- 20.07.2011 Ilka Sehnert
- Daumen und Zeigefinger
Kann man machen, man kann es auch lassen. So der allgemeine Tenor, wenn Sie Informationen zum Thema "Ausgeizen von Gurken" suchen. Es gibt immerhin einige gute Gründe dafür, weswegen diese Ihnen hier genannt werden sollen.
Gurken ausgeizen - wenn ja, dann wie
Zunächst sei kurz erklärt, was die Bezeichnung "Ausgeizen" im Zusammenhang mit dem Wachstum von Pflanzen wie Tomaten oder eben auch Gurken bedeutet: Es sollen überflüssige Triebe entfernt oder auch das Weiterwachsen von Haupttrieben unterbunden werden, damit die Pflanze ihre Kraft nicht in Triebe und Blätter steckt, sondern in die Ausbildung von Früchten, und das möglichst gezielt, weswegen ggf. auch überzählige Knospen und Blüten abgezwickt werden.
- Bei Tomaten bedeutet das regelmäßige Arbeit, denn die Tomatenpflanze bildet ständig wieder neue Seitentriebe aus. Bei Gurken ist dies eine einmalige Angelegenheit - abgeknipst ist abgeknipst.
- Wenn Sie Ihre Gurken hauptsächlich im Gewächshaus ziehen, können Sie folgende Methode des Ausgeizens anwenden. Die Pflanzen werden dort ja meist an Schnüren oder Stangen nach oben geleitet. Wenn Sie hier die untersten Knospen und Quertriebe entfernen (bis ca. 50-60 cm), kurbeln Sie die Knospenbildung oberhalb davon an und verhindern gleichzeitig, dass Gurken (unten) auf den Boden zu liegen kommen. Bodennässe und Schädlinge können solchen liegenden Exemplaren schaden.
- Wenn Sie später oben noch die Spitze der Pflanze entfernen (bei ca. 1,50 m oder am Ende des Rankgitters), wird hierdurch die Bildung von Seitentrieben angeregt. Das sollten Sie aber unter Kontrolle halten, denn wenn dann das Ganze zu dicht wird, müssen Sie einen Teil der neuen Seitentriebe auch wieder entfernen, damit die Kraft in die Haupt- und nur in die Hauptseitentriebe gelenkt wird.
- Bei Freilandgurken wird im Prinzip eher selten ausgegeizt, jedenfalls nicht so systematisch. Vor allem, wenn Sie keine Rankgitter für Ihre Gurken haben, werden Sie nach kurzer Zeit gar nicht mehr erkennen können, wo überall neue Triebe entlang gehen und wo Gurken angesetzt sind. Es genügt im Prinzip, wenn Sie von Zeit zu Zeit Ihr Gurkenbeet während des Aberntens ein wenig durchlüften, indem Sie trockene oder faulige Blätter und immer mal auch einzelne Triebe entfernen.
- Achten Sie aber auf jeden Fall darauf, einzelne Gurken nicht zu groß werden zu lassen, denn das kann, ob Sie nun ausgeizen oder nicht, dazu führen, dass die Pflanze geschwächt wird. Und dann gibt es ungewollte Pausen für Ihre Gurkenernte.