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Grafikdesign - ein Portfolio stellen Sie so zusammen

Vor oder nach Ihrem Grafikdesign-Studium müssen Sie ein Portfolio zusammenstellen. Ihre Arbeitsproben dienen der Eigenvermarktung sowie der Kundenakquise, außerdem können Sie so potenzielle Arbeitgeber überzeugen. Besonders Freiberufler sollten sich Zeit nehmen, um sich selbst und ihre bisherige Arbeit in aussagekräftiger Weise zu präsentieren.

Typografie ist ein Kernelement des Grafikdesigners.
Typografie ist ein Kernelement des Grafikdesigners. © BrandtMarke / Pixelio

Bewerbungsmappe für das Grafikdesign-Studium zusammenstellen

Wenn Sie sich für ein Grafikdesign-Studium bewerben, müssen Sie bereits einige Proben Ihrer Kreativität zeigen. Hierbei zählt nicht die Technik, sondern ein konzeptionelles Vorgehen.

  • Imitieren Sie nicht andere Künstler, sondern werden selbst kreativ. Design ist ein kreativer Beruf, bei dem es stark auf Individualität ankommt. Setzen Sie sich von der Konkurrenz ab, indem Sie in Ihren Arbeiten Ihre Persönlichkeit hervorscheinen lassen. Entwickeln Sie einen eigenen Stil und bleiben Sie diesem treu.
  • Wenn Sie eine Bewerbungsmappe anlegen, ist ein roter Faden und ein Konzept sehr wichtig. Stellen Sie einige oder alle Arbeiten unter ein bestimmtes Thema oder stellen Sie die Arbeitsproben in einen größeren Zusammenhang.
  • Wenn Sie sehr unsicher sind, besuchen Sie Mappenkurse. Noch besser: Lassen Sie sich von ehemaligen Studenten beraten, diese wissen am besten, welche Kriterien für die Lehrkräfte wichtig sind. Lassen Sie sich von erfolgreichen Mappen inspirieren, ahmen Sie diese aber nicht nach.
  • Integrieren Sie Zeichnungen, Gemälde und grafische Arbeiten. Zeichnen Sie Stillleben, Selbstporträts oder andere interessante Motive. Entwerfen Sie Plakate für fiktive Werbekampagnen oder Schrifttypen. Besonders wichtig im Grafikdesign-Studium ist die Typografie. Entwickeln Sie selbst einige Schriftelemente, benutzen Sie aber keine bereits vorhandenen Systemschriften.

Portfolio - überzeugen Sie potenzielle Kunden und Arbeitgeber

Wenn Sie sich nach erfolgreich abgeschlossenem Studium auf eine feste Arbeitsstelle bewerben wollen, oder als Selbstständiger neue Kunden suchen, benötigen Sie ebenfalls ein Portfolio. Dieses müssen Sie aber etwas anders gestalten als eine Bewerbungsmappe.

  • Für Bewerbungen gilt: Stimmen Sie das Portfolio auf den Arbeitgeber ab. Einige Agenturen legen großen Wert auf technische Raffinesse, bei anderen sind Extravaganz und außergewöhnliche Ideen gefragt, wieder andere verlangen eine möglichst große Bandbreite an Arbeiten.
  • Statt einer Bewerbungsmappe können Sie eine digitale Präsentation am Laptop vorbereiten. Auf diese Weise haben Sie alle Arbeitsproben in digitaler Form vorliegen und können bei Fragen flexibel reagieren. Zusätzlich sollten Sie jedoch auch Proben in physischer Form dabeihaben.
  • Für Freiberufler ist eine Website die beste Methode, ausgewählte Arbeiten zu zeigen. Analysieren Sie hier zunächst Ihre Zielgruppe. Wen wollen Sie ansprechen? Versetzen Sie sich in die Sicht des Kunden.
  • Präsentieren Sie Ihre beste Arbeit auf der Startseite. Bieten Sie jedoch nicht zu viel an, sondern zeigen Ihre Kernkompetenz. Stellen Sie jene Arbeiten vor, mit denen Kunden erfolgreich waren. Integrieren Sie O-Töne, positive Erfahrungswerte verschiedener Testimonials zeigen, dass Sie nicht nur fachlich gut sind, sondern auch kundenorientiert arbeiten können.
  • Machen Sie den Kontakt so einfach wie möglich. E-Mail und Telefonnummer sind ein Muss, außerdem gehören moderne Kommunikationsmethoden (Twitter, Facebook, Xing) auf Ihre Seite. Signalisieren Sie Interesse und die Bereitschaft, mit Kunden zusammenarbeiten, etwa mit "Ich nehme wieder Aufträge an".
  • Wenn Sie noch nicht so viel Material haben, das Sie präsentieren können, sollten Sie so vorgehen: Nehmen Sie einerseits an Design-Wettbwerben teil, so erhalten Sie außerdem wichtige PR. Andererseits fertigen Sie Arbeiten für einen geringeren Lohn an, hier haben Sie die Gelegenheit, gewagter und freier zu arbeiten und Ihre Kreativität auszuloten.

Einen objektiveren Blick auf Ihr Portfolio erhalten Sie, wenn Sie Laien auf Ihre Website schauen lassen.

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