- 12.07.2011 Claudia Jansen
Zeigen sich einige Grünalgen in Ihrem Teich, sollten Sie nicht gleich zur chemischen Keule greifen. Denn eine geringe Grünalgenkonzentration kann sogar nützlich sein. In geringer Menge sorgen Grünalgen nämlich für sauberes, qualitativ hochwertiges Wasser. Ist die Grünalgenkonzentration jedoch hoch, sodass das Teichwasser grünlich und trüb wirkt, sollten Sie handeln - vor allem, wenn Sie Fische in Ihrem Gartenteich halten.
So bekämpfen Sie Grünalgen im Teich
Schon mit der Teichbepflanzung bestimmen Sie das Risiko der Anfälligkeit Ihres Teiches für starken Grünalgenbefall. Häufig werden Teichpflanzen in normaler Blumenerde eingepflanzt, obwohl ein eher sandiges Gemisch sowohl Pflanzen als auch Teichwasser viel zuträglicher wären. Grünalgen bilden sich im Zusammenspiel eines Nährstoffüberschusses, hauptsächlich aus Pflanzenteilen, Fischexkrementen und Blütenstaubverwehungen, und Wärmeeinwirkung.
- Vorbeugen können Sie dem Grünalgenbefall schon, indem Sie Wasserpflanzen wie Seerosen und Wasserhyazinthen in den Teich pflanzen. Diese nehmen Nährstoffe direkt aus dem Wasser auf und verhindern dadurch einen Nährstoffüberschuss. Wer außerdem seinen Teich vor dem Winter noch von abgestorbenen Pflanzenteilen wie Laub und Blüten befreit, verhindert, dass sich die toten Pflanzen monatelang im Wasser zersetzen, und wird für stundenlanges Keschern im Frühjahr mit schönem klaren Teichwasser belohnt.
- Wem dieser Rat zu spät kommt, da der Grünalgenbefall bereits erheblich ist, sollte zunächst versuchen, das Teichwasser sanft von den Algen zu befreien. Hierzu eignet sich beispielsweise ein langer Stock mit angerauter Oberfläche, an dem die Algen haften bleiben. Je nach Stärke des Befalls ist dies allerdings ein mühseliges Unterfangen.
- Lässt sich das Teichwasser auf diese Weise nicht mehr klären, müssen Sie wohl oder übel zu härteren Mitteln greifen. Als Sofortmaßnahme bietet sich hier beispielsweise die Bestrahlung mit einem UV-Gerät an. Kurzwellige, energiereiche UV-Lichtstrahlen töten die Mikroorganismen ab. Dies ist jedoch schon ein erheblicher Eingriff und nur als Einzelanwendung im Notfall empfehlenswert. Beständiger Einsatz eines UV-Gerätes zur Algenreduktion kann Fische und Teichpflanzen nachhaltig schädigen.
- Chemische Mittel zur Grünalgenreduktion, wie man sie beispielsweise in Baumärkten und im Gartenhandel kaufen kann, sollten wirklich nur eingesetzt werden, wenn keine andere Maßnahme greift.
Hinweis: Ein schöner Blickfang im Gartenteich und gleichzeitig sehr nützlich, um die Grünalgenkonzentration gering zu halten, ist ein Springbrunnen. Dieser hält das Wasser in Bewegung, verbessert die Qualität und minimiert den Algenwuchs.
Viel Freude an Ihrem Gartenteich!