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Grenzerlös = Grenzkosten - Erklärung

Ein Gewinnmaximum kann in einem Unternehmen dann erreicht werden, wenn die Grenzkosten = Grenzerlös sind. Der Gewinn oder auch Grenzgewinn ist dann die Differenz zwischen den Grenzkosten und dem Grenzerlös.

Auch der Gewinn ist eine Frage der Planung.
Auch der Gewinn ist eine Frage der Planung.

Die Regel "Grenzerlös = Grenzkosten"

  • Grundsätzlich ist es hilfreich, sich die in einem Unternehmen bei der Produktion entstehende Kosten und Erlöse wie eine Grafik vorzustellen. Sowohl Kosten als auch Erlös steigen in einer Kurve immer weiter prozentual an, wenn die Produktionsmenge sich vergrößert.
  • In dem Moment, in dem die Gewinnzone, die oft als break even point bezeichnet wird, erreicht ist, steigt der Gesamtgewinn an. Die Grenzkosten sind dann niedriger als der Gewinn. Dennoch steigen sie weiter an.
  • Wenn Grenzkosten = Grenzerlös sind, ist das Gewinnmaximum erreicht. Wird ab diesem Punkt weiterproduziert, dann sind die entstehenden Grenzkosten größer als der Grenzerlös der Produktion. Der gesamte Gewinn für das Unternehmen nimmt wieder ab.

Die Marktform Polypol

  • Bei der Marktform Polypol gilt grundsätzlich die Regel, dass Grenzerlös = Preis = Grenzkosten ist. Die Grenzkosten gelten als Kosten, die für jede weitere Einheit getragen werden müssen. Der Grenzerlös ist der zusätzliche Erlös für jede weitere Einheit.
  • Da das Polypol sich durch einen dicht besiedelten Markt auszeichnet, in dem also ein großes Angebot und gleichzeitig eine große Nachfrage besteht, ist es für ein Einzelunternehmen schwierig, den Preis selbst zu bestimmen.
  • Würde ein einzelnes Unternehmen mit dem Preis hochgehen, wäre es nicht mehr wettbewerbsfähig. Der Preis und somit der Grenzerlös bleiben also gleich. Daher kann man nur die produzierte Menge variieren, um durch die Steigerung der Produktionskapazität einen höheren Gewinn zu erreichen. Dies macht das Unternehmen so lang, bis die Grenzkosten gleich dem Preis sind.
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