Eigenschaften von Bakterien

  • Bakterien haben auch lebenswichtige Funktionen für den Menschen. Zum einen verdrängen manche Bakterien durch ihre Ausbreitung und das Milieu, das sie schaffen, die Ausbreitung von pathogenen Keimen. So verhindern die Milchsäure bildenden Bakterien der Vaginalflora, dass andere Keime dort wachsen können.
  • Die größte gute Funktion haben Mikroorganismen im Magen-Darm-Trakt. Dort spalten sie unverdauliche Stoffe und ernähren die Darmzellen mit ihren Metaboliten. Darüber hinaus bilden Anaerobier im Dickdarm Vitamin K, das für die Bildung einiger Gerinnungsfaktoren benötigt wird.

Pathogene und ihre schlechten Eigenschaften

  • Natürlich gibt es auch pathogene Bakterien, die dem Menschen gefährlich werden können. Wenn es zu einer Infektion mit Bakterien kommt, die vorher schon den Körper besiedelt haben, ohne Infektionen auszulösen, spricht man von einer endogenen Infektion. Diese Erreger sind dann fakultativ pathogen oder Opportunisten, das heißt, sie können bei schlechter Abwehrlage des Körpers zu Infektionen führen. Ein Beispiel ist die Ausbreitung von Candida albicans in der Lunge bei HIV-Infizierten.
  • Opportunisten werden auch Umweltkeime genannt, die nur in geschwächten Individuen eine Infektion auslösen können. Eine Infektion durch Erreger, die von außen kommen, wird exogen genannt. Es gibt auch obligat pathogene Erreger, die in jedem Fall bzw. bei genügend hoher Keimlast eine Infektion auslösen.
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