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Grafiker werden - so könnte es gelingen

Wer sich schon als junger Mensch oder erst im fortgeschrittenen Alter vornimmt, Grafiker zu werden, hat meist eine künstlerische Ader und viel Lust, gestalterisch tätig zu sein. Es gibt mehrere Wege, die zum Ziel führen können. Welche Möglichkeiten es gibt, erfahren Sie hier.

Mit etwas Talent und Ausdauer können auch Sie Grafiker werden.
Mit etwas Talent und Ausdauer können auch Sie Grafiker werden.

So können Sie Grafiker werden

  • Den „Königsweg“, um Grafiker zu werden, stellt ein Grafikdesign- bzw. Kommunikationsdesign- oder Mediendesign-Studium an einer Universität dar. Erlangen Sie dazu erst die allgemeine Hochschulreife (Abitur) und studieren Sie danach 6-8 Semester, um mit dem Bachelor of Arts abzuschließen, und noch einige Semester mehr für den Master, um sich noch mehr in die Materie zu vertiefen. Der Master of Arts wird sich in der Regel auch positiv auf die Höhe Ihres späteren Gehalts auswirken.
  • Eine weitere Möglichkeit, an Ihr Ziel zu gelangen, besteht darin, an einer Fachhochschule, heute in den meisten Bundesländern nur noch „Hochschule“ genannt, Grafikdesign bzw. Kommunikationsdesign zu studieren. Für eine Zulassung benötigen Sie die allgemeine Hochschulreife bzw. die Fachhochschulreife. Das Studium ist praxisorientierter als an einer Universität. Das ist zum einen Geschmackssache, zum anderen wird, zumindest in der Wirtschaft und im universitären Umfeld, das Universitätsstudium oft noch als höherwertiger angesehen, auch wenn die politisch gewollte Annäherung im Sinne einer Gleichstellung der beiden Hochschularten immer weiter voranschreitet. Was besser ist, darüber lässt sich natürlich streiten, weil man, je nach Ansicht, das eine oder das andere als besser empfinden kann. Auch hier können Sie Ihren Bachelor bzw. zusätzlich den Master machen.
  • Es gibt noch weitere Möglichkeiten, Grafiker zu werden, denn Berufsschulen bieten Ausbildungen im Dualen System zum Mediengestalter für Mediendesign (IHK) und staatlich geprüften Designer an. Die erstgenannte Ausbildung hat eine Dauer von drei Jahren und wer noch ein Jahr dranhängt, kann in diesem den Designer machen. Die Voraussetzungen sind dabei erheblich niedriger als an Hochschulen, denn in der Regel reicht für die Zulassung sogar ein Hauptschulabschluss. Auch das vermittelte Wissen hat im Vergleich ein eher niedriges Niveau, genauso wie auch die spätere Bezahlung.
  • Eine ganze Reihe von privaten Instituten, darunter auch Fernschulen, bieten Kurse an, die Grafik-Design-Kenntnisse vermitteln. Abschlüsse, die Sie hier erhalten, sind aber oft nur institutsinterne Bezeichnungen, die keine offizielle, staatlich anerkannte Berufsbezeichnung darstellen. Dennoch können die erworbenen Kenntnisse Sie oft dazu befähigen, die Arbeit eines Grafikers zu verrichten.

Sie sollten klare Vorstellungen von Ihrer beruflichen Zukunft haben

  • Je nachdem, was Sie beruflich genau anstreben, sollten Sie den entsprechenden Weg beschreiten, um Grafiker oder Grafikerin zu werden. Wenn Sie als Angestellter anspruchsvolle Aufgaben übernehmen und auch adäquat bezahlt werden möchten, so studieren Sie, da ein Studium meist als Grundvoraussetzung dafür gilt, um für entsprechende Positionen infrage zu kommen. Als Mediengestalter sind Sie eher der technisch Ausführende, der die Ideen des Grafikers technisch korrekt umsetzen darf. Die Bezahlung ist dementsprechend erheblich niedriger. Der staatlich geprüfte Designer ist da schon besser gestellt, reicht aber vom Stellenwert nach der im Berufsmarkt vorherrschenden Meinung auch in keiner Weise an einen B.A. oder Master des entsprechenden Studiengangs heran.
  • Wenn es für Sie jetzt schon feststeht, dass Sie sich als Grafiker selbstständig machen wollen, zählen neben dem nötigen Fachwissen eher großes Engagement, Fleiß und Ausdauer. Die Art Ihrer Ausbildung sollten Sie dann besser praktisch orientiert wählen.
  • Da die Bezeichnung „Grafiker“ ohne Zusätze nicht geschützt ist, kann sich im Prinzip jeder so nennen. Das nützt Ihnen allerdings nur etwas, wenn Sie entsprechende Kenntnisse haben. Auch kann es strafrechtlich relevant sein, wenn Sie, zum Beispiel bei Bewerbungen, diese Bezeichnungen benutzen oder in anderem beruflichen Zusammenhang verwenden und dabei der Eindruck entsteht, Sie hätten einen offiziellen Abschluss bzw. Titel. Es ist deshalb sinnvoll, einen der weiter oben genannten Wege zu beschreiten.
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