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Grenzgänger in der Schweiz - das sollten Sie beachten

Grenzgänger sind Personen, die im Grenzgebiet eines Landes wohnen, im benachbarten Land arbeiten und zwischen diesen beiden Ländern pendeln. Dies kann zahlreiche Vorteile haben, da gewisse Güter oder auch Steuern in einem der beiden Länder deutlich niedriger sein können. Viele Grenzgänger finden Sie vor allem an der Schweizer Grenze oder in Luxemburg.

In der Schweiz arbeiten und in Deutschland leben - nicht nur steuerlich gesehen ein Traum
In der Schweiz arbeiten und in Deutschland leben - nicht nur steuerlich gesehen ein Traum

Was Sie benötigen:

  • Wohnsitz in Deutschland
  • Arbeitsstelle in der Schweiz
  • Mindestaufenthalt am Wohnsitz
  • Grenzgängerbewilligung
  • Ansässigkeitsbescheinigung
  • Fragebogen

Grenzgänger - welche Voraussetzungen gibt es?

Nach dem Gemeinschaftsrecht muss ein potenzieller Grenzgänger einige Voraussetzungen erfüllen. So müssen Sie als Grenzgänger in die Schweiz (Beschäftigungsstaat) dort eine Arbeitsstelle, Ihren Wohnsitz aber in Deutschland (Wohnsitzstaat) haben. Dabei reicht es nicht aus, diesen Wohnsitz nur zum Schein anzumelden und Ihre ganze Freizeit in der Schweiz zu verbringen.

  • Da die Zuständigkeit nicht gemeinschaftlich geregelt ist, gilt das sogenannte Doppelbesteuerungsabkommen (sofern es denn eins gibt) zwischen den Staaten. Dieses kann von Land zu Land völlig unterschiedlich ausgestaltet sein.
  • Um in der Schweiz zu arbeiten, benötigen Sie eine sogenannte Grenzgängerbewilligung (Ausweis G). Ihr zukünftiger Arbeitgeber wird alle für die Bewilligung notwendigen Schritte in die Wege leiten. Dafür müssen Sie nachweisen können, dass Sie an mindestens 60 Kalendertagen im Jahr an Ihren Wohnsitz in Deutschland zurückkehren.

Deutschland und Schweiz - so funktioniert die Besteuerung

  • Wenn Sie Ihren Wohnsitz beispielsweise in Konstanz in Baden-Württemberg haben und in Kreuzlingen in der Schweiz arbeiten und als Grenzgänger eingestuft werden, so fällt für Sie eine maximale Quellensteuer von 4,5 % an.
  • Das Doppelbesteuerungsabkommen zwischen der Schweiz und Deutschland verhindert, dass Sie durch doppelt zu entrichtende Steuern einen Steuernachteil erleiden.
  • Die eigentliche Besteuerung findet in Deutschland statt, jedoch müssen Sie beim deutschen Finanzamt eine sogenannte "Ansässigkeitsbescheinigung für Grenzgänger" (Formular Gre-1a) beantragen, die Sie Ihrem Arbeitgeber vorlegen müssen, damit dieser die Quellensteuer von 4,5 % in korrekter Weise vom Bruttoarbeitslohn abziehen kann. Auch beim deutschen Finanzamt müssen Sie einen Mindestaufenthalt von 60 Kalendertagen im Jahr am Wohnsitz nachweisen.
  • Eine Ausfertigung erhalten Sie und eine weitere Ausfertigung behält das deutsche Finanzamt ein.
  • Nachdem Sie die Ansässigkeitsbescheinigung beantragt haben, müssen Sie außerdem einen weiteren Fragebogen für steuerliche Zwecke ausfüllen, in dem Sie Angaben über Verdienst, Sonderausgaben und Werbungskosten geben müssen.
  • Das Leben als Grenzgänger bietet neben den steuerlichen Vorteilen viele weitere Vorteile. So können Sie günstig in Deutschland einkaufen und beim Tanken in der Schweiz ebenfalls ordentlich sparen.

Dank des Doppelbesteuerungsabkommens ist das Arbeiten als Grenzgänger zwischen Deutschland und der Schweiz außerordentlich lukrativ.

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