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Goldwaschen am Rhein - Informatives

Möchten Sie einmal in Deutschland auf Goldsuche gehen? Es gibt einige Orte, vor allem Flüsse, die bekannt für Goldvorkommen sind. Die Zeiten der professionellen Goldgewinnung sind schon lange vorbei. Rein hobbymäßig können Sie beispielsweise am Rhein an vielen Stellen im oberen Flussbereich das Goldwaschen betreiben.

Alles Rheingold stammt aus den Schweizer Alpen.
Alles Rheingold stammt aus den Schweizer Alpen.

Das deutsche Eldorado für Goldsucher heißt Thüringen. Hier gibt es sogar ein Goldmuseum. Das Goldwaschen kann man auch in der Eifel oder am Rhein betreiben - rein hobbymäßig versteht sich. Was Sie an Gold finden, gehört Ihnen.

Goldsuche am Rhein

Im Fernsehen bekommt man oft Berge voller Goldbarren oder Goldnuggets zu sehen. Man denkt dabei unwillkürlich an die Goldsucher in Alaska oder Minenarbeiter in Südafrika. Der Job ist hart, reich werden nur die Wenigsten. 

  • Deutschland lässt sich nicht mit den führenden Goldabbauländern wie USA, Australien, Russland oder Südafrika vergleichen. Doch gab es auch hierzulande abbauwürdige Goldvorkommen. Möglicherweise wird in der Zukunft an einigen Stellen die professionelle Goldförderung wieder aufgenommen. Bis es so weit ist, bleibt die Jagd nach dem gelben Edelmetall all jenen überlassen, die dem Goldfieber verfallen sind.
  • Sie machen sich in ihrer Freizeit oder im Urlaub, ausgerüstet mit Schaufel, Pfanne und Sieb, beispielsweise am Rhein auf die Suche nach dem gelben Metall. Rheingold war schon den alten Römern und Kelten bekannt. Es stammt aus den Schweizer Alpen. Die Flüsse Aare und Emme spülen es in den Rhein. 
  • Das Goldwaschen war über viele Jahrhunderte für Rheinanwohner ein Nebenerwerb im Rahmen des Abbaus von Löschsand. Das letzte Rheingold wurde 1874 in Karlsruhe abgeliefert. In der Zeit der Naziherrschaft wurde ein extra Schwimmbagger "Rheingold" gebaut.
  • Sein Einsatz in den Jahren 1939 bis 1943 war mit 300 Gramm Goldausbeute kaum erfolgreich. Das Projekt wurde daher eingestellt. Anderweitige Versuche zur Wiederaufnahme der Goldförderung gab es in der Gegenwart nicht mehr. 

Goldwaschen in der Freizeit mit Guide

Die Goldsuche und das Finden ist nicht allein eine Glücksache. Wer sich mit den geologischen Gegebenheiten der Goldentstehung auseinandersetzt, weiß wo sich das Gold im Flussbett ablagert, wo sich ein Graben lohnt.

  • Rheingold beispielsweise mit Fundort Istein oder Karlsruhe ist aufgrund des Geschiebes auf seinem Weg aus den Alpen meist sehr fein. Für ein Gramm Rheingold braucht man mehr als 150.000 Flitter.
  • Nicht an jeder Flussstelle oder im Uferbereich ist es erlaubt, Gold zu waschen. Das gilt generell für alle geschützten Biotope. Im Allgemeinen kann man an frei zugänglichen Flussstellen als Hobbysucher das Goldwaschen betreiben. Die örtlichen Regelungen sollte man kennen. Verboten ist in jedem Fall das Graben an Uferböschungen und der Einsatz von Maschinen.
  • Arbeiten am Fluss ist wegen der möglichen Strömung nicht gänzlich ungefährlich. Das Gold muss auch richtig ausgewaschen werden. Da es nur als Flitter vorkommt, verschwindet es möglicherweise ungesehen. Lassen Sie sich bei einer geführten Goldschürf-Exkursion die Goldwaschkunst beibringen. Sie bekommen alle Gerätschaften gestellt. Dazu schürfen Sie an Plätzen, die für Goldfunde bekannt sind. Dazu gehören unter anderem Rheingegenden nahe Neuenburg und Bad Bellingen.

Beim Goldwaschen am Rhein in Deutschland oder in der Schweiz sollten Sie nicht mit einem großen Gewinn rechnen. Es braucht viel Geduld und viele Stunden, um ein paar Goldflitter mit nach Hause nehmen zu können. Sehen Sie das Ganze als Erlebnis in freier Natur. Denn Ihr Stundenlohn wird nur ein paar Cent betragen. Mit dem Finanzamt bekommen Sie dadurch keine Probleme.

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