Goldschmuck verkaufen - worauf man achten sollte
Gold verzauberte schon vor Tausenden von Jahren Menschen durch seine Schönheit, seine Seltenheit und seinen Glanz. Besonders in Krisenzeiten ist der Wert des Goldes in die Höhe geschnellt und hat sich als stabile Kapitalanlage bewährt. Wer Omas altes Schmuckstück, Goldzähne oder Münzen trotzdem nicht im Schrank horten möchte, kann das Edelmetall verkaufen. Damit Sie für ihren Goldschmuck auch einen angemessenen Preis erhalten, sollten Sie einige Punkte beachten.
- 22.06.2010 Anna-Maria Schuster
Was Sie benötigen
- Juwelier oder Goldschied ihres Vertrauens
- Sie haben die Möglichkeit Ihren Goldschmuck entweder direkt bei einer Ankaufsstelle zu verkaufen oder per Post an einschlägige Händler zu verschicken.
- Zuvor sollten sie sich in der Tageszeitung oder im Internet über den momentanen Goldpreis pro Feinunze (31,01 Gramm) informieren. Dieser Preis gilt für Gold mit einem Reinheitsgehalt von 99,9 Prozent, bzw. 24 Karat. Der Goldpreis wird in der Regel in Dollar angegeben. Im Internet finden Sie jedoch auch Seiten seriöser Tagesmedien, die den Preis in Euro angeben.
- Jedes Schmuckstück besitzt eine Prägung, die den Reinheitsgehalt angibt. 999 bedeutet, dass der Goldschmuck zu 99,9 Prozent aus Gold ist, 917 sind 91,7 Prozent an Gold, 750 sind 75 Prozent an Gold usw. Wenn der Goldwert unklar ist, beispielsweise bei Bruch- oder Zahngold müssen Sie ihn beim Ankäufer bestimmen lassen. Wenn Sie auf Nummer sicher gehen wollen, können Sie den Reinheitswert auch vom Juwelier oder Goldschmied für ein paar Euro unabhängig schätzen lassen.
- Seriöse Ankäufer veröffentlichen die Preise pro Unze. Am einfachsten ist es, wenn sie die Goldpreise einiger Händler im Internet vergleichen, sodass Sie bereits einen Marktwert für Ihren Goldschmuck haben. Die Ankaufspreise sollten bei einem Reinheitswert von 999 in etwa dem aktuellen börsengehandeltem Goldpreis entsprechen. Danach orientieren sich natürlich auch alle anderen Reinheitswerte d.h. Gold mit einem Wert von 750 sollte in etwa zu 75 Prozent dem aktuellen Tagespreis entsprechen.
- Am besten ist es, wenn Sie das Gold vor Ort verkaufen. So haben Sie die Möglichkeit mehrere Stellen anzulaufen, zu vergleichen und an den höchsten Bieter zu verkaufen.
- Sie können Ihr Goldschmuck auch einschicken, allerdings ist es wichtig, dass Sie davor die Preise pro Gramm und auch den Reinheitswert ihres Goldstückes kennen. So sind Sie in der Lage das Angebot auf Richtigkeit zu überprüfen. Bekommen Sie über die Preise keine Auskunft, sollten Sie diesen Ankäufer meiden. Wenn Sie das Angebot ausschlagen, wird Ihnen das Gold zurückgeschickt. Verschicken Sie den Goldschmuck per Einschreiben, so können Sie für den Fall, dass die Rücksendung auf sich warten lässt, nachweisen, dass der Händler ihre Ware erhalten hat.
