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Gold aus PC und Handy - Recyclingtipps

Jedes Jahr fördern Bergbaufirmen um die 2.500 Tonnen Gold. Bei der Erzaufbereitung fällt es als Nebenprodukt an. Eine andere Quelle ist das Goldrecycling. Wie lässt sich das Edelmetall aus PC und Handy zurückgewinnen?

Die Aufbereitung von Elektroschrott lohnt sich auch der Umwelt zu Liebe.
Die Aufbereitung von Elektroschrott lohnt sich auch der Umwelt zu Liebe.

Noch macht das Recycling ausgedienter PC, Fernseher und Handys nur einen kleinen Teil bei der Goldgewinnung aus. Doch die Verteuerung vieler Rohstoffe macht aus Elektroschrott eine Wertstoffquelle.

Elektroschrott - PC nicht in den Abfall

Elektroschrott (Computer, Mobilfunkgeräte, E-Motoren) ist geradezu ein Paradebeispiel für eine Wertstoffquelle. Denn bei den Inhaltsstoffen trifft man das halbe Periodensystem an. Die Anteile an Kupfer, Silber und Gold versprechen besonderen Gewinn.

  • Das ist einer der Gründe, warum PC-Teile und Handys nicht im Abfall landen dürfen. Das Recycling zu Hause ist allerdings nicht zu empfehlen, da bei der Aufbereitung ein Gemisch von Wertstoffen und Schadstoffen beherrscht werden muss.
  • Alte Geräte sind bei den Spezialisten für die Metallrückgewinnung am besten aufgehoben. Sie können weit über ein Dutzend Metalle aus Elektroschrott und aus Schlacken von Metallhütten wiedergewinnen, ohne dass Schadstoffe als feste Stoffe oder Emissionen in Wasser und Luft Probleme anrichten.
  • Wenn Sie zu Hause als Hobbylaborant den Versuch der Goldgewinnung starten, sollten Sie sich der Gefahren im Umgang mit chemischen Substanzen bewusst sein.

Gold - Handy als Wertstoffquelle

  • Normaler Elektroschrott enthält bis zu fünf Prozent Kupfer. Der Goldanteil liegt zwischen fünf und zehn Gramm pro Tonne. Gebrauchte Handys sind wertvoller. Die enthalten pro Tonne im Durchschnitt 300 bis 350 Gramm des Edelmetalls. Dazu kommen 2 bis 3 Kilogramm Silber, 100 Gramm Palladium und 120 Kilogramm Kupfer.
  • Das Recycling von zehn Tonnen Handys schafft einen Wert weit oberhalb der 100.000 Euro. In den Metallhütten oder Scheideanstalten werden Handys und PC-Teile zerkleinert und analysiert. Für die Kunden ist die Materialanalyse die Grundlage der Bezahlung. Auch der Verwerter benötigt die Analyse, um den späteren Schmelzprozess mit wenig Energieaufwand zu steuern.
  • In den Schmelzofen kommen neben Elektroschrott auch Autokatalysatoren sowie edelmetallhaltige Rückstände aus Kupferhütten. Die Schmelztemperatur von 1.200 Grad Celsius erzeugen Koks und Plastikteile.
  • Zahlreiche Metalle sinken mit den gewichtigen Edelmetallen Gold oder Palladium nach unten (Kupferfraktion). Leichtere Metalle sowie keramische Bestandteile bilden die obere Schicht (Schlackefraktion). Die Fraktionen werden regelmäßig abgestochen und entsprechend aufbereitet. So wird gesichert, dass nichts verloren geht. 

Lange Zeit war es in der modernen Wegwerfgesellschaft üblich, bedenkenlos Abfallberge anzuhäufen. Mittlerweile hat ein Umdenken eingesetzt, der Umwelt zu Liebe. Und auch, weil die Wiederverwertung eine Geldquelle darstellt.

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