- 12.12.2011 Edith Leisten
Empfehlungen für eine Glutendiät
Um die Symptomatik einer glutenbedingten Erkrankung zu lindern, ist die konsequente Umsetzung einer spezifischen Ernährungstherapie erforderlich.
- Im akuten Schub Ihrer Erkrankung müssen Sie komplett auf Gluten verzichten, d. h. vollständiger Verzicht auf Getreideerzeugnisse aus Weizen, Roggen, Hafer, Gerste, Dinkel und Grünkern. Bei den meisten Betroffenen führt diese Diät innerhalb von 2-3 Wochen zu einer Besserung der Beschwerden.
- Ersetzen Sie Ihre glutenhaltigen Lebensmittel durch alternative Produkte, die Sie an einer speziellen Kennzeichnung erkennen (durchgestrichene Ähre). Dazu gehören unter anderem Mais, Reis, Buchweizen, Hirse und Kartoffeln.
- Zu Beginn einer Glutendiät sollten Sie zudem die Fettzufuhr auf 20-30 g pro Tag beschränken. Empfehlenswert ist auch, den Konsum laktosehaltiger Nahrungsmittel zu reduzieren (Milch/Milchprodukte).
- Achten Sie darauf, dass keine Versorgungslücke in Ihren Vitaminhaushalt auftritt. Empfehlenswert sind Multivitamin-Multimineralstoff-Präparate.
Darf die Glutendiät gelockert werden?
Ist der akute Schub einer glutenbedingten Erkrankung abgeklungen, fragen sich viele Betroffene, ob die strikten Diätregeln nicht eventuell gelockert werden können.
- Bei einer glutenbedingten Erkrankung müssen Sie, auch wenn das Ausmaß der Unverträglichkeit individuell schwankt, eine lebenslange Diät einhalten.
- Verzichten Sie auf alle Lebensmittel, die Gluten auch nur in Spuren enthalten.
- Langzeitstudien konnten belegen, dass bei Nichteinhaltung einer strikten Glutendiät das Risiko für die Bildung bösartiger Erkrankungen des Mundes, des Rachens und der Speiseröhre ansteigt.