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Gruselhotels - so finden Sie abenteuerliche Unterkünfte für schlaflose Nächte

Gerne erinnert sich der Horrorfan an Meisterwerke wie Eli Roths „Hostel“, das eine Jugendherberge zum ultimativen Horrorschauplatz machte. Was gibt es für einen Touristen wohl Erschreckenderes als den Gedanken, verschleppt und gefoltert zu werden, und das in einem fremden Land, in dem er sich nicht verständigen kann? In der Realität sind es gerade Herbergen, die nun vom Hollywood Hotelzimmerhorror profitieren. Immer mehr Gruselhotels tun sich auf, die Horrorfans einen Nervenkitzel vom Feinsten bieten. Ob Geisterhäuser mit düsteren Legenden oder reale Schauplätze von Hollywoodhorror - Gruselherbergen liegen im Trend. Aber wo und wie finden Sie die besten Gruselhotels?

Zu den beliebtesten Gruselhotels zählen alte Spukschlösser in Schottland.
Zu den beliebtesten Gruselhotels zählen alte Spukschlösser in Schottland.

Die Wahl des Gruselhotels

  • Um aus der Vielzahl von Geisterburgen und Horrorschlössern die richtigen Gruselhotels auszuwählen, gilt zunächst wohl das naheliegendste Kriterium: die Lage. Abgelegenheit und Einsamkeit sind Hauptbestandteile eines jeden Horrorfilms, so sollten Sie auch bei der Wahl Ihrer Unterkunft auf genau solche Herbergen setzen, in denen Sie unter Garantie keinen Handyempfang haben, weil die nächste Ortsanbindung Kilometer entfernt liegt. Ländliche Lagen bieten zudem einen weiteren Gruselfaktor- wo wenig Bebauung, dafür aber viel Wasser und Wald ist, zieht nachts vor allem in den kühleren Jahreszeiten Nebel auf. Auch wenn einige besser angebundene Hotels mit einem viel versprechenden Gruselentertainment  werben - die Stimmung einer nebligen Nacht weit ab von jeglicher Zivilisation können Sie meist nicht ersetzen.
  • Durch die Vielzahl von Horrorfilmen, die derzeit den Markt überfluten, bietet sich eine Steigerung zur einfachen Gruselhotel-Themenreise. Ob Sie nun „Freitag der 13te“ nachempfinden wollen und an einem von unzähligen amerikanischen Seen mit dem Namen Crystal Lake campen, oder nach Austin in Texas reisen, um sich neben dem Hewitt Haus aus dem „Texas Chainsaw Massacre“ niederzulassen, bleibt dabei Ihnen überlassen. So hat die abgeschiedene Berghütte aus der „Dreamcatcher“-Verfilmung ihren Reiz auf den einen, der andere lässt sich lieber neben Schauplätzen von Geistererscheinungen nieder. Was für den ultimativen Gruselfaktor letztendlich ausschlaggebend scheint, ist alleine die horror-historische Bedeutsamkeit Ihres Standortes.
  • Wer gar keine Skrupel hat und sich auch bei einer Themenreise nur langweilen würde, für den bleibt letztlich die Möglichkeit, sich in einem ausrangierten Irrenhaus niederzulassen - eine echte Steigerung zu Gruselhotels. Wohl kein Ort der Welt wäre bei Nacht unangenehmer als eine reale Forensik, in der nur wenige Jahre zuvor die gefährlichsten und gewaltsamsten Psychopathen der Umgebung untergebracht worden sind.

Die beliebtesten Gruselhotels der Welt

  • Eine der bekanntesten und beliebtesten Gruselhotels ist der Schauplatz zu Steven Kings „Shining“, in dem Jack Nicholson den Begriff des psychopathischen Axtmörders völlig neu definierte. So ließ sich King zunächst von dem legendenbehafteten Zimmer 418 des Stanley Hotels in Colorado inspirieren, bevor er die Tiberland Lodge in Oregon zum Schauplatz seines Filmes machte. Wer sich während des Aufenthalts in der Lodge auch wirklich „The Shining“ ansieht, dem wird der Widererkennungswert des Gruselhotels dabei wohl nicht nur einmal einen kalten Schauer über den Rücken jagen.
  • Als absoluter Klassiker unter den europäischen Gruselhotels gilt das Brownsover Hall Hotel im schottischen Rugby. Durch die knarrenden Dielen und undichten Gemäuer des alten Burggebäudes glaubt nicht nur der naive Besucher am Ende den Legenden über ein ehemaliges Mitglied, dem einst die Hand abgehackt wurde, weshalb er nun als rachewilliger Geist durch die Burg spuken und in der Bibliothek regelmäßig Blutflecken hinterlassen soll.
  • Nachdem der weltbekannte Ozeankreuzer Queen Mary nun als ausrangiertes Schiff in Long Beach ankert und Besuchern zugänglich ist, handeln die USA ihn als einen der unheimlichsten Orte der Welt. So soll der Gast des Gruselhotels sich vor mehr als 50 Gespenstern fürchten müssen, die als ehemalige Passagiere irgendwann im Meer ertrunken sind und nun unaufhörlich durch das Schiff geistern.
  • Weil für Horrorfans die Umgebung oft eine größere Rolle spielt, kommen auch gewöhnliche Unterkünfte als Gruselhotels in Frage, solange ein geschichtsträchtiger Ort umliegend ist. Neben einer Übernachtung in der Nähe des House of Dracula im rumänischen Poiana Brasov, bieten sich als Horrorpilgerreisen vor allem Ausflüge nach Turkmenistan oder ins amerikanische Centralia an. So vermutet man in Turkmenistan ein ähnliches Tor zur Hölle wie im Gruselstreifen „Beneath Still Waters“ seitdem Geologen versehentlich ein unterirdisches Gas entzündet haben, das seit 35 Jahren stetig brennt und aus einer Höhle an die Oberfläche durchdringt.
  • Ein Aufenthalt bei Centralia bietet sich vor allem für eine „Silent Hill“ Themenreise an, weil das Dorf als größte Inspiration und realer Schauplatz zum Horrorklassiker gilt. Durch einen Kohlebrand unter der Erde steigen aus riesigen Asphaltrissen Dampf und Nebel auf, während ein Ascheregen dem unterirdischen Feuer auch auf der Oberfläche Ausdruck verleiht. Expertenschätzungen zufolge soll der unterirdische Brand die Stadt für die nächsten 200 Jahre zur ultimativen Geisterstadt machen. 

Im Grunde kann man Ihnen abschließend nur raten, eine vollkommen individuelle Gruselreise mitsamt Gruselhotels zu planen. Weil nur Sie selbst wissen, vor was Sie sich wirklich fürchten, sollten Sie sich wohl einfach von der Masse an Horrorfilmen inspirieren lassen, um am Ende Ihre ganz persönlichen Gruselhotels zu finden.  

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