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Granitpflaster verfugen - Anleitung

Das Verlegen von Granitpflaster erfordert einiges an Erfahrung. Beim Verlegen spielen sowohl die Beschaffenheit des Untergrundes, als auch die Beschaffenheit der Pflastersteine eine wichtige Rolle. Ebenso wie beim Verlegen gibt es auch beim Verfugen dieser Steine einiges zu beachten.

Granitpflaster kann man auf verschiedene Weise verfugen.
Granitpflaster kann man auf verschiedene Weise verfugen.

Was Sie benötigen:

  • Fugenmörtel
  • Fugensand
  • Besen
  • Gummispachtel
  • Rüttler

Wissenswertes über Granitpflaster

  • Granitpflaster ist ein besonders bruchfester und ansprechender Naturstein. Zudem ist er relativ preisgünstig und frostbeständig. Mit diesem Pflaster kann man ganz individuelle Verlegemuster kreieren.
  • Weitere Vorteile dieses Natursteins sind sein Wasserabsorbtionsvermögen von 0,3-0,4 %, sein relativ geringes Volumengewicht und seine Druckfestigkeit. Im Handel wird Granit in Form von Platten, Kleinsteinpflaster, Mosaik- oder Ornamentpflaster sowie in unterschiedlichen Farben und Größen angeboten.
  • Das Pflaster kann auf unterschiedliche Art und Weise verlegt werden, z. B. im Sandbett oder im Fugenmörtel. Bei der Verlegung ist darauf zu achten, dass eine möglichst ebene Oberfläche entsteht.
  • Das Verfugen kann sowohl mit Fugensand als auch mit Fugenmörtel erfolgen. Beim Verfugen muss darauf geachtet werden, dass die Fugen weder zu breit noch zu klein sind. Das Verfugen mit Fugenmörtel eignet sich ausschließlich für die Verlegung im Mörtelbett.

So verfugen Sie mit Fugensand

  • Zum Verfugen mit Fugensand eignet sich Brechsand mit einer Körnung von 0,2 oder 0,4 mm. Empfehlenswert ist zudem die Verwendung von gebrochenem Kalkstein oder ungewaschenem Feinsand. Das hat den Vorteil, dass sich die Fugenoberflächen besser verfestigen.
  • Zum Verfugen wird der Feinsand auf der gepflasterten Fläche verteilt und mit einem Besen in die Fugen zwischen den Pflastersteinen gekehrt. Sind alle Fugen verfüllt, sollten Sie mit einem Rüttler über die Fläche gehen und danach nochmals die Fugen mit Sand auffüllen. Überschüssigen Sand sollten Sie zunächst noch auf dem Granitpflaster liegen lassen, da sich der Sand in den Fugen noch setzt. Nach etwa 3-4 Wochen können Sie dann den restlichen Sand in die Fugen kehren.
  • Der Vorteil dieser Art des Verfugens besteht darin, dass die Oberfläche hierbei nicht versiegelt wird und so, dass Regenwasser problemlos im Boden versickern kann. Nachteilig an dieser Methode ist, dass sich der Fugensand, beispielsweise durch starke Regenfälle mit der Zeit auswäscht und dass zwischen den Fugen Unkräuter und Moose wachsen können.

So verfugen Sie Granitpflaster mit Fugenmörtel

  • Diese Art der Verfugung eignet sich sowohl bei der Verlegung von Granitpflaster im Mörtelbett als auch im Splittbett. Bevor Sie mit dem Verfugen beginnen, befeuchten Sie das Pflaster mit Wasser. Das hat den Zweck, dass man nach dem Verfugen den überschüssigen Fugenmörtel besser von dem Pflaster entfernen kann.
  • Der Fugenmörtel wird in einem Mischungsverhältnis 1:3 verwendet, also 1 Teil Zement und 3 Teile Sand mit einer Körnung von 0,2 oder 0,4 mm. Der Fugenmörtel wird mit Wasser zu einem dünnflüssigen Mörtel vermischt und vollflächig auf das Pflaster aufgetragen. Das Ganze wird dann mit einem Gummispachtel auf der gesamten Fläche verteilt.
  • Da dieser Mörtel sehr schnell antrocknet und sich dann nur sehr schwer von dem Pflaster entfernen lässt, ist es ratsam, die Fläche etappenweise zu bearbeiten und immer sofort zu reinigen. Mit einem Schwamm oder Besen und mit Wasser können Sie das Pflaster reinigen. Überschüssiges Fugenmaterial können Sie auch mit Sand abreiben. Betreten bzw. befahren können Sie das so verfugte Granitpflaster nach 3-4 Tagen.
  • Der Vorteil dieser Form des Verfugens besteht darin, dass eine geschlossene Oberfläche entsteht und das Fugenmaterial nicht ausgeschwemmt werden kann. Dadurch wird auch das Wachstum von Moosen und Unkräutern verhindert. Allerdings kann hier auch das Niederschlagswasser nicht im Boden versickern, was ein Nachteil ist.
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