Grill selber bauen - so gelingt´s
- 26.07.2010 Ewa Bartsch
- 1 großer Eimer, z.B. Baueimer
- Wasserwaage
- Winkel
- Maurerkelle
- Maurerhammer
- Holz für Stützbogen
- Holzlatten für Lehre
- 60 Liter Fertigmörtel
- 90 Stück Kanalklinker, Größe: 24/11/7 cm
- 8 Stück Rostauflagen, Größe 80/40 mm
- 4 Stück Rohre, Stahl, Größe 16/720 mm
- 1 Stück Grillrost, Größe 60/40 cm
Wenn Sie sich einen Gartengrill selber bauen wollen, benötigen Sie außer dieser Anleitung nur noch ein wenig Geduld; dann steht dem gemütlichen Grillabend und den bewundernden Blicken Ihrer Gäste nichts mehr im Wege.
Arbeitsvorbereitungen, bevor mit dem Bau des Grills gestartet werden kann
- Bauen Sie sich zunächst aus den Dachlatten eine Lehre. Das bedeutet, Sie verbinden 4 Lattenstücke zu einem Rechteck (mit 90°-Winkeln) und stabilisieren Sie dieses durch eine diagonal aufgebrachte Latte. Stellen Sie diese Lehre in der Größe her, die dem Innenraum Ihres Grills entspricht.
- Auf die Latten zeichnen Sie Striche ein (Steinhöhe + 1 cm), damit Sie beim Mauern die Dicke der Fugen überprüfen können.
- Sägen Sie sich aus den Holzplatten nun einen Lehrbogen, mit dessen Hilfe Sie später einen Mauerbogen an der Vorderfront des Grills anfertigen können. (Maße: Höhe des Lehrbogens + 1 Stein = 4 Reihen Klinker). Zeichnen Sie Markierungen ein, so dass Sie 8 Steine, zzgl. jeweils 1 cm Fuge darauf ausrichten können.
Die Bauarbeiten für den Grill beginnen
- Jetzt legen Sie die Lehre auf den späteren Standplatz des Grills und mauern die Rück- und Seitenwände desselben. Dazu mauern Sie die erste Reihe Steine in Mörtel, um die Lehre herum. Zwischen den Steinen muss jeweils auf einen Zentimeter Stoß- und Lagerfuge geachtet werden. Senkrecht gestellt, bieten die Markierungen auf der Lehre eine gute Kontrolle für die richtige Ausführung.
- Nach jeder Reihe müssen Sie mit der Wasserwaage überprüfen, ob die Steine richtig liegen. Vernachlässigen Sie diese Kontrolle nicht, denn wenn der Grill erst einmal schief ist, kann man nichts mehr korrigieren.
- Jede zweite Lage Steine wird mit einem halben Stein begonnen, so dass sie um einen halben Stein versetzt sind und die Mauer so ihre Stabilität erhält. Um die Steine zu teilen, machen Sie mit dem Maurerhammer eine Kerbe in den Stein und teilen ihn dann mit einem kraftvollen Hieb.
Der Mörtelauftrag für den Grill
- Bilden Sie mit der Maurerkelle eine trapezförmige Schicht Mörtel, die Sie oben mit der Kelle leicht glätten. Jetzt drücken Sie den Stein hinein. Der Mörtel verteilt sich jetzt und quillt teilweise aus der Fuge heraus. Entfernen Sie die überschüssige Masse.
- Nachdem Sie vier Reihen Klinker gemauert haben, setzen Sie Ihren Holzstützbogen in die vordere Grillöffnung. Benutzen Sie diesen als Schablone und mauern einen Steinbogen. Dazu werden die Klinker mit der Längsseite auf den Holzbogen gesetzt und mit Mörtel verfugt. An der unteren Seite des Bogens beträgt die Fuge 1 cm, nach oben hin wird sie breiter. Für diesen Bogen benötigen Sie acht Klinker.
- Unter die fünfte Reihe Klinker werden die vier Eisenstangen in das Mörtelbett gelegt. Bauen Sie darauf eine Art Deckel, der an der Vorderfront auf dem Mauerbogen aufliegt und genau zwischen die 5. Lage Klinker passt.
- Nach der 7. und 8. Lage Klinker, werden jeweils 4 Auflagen für den Grillrost in das Mörtelbett eingebracht.
Nachbereitung des fertigen Grills
- Nachbereitung des fertigen Grills: Nach neun Lagen Klinger ist der Grill fertig. Nun muss nur noch der Kalkschleier abgewaschen werden. Dazu benutzen Sie den Spezialentferner. Lassen Sie den Grill ein bis zwei Tage trocknen, bevor Sie die Holzstütze unter dem Bogen entfernen und den Grillrost einsetzen.
- Das Bauen ist fertig - jetzt beginnt das Grillen! Jetzt können die Einladungen zur Einweihung des neuen Grills verteilt werden. Sie werden mit diesem Prachtstück einige Anerkennung ernten und der ein oder andere Gast wird sich nun auch einen Grill selber bauen wollen.
