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Gürtelrose - Ansteckung in der Familie vermeiden

Gürtelrose ist eine virale Reinfektionskrankheit, die durch das Windpocken-Virus (Varizella Zoster-Virus) hervorgerufen wird, meist Jahre bis Jahrzehnte nach einer durchgemachten Windpocken-Erkrankung. Wenn die Erkrankung reaktiviert wird, ist sie nicht nur außerst unangenehm, sondern auch ansteckend. Hier einige Hinweise, wie Sie die Ansteckung von Angehörigen vermeiden.

Gegen Varizellen kann man impfen.
Gegen Varizellen kann man impfen.

Was Sie benötigen:

  • bedeckende Kleidung

Gürtelrose - ein Zeichen für abgeschwächte Immunkräfte

  • Gürtelrose wird durch das Varizella Zoster-Virus verursacht, mit dem sich die meisten Menschen bereits im Kindesalter infiziert und somit die Windpocken durchgemacht haben. Nach Abklingen der Infektion werden die Viren jedoch nicht eliminiert. Sie verbleiben lebenslang in Nervenzellen des Rückenmarks latent.
  • Die Erkrankung tritt in der Regel bei älteren Menschen als Reinfektion bei einem abgeschwächten Immunsystem auf. Grippeähnliche Symptome und ein schmerzhafter Hautausschlag im Versorgungsgebiet der befallenen Nerven sind charakteristische Erscheinungen. Typischerweise sind Brust- und Bauchhaut betroffen, in manchen Fällen aber die Stirn, die Augen oder die Ohren.
  • Die Behandlung der Gürtelrose sollte so schnell wie möglich durch einen Arzt erfolgen, damit mögliche Komplikationen vermieden werden. Je nach Verlauf sind symptomatische Maßnahmen oder eine erweiterte antivirale Therapie angezeigt.

Wann eine Ansteckungsgefahr besteht

  • Die Übertragung bei Gürtelrose, im Gegensatz zu Windpocken, erfolgt nur über den Bläscheninhalt und nicht über die Atemwege als Tröpfcheninfektion. Es reicht daher, die befallenen Hautareale mit Kleidung zu bedecken.
  • Solange die Bläschen nicht komplett verkrustet sind, besteht eine Ansteckungsgefahr. Es ist der seröse Inhalt der Bläschen, der die Viruspartikel enthält und infektiös ist, daher sollten Sie es vermeiden die Bläschen zu öffnen.
  • Die größte Gefahr durch eine Ansteckung besteht für Schwangere, die keinen Kontakt mit dem Virus gehabt haben (die weder die Windpocken durchgemacht, noch eine Impfung bekommen haben) und für Neugeborene. Eine Varizelleninfektion während der Schwangerschaft kann schwere Entwicklungsstörungen oder gar Lebensgefahr für das Kind bedeuten.
  • In Deutschland wird eine Impfung gegen die Varizellen empfohlen für Kinder zwischen 9-17 Jahren, für Frauen mit Kinderwunsch ohne vorangegangene Varizelleninfektion sowie für Menschen über 60 Jahre.
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