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Goldrückgewinnung - Hinweise

Die Gewinnung von Gold geschieht selten im Einklang mit der Natur und unter Beachtung des Umweltschutzes. Steigende Goldpreise verstärken den "run" auf diesen Rohstoff. Dabei könnte eine effektive Goldrückgewinnung einen großen Teil zumindest des industriellen Goldbedarfs decken.

Nachfrage nach physischen Gold treibt den Goldpreis an
Nachfrage nach physischen Gold treibt den Goldpreis an

Elektronikschrott wie kaputte Computer und ausgediente Notebooks werden von kommunalen Wertstoffhöfen gesammelt. Eine Entsorgung über den Hausmüll ist nicht gestattet. Was mit dem Schrott geschieht, wissen und erfahren die meisten Verbraucher nicht.

Goldrückgewinnung - Edelmetalle einschmelzen und wiederaufbereiten

Die Möglichkeiten zur Goldrückgewinnung sind sehr vielfältig.

  • Die einfachsten Verfahren sind das Einschmelzen und Wiederaufbereiten von Zahngold, altem Schmuck, alten Goldmünzen und Goldbarren.
  • Das Recycling von Elektronikschrott ist ein weiterer großer Bereich für die Goldrückgewinnung. Auch wenn Gold nur in Kleinstmengen vorkommt, beispielsweise in den Kontakten von Computerplatinen, Elektroniksteckern, in Chips und elektronischen Bauteilen, lohnt sich die Aufbereitung.
  • Gold befindet sich auch in zahlreichen Produktionsrückständen sowie in Fehlfertigungen. Bei der Edelmetallbeschichtung (galvanisch aufgetragen, aufgedampft oder per Sputter-Technik beschichtet) entstehen Goldrückstände in Filter und Bäder, die sich zurückgewinnen lassen. 
  • Der Umgang mit dem teuren Werkstoff Gold erfolgt in jedem Bereich mit großer Sorgfalt. Goldstaub wird beispielsweise in Goldschmiedewerkstätten und Dentallabors regelmäßig abgesaugt und wieder aufgearbeitet.

Deponien und Schlacke bergen große Mengen edler Metalle

  • In Zukunft wird sich der Rückbau von Hausmülldeponien lohnen. Das wird zum einen ein weiteres Ansteigen der Rohstoffpreise und zum anderen die Entwicklung neuer Aufbereitungstechnologien möglich machen. Beschleunigt wird das Ganze durch Maßnahmen in der Umweltpolitik.
  • Bei der Verbrennung von Müll fallen jährlich riesige Mengen an Schlacke an. Die Schlacke enthält Eisen, Kupfer, Aluminium, Gold und andere Edelmetalle. Die Rückgewinnung erfolgt schon heute nach dem Verbrennungsvorgang mit einem akzeptablen Wirkungsgrad.
  • Für die Metallrückgewinnung wird beispielsweise der Trockenschlackenaustrag benutzt. Die Abkühlung der Schlacke wird dabei nach dem Verbrennungsprozess nicht im Wasserbad vorgenommen, sondern mit Tertiärluft.
  • Der Trockenaustrag der Schlacke sichert eine gute Qualität, da die mineralischen Inhaltsstoffe nicht verklumpen. Die Aufbereitung der Metalle Gold oder Kupfer aus Trockenschlacke ist gegenüber dem Nassaustragsverfahren wesentlich einfacher. Zurückgewonnene Metalle sind von guter Qualität, was sich positiv auf den Erlös auswirkt.  

Besonders die Goldrückgewinnung aus Elektronikschrott hat sich zu einem ebenso lohnenden Geschäft entwickelt wie die Herstellung der Geräte (Platinen, Handys, Computer) selbst. Die Rückgewinnung von Edelmetallen muss von Spezialisten und unter Einhaltung hoher Umweltstandards geschehen, da sehr leicht gesundheits- und umweltschädliche Stoffe freigesetzt werden.

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