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Gurkenwelke - was tun?

Gurken aus eigenem Anbau sind der Traum vieler Hobbygärtner. Die Gurkenwelke kann innerhalb kurzer Zeit alles vernichten, sofern Sie nicht vorbeugen.

Entfernen Sie Nebentriebe, um die Pflanzen zu kräftigen.
Entfernen Sie Nebentriebe, um die Pflanzen zu kräftigen.

Schadbild der Gurkenwelke

Die ersten Anzeichen entdecken Sie am Tag. Die Pflanzen beginnen zu welken, jedoch über Nacht erholen sich die Gurken. Nach einigen Tagen verfärben sich Blätter gelb und sterben ab.

Handelt es sich um die Gurkenwelke, entdecken Sie zerfaserte Stängel mit einem weißen bis rosa Pilzbelag. Die Wurzeln werden braun und verrotten. Die Pflanzen sind vom Bodenpilz Fusarium oxysporum befallen.

​Es gibt einige andere nichtparasitäre Krankheiten mit ähnlichen Symptomen, die genauso gefährlich sind. Plötzliches Absterben und Fäulnis am Stängelgrund zusammen mit einem weißen bis weißlich-grünen Pilzgeflecht kündigt die Stängelgrundfäule (Fusarium solani) an.

Sind die unteren Blätter gelb und verfärben sich die Wurzeln schwarz, haben Sie es mit der schwarzen Wurzelfäule (Phomopsis sklerotioides) zu tun. Ein weißes watteähnliches Pilzgeflecht zeigt den Pilz Sclerotinia sclerotiorum an.  

Ähnlich wie bei Gurkenwelke erholen sich die Gurken nachts, wenn sie einer der Verticillium-Pilze infiziert hat. Ihn erkennen Sie, wenn Sie den Stängel durchschneiden. Er ist innen Schwarz bis Braun verfärbt.

Die erwähnten Pilze lösen eine Welke aus, das heißt, die Pflanzen gehen ein. Das Absterben ähnelt den Symptomen, die durch zu geringe Wassergaben entstehen. Es zeigt sich dabei auf den Blättern kein Pilzrasen, wie dies beim Mehltau der Fall ist.

Maßnahmen bei einem Befall

Zögern Sie nicht, sondern entfernen Sie die Pflanzen sofort, wenn Sie eines der genannten Anzeichen entdecken. Eine erkrankte Gurke ist nicht zu retten, sie steckt andere Pflanzen an.

Nehmen Sie einen großen Müllsack und verpacken Sie die Pflanze an Ort und Stelle. Tragen Sie auf keinen Fall eine mit Welke erkrankte Pflanze unverpackt durch den Garten. Sie verbreiten den Pilz im Erdreich.

Entsorgen Sie die Pflanzen im Müll, nicht im Kompost. Die genannten Bodenpilze überleben dort.

Wechseln Sie die Kleidung und geben Sie diese sofort in die Wäsche. An ihr können Pilzsporen haften, die Sie auf andere Gurken übertragen. Waschen Sie sich außerdem gründlich die Hände und desinfizieren Sie benutzte Werkzeuge. Vermeiden die den Kontakt mit gesunden Gurkenpflanzen, bevor Sie diese Hygienemaßnahmen erledigt haben.

Vorbeugen gegen Bodenpilze

  • Setzen Sie die Gurken jährlich in ein anderes Beet.
  • Heben Sie in Treibhäusern die Erde 25 bis 30 Zentimeter tief aus und ersetzen Sie diese durch neues Substrat.
  • Anreichern der Erde mit Rinder- oder Pferdemist beziehunsgweise grobem Kompost, vermengt mit gehäckseltem Stroh, ist hilfreich.
  • Decken Sie eine dicke Mulchschicht um die Pflanzen.
  • Versuchen Sie eine Luftfeuchtigkeit von 80 Prozent einzuhalten.
  • Die Temperaturen müssen über 16 Grad liegen. 
  • Vermeiden Sie Stauwärme im Gewächshaus.
  • Gießen Sie mit lauwarmem Wasser.
  • Veredeln Sie die Gurken auf einer Kürbispflanze oder kaufen Sie auf Kürbis veredelte Sorten.
  • Entfernen Sie alle Seitentriebe der Gurke.
  • Schneiden Sie Blüten unter einer Wuchshöhe von 60 Zentimetern ab.
  • Lassen Sie bei Schlangengurken ab dieser Wuchshöhe in jeder zweiten Blattachsel eine Gurke stehen.
  • Bei kleineren Sorten darf in jeder Achsel eine Gurke reifen.
  • Ernten Sie Gurken so klein wie möglich.

Je kräftiger und gesünder Ihre Gurkenpflanzen sind, umso geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie welk werden. 

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