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Gradzahltage bei den Heizkosten - ihre Bedeutung einfach erklärt

Gradzahltage (GTZ) werden dazu verwendet, den Bedarf an Heizwärme eines Gebäudes zu berechnen. Dies geschieht natürlich nur während der Heizperiode. Das Ergebnis kann bei der Ermittlung der Heizkosten zur Hilfe genommen werden.

Fällt die Temperatur unter 15 °C wird die Differenz zur Raumtemperatur ermittelt.
Fällt die Temperatur unter 15 °C wird die Differenz zur Raumtemperatur ermittelt.

So setzten sich die Gradzahltage zusammen

  • Gradzahltage werden in der Einheit Kelvin K oder Celsius °C angegeben. Die Dimension ist also die gleiche wie bei der Temperatur. Auch möglich ist die Angabe in Form einer Wärmesumme, zum Beispiel Kd oder °Cd.
  • Dieser Wert wird dann entweder auf einen Monat oder eine ganze Heizperiode bezogen und ist in diesem Sinne auch aussagekräftig.
  • Um die Gradzahltage zu bestimmen, sind zwei Bezugspunkte von Bedeutung. Das wäre zunächst die 15-°C-Marke und anschließend die angenommene Raumtemperatur von 20 °C. 
  • Gradzahltage werden nun immer genau dann berechnet, wenn die Außentemperatur unter die 15 Grad Marke fällt, also unterhalb der Heizgrenztemperatur liegt. Ist das der Fall, so wird der Unterschied, der zwischen erwünschter Raumtemperatur von 20 Grad und der tatsächlichen Außentemperatur liegt, errechnet. Sind beispielsweise draußen 9 Grad zu messen, so beträgt dieser Unterschied 11 Grad.
  • Die Gradzahltage sind nun die Summe aller Differenzen zwischen der 20-Grad-Marke und dem jeweiligen Tagesdurchschnittswert über alle die Tage eines bestimmten Zeitraums, an denen dieser unter niedriger als Heizgrenztemperatur ist. Ist der Zeitraum drei Tage lang und die durchschnittliche Temperatur an Tag eins 12 Grad, an Tag zwei 11 Grad und an Tag drei 7 Grad, so werden die Differenzen summiert. In diesem Fall ergibt das: (20-12) + (20-11)+(20-7) = 30.
  • Für die Errechnung der Gradzahltage in einem bestimmten Zeitraum ist also die mittlere Lokaltemperatur notwendig.

Heizkostenermittlung - darauf baut sie auf

  • Die Errechnung der Heizkosten oder besser gesagt die Abschätzung jener, wird immer dann vorgenommen, wenn keine genauen Messwerte vorliegen. Im Grunde ist die Rechnung aber eine sehr einfache.
  • Die Gradzahltage eines gesamten Jahres werden dabei zunächst addiert. In kälteren Regionen ist die Größe dieses Wertes natürlich entsprechend hoch. Im Anschluss werden die Gradzahltage eines Monats durch die Gesamtgradzahltage dividiert, man erhält einen Prozentwert.
  • Dieser Prozentwert gibt an, wie viele Kosten der jeweilige Monat an den Gesamtkosten verschuldet. Sinnvoll ist diese Art der Heizkostenermittlung immer dann, wenn Festkosten einen wesentlichen Anteil ausmachen, beispielsweise bei der Warmwasserbereitung.
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