Grasmilben bei Hunden - so werden Sie das Ungeziefer wieder los

Grasmilben lauern häufig bei warmem Wetter in Gärten oder auf Wiesen auf ihre Opfer. Grasmilben lauern häufig bei warmem Wetter in Gärten oder auf Wiesen auf ihre Opfer.
Grasmilben übertragen in Europa keine gefährlichen Krankheiten, können jedoch starken Juckreiz bei Hunden verursachen, der aber erst nach Tagen auftritt. Einen Befall können Sie an den roten Pfoten Ihres Hundes erkennen. Sprühen Sie Ihren Hund vor dem Spaziergang mit einer Mischung aus Wasser und Apfelessig ein und geben Sie ihm täglich Knoblauchöl ins Futter. Calendula-Essenz sollten Sie immer im Hause haben, denn es lindert den Juckreiz und wirkt entzündungshemmend.
Monika Justen-Rieckhoff
20.12.2010 Monika Justen-Rieckhoff
Was Sie benötigen
Das schaffen Sie mit Links
  • Apfelessig
  • Wasser
  • Calendula-Essenz
  • Hefetabletten für Hunde

Wissenswertes über Grasmilben

  • In Europa treten die Grasmilben meistens in den Monaten von Juli bis Oktober auf, übertragen jedoch hierzulande keine gefährlichen Krankheiten. Durch den oftmals starken Juckreiz kratzen und benagen sich die Hunde öfters, was dann allerdings zu Sekundärinfektionen führen kann.
  • Nachdem die Milben ihre Eier an Grashalmen abgelegt haben, krabbeln die geschlüpften Larven auf hohe trockene Gräser. Dort warten sie, bis sie beim Vorbeigehen abgestreift werden.
  • Da die Larven rötlich gefärbt sind, erkennen Sie einen Befall mit Grasmilben an den roten Beinen von Hunden. Natürlich können auch Sie selbst von den Larven befallen werden, erkennen dies dann an rot verfärbten Schuhen oder Hosenbeinen. Die Grasmilben sind übrigens so klein, dass sie durch die Kleidung hindurchschlüpfen können.
  • Grasmilben sind aufgrund ihrer Größe kaum mit bloßem Auge sichtbar. Von weißer Farbe werden sie jedoch regelrecht angezogen, weshalb Sie einen Befall der Wiese mit einem weißen Tuch überprüfen können. Sie sind sehr flink und tummeln sich in kurzer Zeit auf diesem Tuch.

Vermeidung und Bekämpfung bei Hunden

  • Laufen Sie in den Monaten Juli bis Oktober an warmen Tagen nicht im hohen Gras, sondern bleiben Sie besser auf den befestigten Wegen. Wenn die Gräser noch nass vom Tau sind, können Sie mit Ihren Hunden auf der Wiese toben, denn die Grasmilben sitzen vorwiegend auf trockenen Grashalmen.
  • Sprühen Sie Ihren Hund mit einer Mischung aus Apfelessig und Wasser ein, bevor Sie zum Spaziergang aufbrechen. Auch das Einreiben mit Kokosöl hält Ungeziefer fern. Pflanzliche Schutzmittel sollten Sie bei Hunden den chemischen Repellentien vorziehen, zumal die Grasmilben keine gefährlichen Krankheiten übertragen.
  • Sorgen Sie für ein intaktes Immunsystem bei Ihrem Hund mit artgerechter Ernährung. Geben Sie während der warmen Jahreszeit täglich Knoblauchöl ins Futter und verabreichen Sie spezielle Hefetabletten für Hunde, die Sie in der Apotheke kaufen können. Immunschwache Hunde werden öfter von Parasiten befallen und kommen schlechter damit klar.
  • Bei Hunden erkennen Sie einen Befall an den roten Zehenzwischenräumen. Dort sitzen sie gerne in Massen und saugen sich voll. Bevorzugte Stellen sind auch Ohren und Nase sowie Hautfalten an verschiedenen Körperstellen. Nachdem sie sich vollgesaugt haben, was mehrere Tage andauern kann, fallen sie wieder ab. Waschen Sie nach dem Spaziergang die Pfoten mit einer Mischung aus Apfelessig und Wasser.
  • Bemerken Sie Juckreiz bei Ihrem Hund, so können Sie davon ausgehen, dass die meisten Grasmilben schon wieder verschwunden sind. Gegen den Juckreiz müssen Sie etwas unternehmen, denn sonst könnte es geschehen, dass durch das viele Kratzen und Nagen eine Infektion entsteht. Hier hilft Calendula-Essenz sehr gut. Stellen Sie eine Mischung laut Packungsangabe her und reiben Sie die betroffenen Stellen damit ein. Die Lösung wirkt stark entzündungshemmend und Juckreiz lindernd. Übrigens nicht nur bei Hunden.
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