Gruselige Filme schauen - so machen Sie sich einen Horrorabend mit Freunden

Gruselige Filme zu schauen macht nicht nur an Halloween Spaß. Gruselige Filme zu schauen macht nicht nur an Halloween Spaß.
Eine Teenagerclique fährt in den Wald, um mal so richtig abzufeiern. Auf halber Strecke plötzlich eine Autopanne - verursacht durch einen Wildunfall oder einen geplatzten Reifen und absolut kein Handyempfang. Weit und breit nichts bis auf das ein oder andere alte Gebäude oder einen irren Hinterwäldler, dessen verrücktes Gerede keiner so richtig versteht. Bis dann einer nach dem anderen auf mehr oder weniger mysteriöse Weise ums Leben kommt. Ja, ein guter, alter Horrorfilm lässt das Adrenalin nicht nur an Haloween pumpen - auch mitten im Jahr kann es ein Kracher sein, mit Freunden gruselige Filme zu schauen. Ein paar Anregungen für einen Horrorabend der Extraklasse finden Sie hier.
Sima Moussavian
25.10.2010 Sima Moussavian

Die richtige Filmwahl für den Gruselabend mit Freunden

Sind die Filme schlecht gewählt, wird kein Gruselabend zum Knüller. Für alle, die gerne gruselige Filme schauen, spielt es vor allem eine Rolle, auf welche Art von Horror man abfährt.

  • Besonders Splatter sind nicht unbedingt jedermanns Sache. Schlechte Kameraführung und  Low-Budget führen nicht immer zum gewünschten Gruseleffekt - zwar bekommen Sie so mehr Blut zu sehen, das sieht jedoch meist unecht aus und zieht die Atmosphäre eher ins Lächerliche als einen Schockeffekt zu erzeugen.  Überlegen Sie daher, ob es Sie sich lieber durch eine durchdachte Psycho-Story mitreißen lassen oder den offensichtlichen Horror von Underground-Produktionen vorziehen.
  • Weil Horrorfilme heutzutage eines der beliebtesten Filmgenres ausmachen, wird der Markt mit einer Flut von Produktionen überschüttet. Viele der neuesten DVDs sind dabei nichts als eine Homage an frühere Horrorschocker, was meist zu Langeweile führt. Außerdem scheint absolut jeder sich aufgerufen zu fühlen, selbst einen Horrorfilm zu drehen-  was herauskommt ist nur zu oft eine lasche Story mit den üblichen Klischees und der Qualität eines Geburtstagsvideos. Für einen gelungenen Filmeabend sollten Sie daher lieber auswählen, was Sie bereits kennen als Ihre Gäste unabsichtlich mit billigen Regiedebüts von Achtklässlern zu langweilen.
  • Was meist gut ankommt, ist die Kombination von Klassiker und Remake. Sieht man sich hintereinander Orginalfilm und Neuverfilmung an, erkennt man Szenen und Charaktere wieder, zum Teil findet man aber auch vollkommene Neuheiten von Plott und Charakteristik. Das kann einer Gruppe den restlichen Abend lang den nötigen Gesprächsstoff liefern. 

Die Klassiker des Horrorgenres - gut zum gruselige Filme schauen

Ein absolutes Muss für einen gelungenen Horrorabend ist wenigstens einer der großen Horrorklassiker.

  • Jeder Horrorfan erinnert sich nur allzu gerne an die 80er, in denen Wes Craven mit „A Nightmare On Elmstreet“ und Robert Englunds Besetzung als fleischgewordenen Alptraum Freddy Krueger den geistigen Vater aller durchgeknallten Psycho-Mörder schuf. Auch die 80er Produktion „Freitag der 13te“ legte neue Wege, als eine Vielzahl von Schauspielern Jason Vorhees als Inbegriff des maskierten Offensiv-Mörders auf die Leinwand brachte.
  • Nur wenig später öffneten Produktionen wie „Hellraiser“ neue Türen auf dem Bereich des Psychothrillers. Zwar mag einem die Technik und die filmerische Qualität der 80er zu Anfang lächerlich vorkommen, schnell zeigt sich aber, dass sowohl Plott als auch charakteristische Darstellung  alle technischen Mankos mit Leichtigkeit ausgleicht.
  • Etwa 10 Jahre später wurde durch „Das Schweigen der Lämmer“, „Scream“ und die "Halloween" Reihe ein neues Bild des Horrors gezeichnet. Mit echten Mördern statt unnahbaren Horrorvorstellungen, bringt man uns die reale Angst näher, einen Psychopathen womöglich in den eigenen Reihen zu finden. Als Klassiker unserer Zeit darf auch die „Saw“ Reihe nicht außer Acht gelassen werden, die vor allem in den ersten drei Teilen durch ihre höchst überzeugende Besetzung besticht, so unter anderem Tobin Bells beängstigend authentische Darstellung als Puzzlemörder John Cramer und Donnie Wahlbergs Auftritt als Detective Eric Matthews.  

 Das richtige Ambiente für den Horrorabend mit Freunden

Sind die richtigen Filme im Haus, muss das passende Horrorambiente geschaffen werden.

  • Am besten eignen sich dazu nächtliche Ausflüge. Aufenthalte auf einer abgelegenen Hütte, wo man sich mitten im Nirgendwo vom Horror einnehmen lassen kann, bieten sich am allermeisten an. So können Sie, wenn Sie einen wirklich ausgefallenen Abend verbringen wollen, auch mal einen Horrorfilm auf dem Laptop im Wald ansehen oder irgendwo in den Bergen, wenn Sie z.B. über einen Autofernseher verfügen.
  • Auch die leibliche Verköstigung Ihrer Gäste kann Horrorausmaße annehmen. Statt dem üblichen Knabberzeug können Sie mit ein wenig Hackfleisch, ein paar Würstchen und Litschis sowie Tomatensaft ein wahres Horrordinner zaubern. Aus Hackfleisch lässt sich leicht ein Fuß formen, der mit Zwiebeln verziert und frisch aus dem Rohr sogar Zehennägel haben kann. Mit ein wenig Ketchup und Tomatensaft können Sie Wüstchen in abgehackte Finger verwandeln. Wenn Sie Litschis abschälen und mit Lebensmittelfarbe bemalen, lässt sich aus ihnen leicht ein Auge herstellen, das eingelegt in Vannilepudding und Rote Grütze aussieht, als hätte man es gerade erst jemandem entfernt.
  • Wenn Sie bei sich zuhause gruselige Filme schauen, können Sie sich im Vorfeld auch um Beschallung kümmern. In Fachläden lassen sich vor allem zur Halloweenzeit Accessoires erwerben, die alle paar Minuten knarrende Türen, Schritte sowie Klopfen, Windzug und menschliches Atmen imitieren.  

Und wenn man Sie nach einem solchen Gruselabend nicht mehr gerne besucht, dann liegt das sicher nicht daran, dass Ihr Filmeabend eine Flaute war - wahrscheinlicher ist es, dass Ihre Gäste auf dem Heimweg einfach nur schreckliche Angst hatten.

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