Gute Gruselgeschichten selbst verfassen - so schaffen Sie Spannung

Gruselgeschichten erfordern subtile Spannung. Gruselgeschichten erfordern subtile Spannung.
Eine gute Gruselgeschichte zu verfassen, erfordert ein gewisses Talent. Nicht nur Anfänger tun sich schwer damit, packende Spannung zu erzeugen. Obwohl es kein Patantrezept für eine gute Gruselerzählung gibt, werden Ihnen die folgenden Ratschläge dabei helfen, Furcht und Schrecken im Leser hervorzurufen.
Markus Tacik
02.02.2012 Markus Tacik
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  • Fantasie

So werden Ihre Gruselgeschichten wirklich gruselig

Warum gruselt sich der Leser bei der Lektüre von Gruselgeschichten eigentlich? Er selbst sitzt doch zumeist in seiner warmen, sicheren Wohnung und ist nicht mit den Horrorszenarien konfrontiert, die seine Romanhelden gerade erleben. Der Grund hierfür ist, dass der Leser automatisch versucht, sich mit einer Romanfigur zu identifizieren und auf diese Weise alles mitfühlt, was seinem Helden widerfährt.

  • Obwohl der Weg von gelungenen Gruselgeschichten über die Charaktere und die Bindung der Leser zu diesen führt, sollten Sie es dem Leser nicht zu einfach machen. Verzichten Sie darauf, Gefühls- und Gedankenwelt des Charakters in der grusligen Situation en détail zu schildern. Lassen Sie stattdessen seine Aktionen und seine Worte für sich sprechen. So führen Sie den Leser näher ans Geschehen heran.
  • Spielen Sie mit den Sinneswahrnehmungen Ihres Charakters. Lassen Sie ihn die Quellen des Grusels nicht nur sehen, sondern auch riechen, fühlen und hören. Auch der Wegfall einzelner Sinneswahrnehmungen, durch Dunkelheit etwa, erhöht die Spannung.

Gute Autoren wissen: weniger ist mehr

  • Wenn sie eine gute, überzeugende Gruselszene schildern wollen, müssen Sie Ihre Sprache dementsprechend anpassen. Lange, komplexe Satzstrukturen, die man mehrmals lesen muss, um sie zu verstehen, können alles verderben. Verwenden Sie stattdessen knappe, einfache Sätze, solche erhöhen den Grad der Unmittelbarkeit.
  • Gute Gruselgeschichten verzichten auf explizite Horrordarstellungen. Wirklich unheimlich ist all das, was man nicht sieht. Versuchen Sie den Leser möglichst lange im Ungewissen zu lassen, was gerade eigentlich geschieht.
  • Wenn Sie erreichen wollen, dass der Leser sich auch nach der Lektüre noch fürchtet, sollten Sie vielleicht auf eine Auflösung verzichten. Denn auch hier gilt: Man hat vor allen Dingen Angst vor dem, was man nicht sieht und nicht versteht. Eine Auflösung würde alles zunichtemachen.
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